Autoreninterview

... mit Erol Yildiz

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Das Buch versteht sich als Plädoyer für eine andere Sicht der Dinge und als Absage an das... >>>
... mit Erol Yildiz

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Das Buch versteht sich als Plädoyer für eine andere Sicht der Dinge und als Absage an das vorauseilende Misstrauen gegenüber Migration. Statt den Zerfall der Metropolen herbeizureden, plädiere ich für eine optimistische Sicht auf urbane Diversität, die ja gerade die Anziehungskraft der globalen Städte ausmacht.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Urbane Lebenswirklichkeiten werden aus der Perspektive und Erfahrung von Migration neu interpretiert. Stadtgeschichten sind immer auch Migrationsgeschichten.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in aktuellen Debatten in Wissenschaft und Gesellschaft zu?
Migrationsbedingte Diversität wird in der Wissenschaft immer noch als ein Sonderthema behandelt und in der Gesellschaft vor allem als Problem wahrgenommen, obwohl sie eine urbane Grunderfahrung darstellt und eine wichtige Ressource für Stadtentwicklung ist.

4. Welche besonderen Aspekte kann die wissenschaftliche Betrachtung in die öffentliche Diskussion einbringen?
Es geht darum, ein anderes Diversitätsbewusstsein im öffentlichen Diskurs zu erzeugen und zu zeigen, dass das urbane Zusammenleben eher pragmatisch orientiert ist.

5. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Richard Sennett.

6. Ihr Buch in einem Satz:
Wir leben mit Vielfalt und wir leben gut damit. <<<


Erol Yildiz

Die weltoffene Stadt

Wie Migration Globalisierung zum urbanen Alltag macht

Der Diskurs über Migration ist hierzulande geprägt von Debatten über religiösen Fundamentalismus, Abschottungen migrantischer Gruppen und Ghettobildungen. Erol Yildiz zeigt, dass die Realität der Migrationsgesellschaft weit darüber hinausgeht und unseren Alltag um die gelebte Erfahrung der Globalität bereichert. Urbane Orte »öffnen sich zur Welt«, wandeln sich zu vielfältigen Zentren für unterschiedliche Traditionen, Kulturen und Erfahrungen. Und dies wesentlich unter dem Einfluss von Migration. Dennoch wird der Beitrag von Migranten zur Entwicklung unserer Städte bisher kaum wahrgenommen. Statt den Zerfall der Metropolen herbeizureden, plädiert der kluge Essay daher für eine unverkrampfte Sicht auf urbane Diversität, die ja gerade die Anziehungskraft der globalen Städte ausmacht.


 
Autorenbild Yildiz, Erol

Erol Yildiz (Prof. Dr.) lehrt interkulturelle Bildung und Migration an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Seine Schwerpunkte sind Migrationsforschung, Interkulturelle Bildung und Urbanität.

Homepage:
Universität Innsbruck

»Ein engagierter Gegenentwurf zu Sarrazin & Co.«
Dieter Bach, www.lehrerbibliothek.de, 05.09.2013
»Ein gelungenes Buch.
Die Lektüre vermittelt durch die objektive Herangehensweise der Recherche Verständnis für die Lebenssituation von (Post-)Migranten.«
Annette Alberer-Leinen, BDS-Newsletter, 4 (2013)
Besprochen in:
IDA-NRW, 2 (2013)
www.via-bund.de, 6 (2013)
BZgA-InfoDienst Migration, 3 (2013)
Forum Wohnen und Stadtentwicklung, 7-9 (2013)
Stadt und Raum, 5 (2013)
Wiener Zeitung, 23.07.2013, Wolfgang Taus
Sehepunkte, 13/12 (2013), Claudia Christiane Gatzka
Fraunhofer IRB, 5 (2014)
bewegt, 1 (2016)

Soziologie, Erziehungswissenschaft, Kulturwissenschaft, Politikwissenschaft und die interessierte Öffentlichkeit

Print 24,80 €

05/2013, 206 Seiten, kart., zahlr. Abb.
ISBN 978-3-8376-1674-3

Artikel-Nr.: 1674

-1674-3: Yildiz, Die weltoffene Stadt

Wie Migration Globalisierung zum urbanen Alltag macht

 

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E-Book 21,99 €

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03/2014, 206 Seiten
ISBN 978-3-8394-1674-7

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