Interview

... mit Lorenz Engell

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
»Medien denken« eröffnet – auf vielfältige Weise – Zugänge zu... >>>
... mit Lorenz Engell

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
»Medien denken« eröffnet – auf vielfältige Weise – Zugänge zu einer absoluten Schlüsselfrage der Gegenwart: Wie arbeiten Medien mit an allem, was wir wissen, glauben und denken? Ist unser Wissen, Glauben und Denken überhaupt noch Herr im eigenen Hause? Und wie können wir das, was wir wissen, glauben und denken, noch dazu benutzen, Medien zu verstehen?

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Es stellt verschiedene Möglichkeiten vor, Medien in ihren Funktionen und Leistungen philosophisch zu bestimmen – und, vor allem, umgekehrt. Es sucht, quer zu einzelnen Medien wie den physikalischen Medien, dem Geld, der Schrift, den Medien der Kunst, dem bewegten Bild, nach dem, was Medialität überhaupt ausmacht. Dadurch werden die Konturen eines gerade neu entstehenden Denkansatzes freigelegt – der Medienphilosophie.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Es handelt sich um eine Grundlagenthematik, die derzeit eigentlich in allen wissenschaftlichen Disziplinen diskutiert wird oder wenigstens implizit mitschwingt. Überall regt sich die Aufmerksamkeit für die Prozeduren und Instrumente, die bei der Hervorbringung des Wissens – auch des philosophischen – aktiv sind.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit allen, die eine solche Diskussion erstens zum gemeinsamen Weiterdenken nutzen, und zweitens als gute Unterhaltung auslegen würden, z.B. Joseph Vogl, Christiane Voss, Claus Pias, Gertrud Koch, Wolfgang Hagen.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Ohne Medien lässt sich gar nichts denken, was sich aber mit ihnen denken lässt, das wird hier erprobt. <<<


Lorenz Engell / Jiri Bystricky / Katerina Krtilova (Hg.)

Medien denken

Von der Bewegung des Begriffs zu bewegten Bildern

Dem begrifflichen Denken steht die Möglichkeit eines Denkens in Bildern gegenüber. Technische Bilder zu begreifen kann bedeuten, nicht nur über, sondern in und mit Bildern zu denken. Doch wie ändert sich die Theorie, wenn Medien und Technologien nicht nur als passive Träger und Mittel beschrieben werden, sondern als aktiv ›mitdenkende‹?
Dieser Band zeigt, wie Begriffe in Verbindung mit Medien in Bewegung geraten – sowohl Medienbegriffe als auch das begriffliche Denken als Medium. Die Beiträge – u.a. von Erich Hörl, Dieter Mersch, Lorenz Engell, tschechischen, slowakischen und britischen Autorinnen und Autoren – führen von einer Sinnverschiebung im Zuge des Denkens der Technik über Fragen der Bildlichkeit bis zur Analyse konkreter bewegter Bilder.


 

Lorenz Engell (Prof. Dr.) ist Direktor des Internationalen Kollegs für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie in Weimar. Seine Forschungsschwerpunkte sind Film und Fernsehen.
Jiri Bystricky (Dr. habil.) lehrt an der Universität Olomouc (CKMKS) und der Kunstakademie in Prag. 2002 gründete er das Institut für elektronische Kultur und Semiotik an der Karls-Universität Prag.
Katerina Krtilova (M.A.) ist Mitarbeiterin des Internationalen Kollegs für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie Weimar und promoviert zu Vilém Flussers Medienphilosophie.

Besprochen in:
GMK-Newsletter, 5 (2011)
IASLonline, 25.06.2011, Silke Benckendorff
Philosophischer Literaturanzeiger, 64/2 (2011)

Medienwissenschaft, Bildwissenschaft, Filmwissenschaft, Kulturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Philosophie

Print 17,80 €

10/2010, 164 Seiten, kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN 978-3-8376-1486-2

Artikel-Nr.: 1486

-1486-2: Engell et al. (Hg.), Medien denken

Von der Bewegung des Begriffs zu bewegten Bildern

 

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03/2014, 164 Seiten
ISBN 978-3-8394-1486-6

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