Autoreninterview

... mit Roberto Simanowski

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Weil es das Internet gibt. Weil es das Internet gibt, braucht es Bücher, die die mit dem Internet und den... >>>
... mit Roberto Simanowski

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Weil es das Internet gibt. Weil es das Internet gibt, braucht es Bücher, die die mit dem Internet und den digitalen Medien möglichen neuen ästhetischen Ausdrucksformen zum Gegenstand wissenschaftlicher Reflexion machen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Während es viele Bücher gibt, die die digitalen Medien technologiegeschichtlich, kulturwissenschaftlich, philosophisch und sogar allgemein ästhetisch behandeln, gibt es keines, das nachhaltig und im internationalen Vergleich danach fragt, wie die literarischen Experimente und Phänomene, die die neuen Technologien hervorbringen, interpretiert und für den Unterricht didaktisiert werden können.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Das Buch versucht, das Defizit zu beheben, das aus den verschiedenen blinden Flecken in der Forschungslandschaft resultiert. Es gibt Literaturwissenschaftler, die sich gegen die neuen Medien sperren. Es gibt Medienwissenschaftler, die nichts mit dem Literarischen anfangen können. Unser Buch bringt beide Forschungsfelder zusammen und fragt nach dem Literarischen aus einer medienwissenschaftlich informierten Perspektive.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Spezialisten der Literatur-, Bild-, Film- und Theaterwissenschaft, der Kultur- und Kommunikationswissenschaft, Philosophie sowie Pädagogik.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Was Sie schon längst über die neuen Produktions-, Erscheinungs- und Rezeptionsformen der Literatur in digitalen Medien wissen sollten, aber nie zu fragen auf die Idee kamen. <<<


Roberto Simanowski / Jörgen Schäfer / Peter Gendolla (eds.)

Reading Moving Letters

Digital Literature in Research and Teaching. A Handbook

»Digital media« is increasingly finding its way into the discussions of the humanities classroom. But while there is a number of grand theoretical texts about digital literature there as yet is little in the way of resources for discussing the down-to-earth practices of research, teaching, and curriculum necessary for this work to mature. This book presents contributions by scholars and teachers from different countries and academic environments who articulate their approach to the study and teaching of digital literature and thus give a broader audience an idea of the state-of-the-art of the subject matter also in international comparison.


 

Roberto Simanowski (Prof. Dr.) is Assistant Professor of German Studies at Brown University, Providence, RI.
Jörgen Schäfer (Dr. phil.) is Postdoctoral Research Fellow at the Cultural Studies Research Center »Media Upheavals« (»Medienumbrüche«) at the University of Siegen.
Peter Gendolla (Prof. Dr.) is Professor of Literature, Art, New Media and Technologies and Director of the Cultural Studies Research Center »Media Upheavals« (»Medienumbrüche«) at the University of Siegen.

Homepage:
www.simanowski.info
www.brown.edu/Departments/German_Studies/people/facultypage.php?id=10263
www.litnet.uni-siegen.de

Literary and Media Studies, Cultural Studies, Arts, Applied Computer Sciences

01/2010, 384 Seiten,
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN 978-3-8376-1130-4

Artikel-Nr.: 1130

-1130-4: Simanowski et al. (eds.), Reading

Digital Literature in Research and Teaching. A Handbook

 

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