Interview

... mit Stefan Bertschi

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Weil es auf zugängliche, wie zugleich tiefschürfende Weise – und als erste... >>>
... mit Stefan Bertschi

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Weil es auf zugängliche, wie zugleich tiefschürfende Weise – und als erste umfassende Darstellung – auf einen vernachlässigten Mittler unseres sozialen Zusammenlebens aufmerksam macht. Als erstes und bisher einzigartiges Buch, weist diese Auseinandersetzung auf das soziale wie mediale Dazwischen von Individuum und Gesellschaft hin. Beide Begriffe schärfen sich aneinander und bekommen eine Werthaltigkeit, die die Welt auch außerhalb von Soziologie und Philosophie tatsächlich braucht.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Durch den Streifzug von den Anfängen bis zur aktuellen Gegenwart der deutschsprachigen Soziologie und darüber hinaus wird eine neuartige und unerwartete Perspektive eröffnet; dies nicht zuletzt, weil die reinste sozialwissenschaftliche Klassik in Beziehung mit neuester Netzwerk- und Medientheorie gesetzt wird.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Die anspruchsvolle Beziehung von Einzelnem und Ganzem ist das Thema der Soziologie schlechthin und muss es auch sein – sei es als Mikro vs. Makro, als Handlung vs. System oder als Individualismus vs. Holismus beschrieben – und wird nicht umsonst als Kern einer fragwürdigen Disziplin bezeichnet.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Peter Sloterdijk, nicht nur wegen seiner zentralen Funktion für das Buch, sondern auch wegen seiner radikal kritischen Auseinandersetzung mit der Soziologie. Schließlich mit Gabriel Tarde, Georg Simmel und Niklas Luhmann, was jedoch leider nicht mehr möglich ist.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Von Durkheim bis Sloterdijk besteht der Anspruch, das grundlegende Problem der Soziologie anzugehen: das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft. <<<


Stefan Bertschi

Im Dazwischen von Individuum und Gesellschaft

Topologie eines blinden Flecks der Soziologie

Das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft befindet sich im »blinden Fleck« einer Soziologie, die sich auf den Gesellschaftsbegriff kapriziert.
Stefan Bertschi reagiert hierauf und befragt Klassiker (Durkheim, Tarde, Simmel, Weber, Tönnies, Elias) und zeitgenössische Ansätze (Luhmann, Sloterdijk, Netzwerk- und Medientheorie), wie ein »Dazwischen« von Individuum und Gesellschaft gedacht werden könnte. Dabei entsteht eine sowohl problemgeleitete wie kritische Einführung in den Umgang mit zentralen soziologischen Kategorien – und eine Topologie mit dem Anspruch, einen neuen Zugang zum Verhältnis von Individuum und Gesellschaft sichtbar zu machen.


 

Stefan Bertschi (Dr. phil.) ist in der Strategie- und Kommunikationsberatung tätig und forscht zu Bedeutungs- und Sozialtheorie.

»Der ambitionierte Anspruch des Autors ist verdienstvoll, der mit seiner Studie eine Thematik bearbeitet, die in unterschiedlichen Debatten sowohl im deutschsprachigen Raum als auch international diskutiert wird.«
Nico Lüdtke, Soziologische Revue, 36 (2013)
Besprochen in:

Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 64/10 (2012), Andreas Ziemann

Soziologie, Philosophie, Sozialpsychologie, Medienwissenschaft

Print 33,80 €

08/2010, 414 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-1473-2

Artikel-Nr.: 1473

-1473-2: Bertschi, Im Dazwischen

Topologie eines blinden Flecks der Soziologie

 

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E-Book 32,99 €

PDF-Download, 2,21 MB
03/2014, 414 Seiten
ISBN 978-3-8394-1473-6

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