Kathrin Zehnder

Zwitter beim Namen nennen

Intersexualität zwischen Pathologie, Selbstbestimmung und leiblicher Erfahrung

»Intersexualität« – Sammelbegriff für eine Reihe von Diagnosen, die das Geschlecht eines Menschen als uneindeutig bestimmen – stellt noch immer ein Tabu dar. Damit geht das Verschweigen der Existenz von intersexuellen Menschen einher: Zwitter haben keinen Namen.
Der Verhandlung von Intersexualität im medizinisch- psychologischen Diskurs stellt Kathrin Zehnder den medizinkritischen Gegendiskurs gegenüber, der vor allem die frühe Zuweisung zu einem Geschlecht und die Pathologisierung von Intersexualität kritisiert. Die Studie zeigt: Selbstbestimmung in Bezug auf Körper und Fokussierung leiblicher Erfahrung statt Funktionalität können dem »Zwitter-Sein« zu einer Existenzweise verhelfen.


 

Kathrin Zehnder lehrt und forscht zur Thematik der Intersexualität an Universitäten und Fachhochschulen der Schweiz.

»Ein gelungener Beitrag zur Erforschung des ›doing sex‹ von Geschlechtlichkeit im medizinischen Diskurs und den Kritiken an dieser Praxis. Zehnder präsentiert eine vielseitige und vielschichtige Analyse intersexueller Lebensrealitäten.«
Anja Gregor, Freiburger GeschlechterStudien, 25 (2011)
»Die Studie kann sowohl wissenschaftlichen Laien wie auch Natur -und Geisteswissenschaftlern gleichermaßen empfohlen werden. Sie dokumentiert nicht nur die Ebene eines wichtigen und bisher in dieser Ausführlichkeit und Sensibilität kaum behandelten biologisch-medizinischen Aspekts, sondern benennt nebenbei auch Formen der Wissens- und Sprachkultur sowie des Umgangs miteinander und [...] dokumentiert den heutigen Stand der Wissenschaft.«
Uwe Hoßfeld, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (ZfG), 59/9 (2011)
»Zehnders Schilderungen der Online-Community sind insbesondere durch die zitierten Stimmen erhellend [...].«
Bettina Enzenhofer, an.schläge, 2 (2011)
»Die Ausführungen zu den Internet-Medien der Intersexuellen-Community sind gut und beachtenswert. Hier sollten weitere Arbeiten ansetzen, um auch auf diese Weise die Sicht und die Erfahrungen intersexueller Menschen in Forschungen der Sozialwissenschaften, insbesondere der Geschlechterforschung, aufzunehmen.«
Dr. Heinz-Jürgen Voß, www.querelles-net.de, 11 (2010)
»Kathrin Zehnders Studie eröffnet dadurch einen einzigartigen Einblick in das Seelenleben betroffener Menschen.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.07.2010
Besprochen in:

NZZ, 05.08.2010
www.querelles-net.de, 11 (2010), Heinz-Jürgen Voß
Netzwerk für Männergesundheit-Newsletter, 38/11 (2010), Reinhard Winter
Phase 2, 1 (2011), Merve Winter
Postgender, 2 (2011), Michel Reiter
jos fritz. bücher, 4 (2011), Caroline Günther

Gender Studies, Soziologie, Medizin, Medienwissenschaften

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05/2010, 448 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-1398-8

Artikel-Nr.: 1398

-1398-8: Zehnder, Zwitter beim Namen nennen

Intersexualität zwischen Pathologie, Selbstbestimmung und leiblicher Erfahrung

 

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03/2014, 448 Seiten
ISBN 978-3-8394-1398-2

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