Interview

... mit Athanasios Karafillidis

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Weil es ein riskantes Buch ist. Es verzichtet auf lange Überblicksreferate und setzt... >>>
... mit Athanasios Karafillidis

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Weil es ein riskantes Buch ist. Es verzichtet auf lange Überblicksreferate und setzt stattdessen auf die möglichst stringente Entfaltung und Plausibilisierung einer bestimmten Argumentation.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Es stellt die Perspektive einer Formtheorie vor, die sich dadurch auszeichnet, dass sie sich ihren empirischen Zugang nicht erst noch bei der empirischen Sozialforschung besorgen muss; dass sie das Treffen, Kombinieren und Scheitern von Unterscheidungen als Gegenstand der Soziologie in den Mittelpunkt rückt; und dass sie eine Notation anbietet, die es ermöglicht, die Dynamik, Rekursivität, Verteiltheit, Iterabilität und das konstitutive Außen von Kommunikation zu modellieren.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Die Frage der Differenz beschäftigt die Sozial-, Kultur- und Kognitionswissenschaften seit jeher. Dieses Buch ist ein Versuch, die Möglichkeiten aufzuzeigen und die Konsequenzen durchzuspielen, die sich ergeben, wenn man das Problem der Unterscheidung an den Anfang stellt. Das ist vor allem – aber nicht nur – für jede Form von Differenzierungstheorie ein entscheidender Schritt, wie in dem Buch abschließend exemplarisch gezeigt wird.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Andrew Abbott, Harrison White, Italo Calvino, Heinz von Foerster, Gregory Bateson und Adi Shankara.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Die Soziologie rechnet, aber die Gesellschaft rechnet mit. <<<


Athanasios Karafillidis

Soziale Formen

Fortführung eines soziologischen Programms

Der Formbegriff gehört zum – wenn auch vernachlässigten – Traditionsbestand der Soziologie. Der Rückgriff der Systemtheorie auf einen Unterscheidungsbegriff der Form erlaubt es nun, diese Tradition auf eine tiefgreifende Art neu zu beleben. Aber was genau gewinnt die Soziologie, wenn sie diesem Begriff der Form theoretisch und methodisch konsequent die Führung überlässt? Sie gewinnt, wie Athanasios Karafillidis zeigt, eine genuin soziologische Methodologie, eine kommunikationstheoretische Fundierung und eine allgemeine Differenzierungstheorie von Kommunikationsformen, die nur noch Gesellschaft als soziales System voraussetzen muss.


 
Autorenbild Karafillidis, Athanasios

Athanasios Karafillidis (Dr. phil.) lehrt an der RWTH Aachen und forscht zu Organisation, Grenzen, Management, Netzwerken, System- und Formtheorie.

»Eine überzeugende Weiterentwicklung der Systemtheorie Luhmanns, die sie zu einer allgemeinen Theorie sozialer Formen abstrahiert und deren verschiedene Facetten zugleich synthetisiert.«
Gunnar Rettberg, socialnet.de, 13.12.2011
Besprochen in:

Sociologica Internationalis, 48/1 (2010), Stefan Meißner,

Soziologie, Medien- und Kommunikationswissenschaft, Sozialpsychologie, Kulturwissenschaft

Print 24,80 €

09/2010, 404 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-1560-9

Artikel-Nr.: 1560

-1560-9: Karafillidis, Soziale Formen

Fortführung eines soziologischen Programms

 

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E-Book 21,99 €

PDF-Download, 1,23 MB
03/2014, 404 Seiten
ISBN 978-3-8394-1560-3

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