Auszeichnung:
Peter Rehberg ist für seinen Text »Happy Homos. Über Tom of Finlands schwule Superhelden«, erschienen im Band »Theorien des Comics«, mit dem Best Publication Award Gender & Medien der Gesellschaft für Medienwissenschaften ausgezeichnet worden. Herzlichen Glückwunsch!

Autoreninterview

... mit Barbara Eder, Elisabeth Klar und Ramón Reichert

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Die Novität unseres Readers besteht darin, sowohl... >>>
... mit Barbara Eder, Elisabeth Klar und Ramón Reichert

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Die Novität unseres Readers besteht darin, sowohl einen interdisziplinären Blickwinkel auf den Comic zu werfen, als auch einen Ausblick auf international relevante Debatten im Bereich der Comicforschung zu bieten – in deutscher Übersetzung. Im deutschsprachigen Raum gibt es noch keinen Reader, der diesen Ansprüchen gerecht wird und gleichzeitig die neueren Comictheorien der letzten zwanzig Jahre in einer gut editierten Form versammelt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Der Reader erweitert bestehende literatur- und medienwissenschaftliche Zugriffe auf Comics um neue Aspekte der Theorieproduktion. Der erste Abschnitt behandelt intermediale Darstellungsweisen im Comic, der zweite Abschnitt fokussiert auf Techniken des Erzählens, im dritten Abschnitt werden Zusammenhänge zwischen visueller Politik und Gedächtniskultur hergestellt und im vierten Abschnitt des Bandes nehmen wir Genderkonstruktionen im Comic kritisch in den Blick.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Der Reader zu den »Theorien des Comics« versucht erstmals, eine umfassende Standortbestimmung der internationalen Comicforschung vorzunehmen. Über die fachwissenschaftlich segmentierten Forschungsfelder und ihre gewohnten Fragestellungen hinausgehend, versammelt der Reader auf über 400 Seiten heterogene, innovative und fokussierte Analysekonzepte, die für die Comicforschung neue Sichtweisen eröffnen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit allen, die hinter die vermeintlich leichte Lesbarkeit des Comics blicken möchten. Und mit allen, die in Comics ein Medium der visuellen Politik, eine Praxis der Repräsentationskritik und eine Ermöglichung sozialer Emanzipation entdecken möchten.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Wir lassen uns von den eigenartigen Zeichen des Comics faszinieren. <<<


Barbara Eder / Elisabeth Klar / Ramón Reichert (Hg.)

Theorien des Comics

Ein Reader

Mit der aktuellen Popularität von Comicverfilmungen sind Comics heute in unserer Kultur präsenter als je zuvor. Gleichzeitig eröffnen Graphic Novels wie Art Spiegelmanns »Maus« neue Möglichkeiten der Beschäftigung mit sozialen Praktiken und kollektiver Erinnerung.
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Hybridisierung in Medien, Kunst und Kultur hebt dieser Reader das medienreflexive, narrative und politische Potenzial einer noch jungen Kunstform hervor und versammelt richtungsweisende Ansätze der internationalen Comicforschung aus den Bereichen »Transmedialität«,»Erzähltheorie«, »Interaktive Medien«, »Visuelle Kultur« und »Queer Theory«.
Mit Beiträgen u.a. von Jens Balzer, Ole Frahm, Pascal Lefèvre, Mark McLelland sowie Kathleen Martindale und zahlreichen Abbildungen.


 

Barbara Eder (MA), Kultur- und Sozialwissenschafterin, hat zu Migrationsdarstellungen in Comics geforscht und ist OEAD-Lektorin in Debrecen/Ungarn. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Visual Studies, Queer Theory und Gedächtnis- sowie Erinnerungstheorien des 19. und 20. Jahrhunderts.
Elisabeth Klar, Komparatistin, beschäftigt sich mit Comics und Intermedialität im Bereich der Vergleichenden Literaturwissenschaft und Translationswissenschaft in Wien.
Ramón Reichert (Dr. phil. habil.), 2009-2013 Professor für Neue Medien am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien, ist seit 2014 Leiter der postgradualen Masterstudiengänge »Data Studies« und »Cross Media« an der Donau-Universität Krems. Er ist Initiator des 2013 gegründeten internationalen Forschernetzwerks »Social Media Studies« und lehrt und forscht mit besonderer Schwerpunktsetzung des Medienwandels und der gesellschaftlichen Veränderungen in den Wissensfeldern »Digitale Medienkultur«, »Digital Humanities« und »Social Media Studies«.

Homepage:
www.ufg.ac.at

»Praise is due to the editors for including a genuinely broad selection of theoretical concerns, methodological approaches, and subjects.«
Tim Lanzendörfer, Amerikastudien, 56/4 (2011)
»Ein hervorragender Beitrag, nicht nur für Comic-Fans.«
Vina Yun, an.schläge, 9 (2012)
»Wenn es so etwas wie Comic-Strip-Wissenschaft gäbe, wäre der Reader das deutschsprachige Schlüsselwerk.«
Wolfgang Müller, Junge Welt, 07.04.2012
»Der Sammelband [erscheint] mit seiner theoretischen und thematischen Vielfältigkeit beinahe wie ein Studienbuch für das (bislang noch) nicht existente Studienfach Comic-Forschung.«
Hans-Joachim Hahn, www.literaturkritik.de, 1 (2012)
»Comics sind Bestandteil der Massenkultur. Es gilt, sich diesem Massenmedium konstruktiv, wissenschaftlich, vorurteilsfrei, aber auch kritisch zuzuwenden. Das tut dieser Reader auf vielfältige Weise.«
Thomas Bernhard, lehrerbibliothek.de, 1 (2012)
Besprochen in:
Die Presse, 11.12.2011
goethe.de, 1 (2012)
junge welt, 03./04.03.2012, Wolfgang Müller

Cultural Studies, Literaturwissenschaft, Gender Studies, Medienwissenschaft

Print 32,80 €

09/2011, 464 Seiten, kart., zahlr. Abb.
ISBN 978-3-8376-1147-2

Artikel-Nr.: 1147

-1147-2: Eder et al. (Hg.), Theorien des

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07/2015, 464 Seiten
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