Zwischen Sprachspiel und Methode

Perspektiven der Diskursanalyse

Die Rede vom »Diskurs« gehört mittlerweile zum alltäglichen Sprachgebrauch – und die Diskursanalyse ist zum disziplinübergreifenden Trend mit jeweils fachspezifischen Ausrichtungen geworden.

In den Sozial- und Geisteswissenschaften jedoch ist die »Stabilisierung« der diskursanalytischen Methoden genauso zu hinterfragen wie der Versuch einer Abgrenzung zu anderen Methoden. Die Beiträge dieses Bandes gehen zwei grundlegenden Fragen nach: Inwieweit lässt sich die Diskursanalyse als »Tool« in Bezug auf ihre Anwendungsmöglichkeiten und ihr methodisches Gerüst präzisieren? Und: Welche Anschlussstellen ergeben sich in Hinblick auf andere Konzepte?

26,80 € *

2010-09-09, 252 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1429-9

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Robert Feustel

Robert Feustel, Universität Leipzig, Deutschland

Maximilian Schochow

Maximilian Schochow, Universität Leipzig, Deutschland

... mit Robert Feustel und Maximilian Schochow

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Wenn das Buch hilft, einige festgefahrene Diskussionen aufzubrechen und methodische Anregungen zu geben, wie die Welt und ihre Probleme zu beschreiben wären, ist schon viel gewonnen. Es deutet neue Wege an, die diskursanalytische Forschungen einschlagen können.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Beiträge verknüpfen verschiedene methodische Konzepte mit der an Foucault geschulten Diskursanalyse. Der entscheidende Punkt ist vielleicht die Einsicht, dass es keine »richtige« Methode geben kann. Die sozialwissenschaftlichen Methoden sind am Ende genauso instabil wie die soziale Welt selbst. Auch wissenschaftliches Sprechen ist ein Kampf um Bedeutung. Positiv formuliert: Der Gegenstand und die Zielstellung der Untersuchung formen den methodischen Zugriff.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Diskursanalysen werden zunehmend als eine Methode qualitativer Sozialforschung aufgefasst und in diesem Zusammenhang formalisiert. Diese Tendenz hat zwar forschungspraktische Vorteile, unterläuft allerdings den wissenschaftskritischen und konstitutiv politischen Impuls. Der Band verweist dagegen auf Anschlüsse an andere theoretische Konzepte und führt damit die Instabilität der Methoden vor.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Diese Frage eröffnet unangebrachte Hierarchien. Allerdings ist es immer sinnvoll, mit denen zu diskutieren, die das Buch nicht mögen ...

5. Ihr Buch in einem Satz:

Als Frage formuliert: Welche Anschlüsse und Perspektiven eröffnen sich der Diskursanalyse jenseits ihrer wissenschaftlichen Formalisierung?

»Wer [...] bereits Vorkenntnisse im Bereich der Diskursanalyse hat, findet eine Vielzahl hilfreicher und kritischer Beobachtungen.«
Portal für Politikwissenschaft, 22.12.2010
»Der Sammelband kann als ein Diskurs-Baustein der Implikationen in das Gebäude sprachlichen, textualen und interpretatorischen Denkens und Forschens eingefügt werden.«
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 13.01.2011
Besprochen in:

BEHEMOTH, 4 (2011), Jens Hälterlein
Autor_in(nen)
Robert Feustel / Maximilian Schochow (Hg.)
Buchtitel
Zwischen Sprachspiel und Methode Perspektiven der Diskursanalyse
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
252
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1429-9
DOI
Warengruppe
1723
BIC-Code
JHBC JHBA
BISAC-Code
SOC019000 SOC026000
THEMA-Code
JHBC JHBA
Erscheinungsdatum
2010-09-09
Auflage
1
Themen
Sprache, Sozialität
Adressaten
Sozial- und Geisteswissenschaften, Kulturwissenschaft, Methodologie
Schlagworte
Diskurs, Diskursanalyse, Dekonstruktion, Wissenschaftstheorie, Erkenntnistheorie, Wissenssoziologie, Methodologie, Sprache, Sozialität, Qualitative Sozialforschung, Soziologische Theorie, Soziologie

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