Autoreninterview

... mit Till A. Heilmann

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Weil es das erste Buch ist, das sich eingehend mit der Geschichte unseres digitalen... >>>
... mit Till A. Heilmann

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Weil es das erste Buch ist, das sich eingehend mit der Geschichte unseres digitalen Schreibwerkzeugs beschäftigt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Es offenbart einen ›blinden Fleck‹ der Medienwissenschaft, indem es die historische Entwicklung der Schreibmaschinen-Metapher rekonstruiert, welche die medientheoretische Diskussion über den Computer prägt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Es zeigt auf, dass die aktuelle Rede vom Ende des PC-Zeitalters die Dauerhaftigkeit unserer modernen »Schreibszene« verkennt, welche im PC eine treffende Form gefunden hat und darin noch länger bestehen wird.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Grace Hopper, Friedrich Kittler, Douglas Engelbart, Ivan Illich, John McCarthy, Charles Simonyi und Ulrich Steinhilper.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Die Metapher des Computers als Schreibmaschine ist ein komplexes kulturelles Konstrukt, das die bewegte Geschichte des Digitalcomputers kaschiert. <<<


Till A. Heilmann

Textverarbeitung

Eine Mediengeschichte des Computers als Schreibmaschine

Word und Co. bestimmen weltweit mit, was heute Schreiben heißt. So selbstverständlich Textverarbeitung am Personal Computer inzwischen aber ist, so umwegig gestaltete sich ihre Vorgeschichte, die bislang ein »blinder Fleck« der Medienwissenschaft geblieben ist. Zwar erscheint der PC in seiner Kopplung von Tastatur und Bildschirm als »bessere Schreibmaschine« – doch Computer sind nicht per se Werkzeuge der Schrift. Sie mussten erst zu solchen werden. Dieses Buch zeichnet die Entwicklung des Schreibens mit Computern nach und liefert damit einen wichtigen Beitrag zur Kulturgeschichte unserer Zeit.


 
Autorenbild Heilmann, Till A.

Till A. Heilmann (Dr. phil.) forscht und lehrt am Institut für Medienwissenschaft der Universität Basel. Seine aktuellen Arbeitsschwerpunkte sind Technik- und Kulturgeschichte des Computers, Zeichentheorie und Schriftgeschichte sowie die Anfänge der Medienwissenschaft.

Homepage:
www.tillheilmann.info

»Das Buch [vermittelt] dem_der Leser_in ein ausgezeichnetes Gespür für die historischen Bahnen und Prozesse, dank derer Textverarbeitung ihre heutige Selbstverständlichkeit erlangt hat. Darüber hinaus plausibilisiert die leicht verständliche Darstellung und Erklärung computertechnischer Funktionsprinzipien nicht nur die erzählte Mediengeschichte, sondern kann für sich genommen bereits ein angenehmer Nebeneffekt der Lektüre sein – man versteht die im Alltag omnipräsenten Maschinen besser.«
Friedolin Krentel, KULT_online, 38 (2014)
Besprochen in:

LaMa, 7 (2012)
Germanistik, 53/1-2 (2012)
http://blogs.tageswoche.ch, 20.03.2013, Marion Regenscheit
IT, 5 (2013)
[rezens.tfm], 19.06.2013, Klaus Illmayer
Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte, 15 (2013), Rudolf Stöbler

Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft, Informatik, Literaturwissenschaft

Print 29,80 €

05/2012, 290 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-1333-9

Artikel-Nr.: 1333

-1333-9: Heilmann, Textverarbeitung

Eine Mediengeschichte des Computers als Schreibmaschine

 

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E-Book 26,99 €

PDF-Download, 100,72 MB
06/2014, 290 Seiten
ISBN 978-3-8394-1333-3

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