Autoreninterview

... mit Gernot Wolfram

1. An wen richtet sich Ihr Buch?
Das Buch »Kulturmanagement und europäische Kulturarbeit« richtet sich an Profis wie an Laien, die im Kulturbereich arbeiten und sich... >>>
... mit Gernot Wolfram

1. An wen richtet sich Ihr Buch?
Das Buch »Kulturmanagement und europäische Kulturarbeit« richtet sich an Profis wie an Laien, die im Kulturbereich arbeiten und sich europäisch bzw. international orientieren. Es leistet in gewisser Weise Pionierarbeit, da sich hier wichtige Vertreter aus Theorie und Praxis des Kulturmanagements gemeinsam der Frage nach einer entscheidenden Zukunftsperspektive widmen: Wie lässt sich innerhalb der Globalisierung Kultur so gestalten, dass sie nicht zu einer reinen Spielwiese ökonomischer Kosten-Nutzen-Rechnungen wird? Ich bin fest davon überzeugt, dass diese Frage im Moment viele Kulturinteressierte beschäftigt. Denen wollen wir hier eine fundierte theoretische wie praxisorientierte Grundlage bieten.

2. Welchen konkreten Nutzen hat der Leser/die Leserin?
Der Leser und die Leserin wissen nach der Lektüre des Buches mehr über die Chancen und Risiken von Kulturprojekten im europäischen und internationalen Raum. Zudem gibt es einen ausführlichen Serviceteil mit wichtigen Adressen und Ansprechpartnern, zum Beispiel wenn es um die Förderung von Kulturprojekten geht. Sehr nützlich sind auch die strategischen Ansätze: Was muss man im europäischen Raum beachten, um erfolgreich mit anderen Partnern zusammenzuarbeiten? Welche Rolle spielt regionale Kulturarbeit? Wie lässt sich mit dem Problem unterschiedlicher Sprachen und Kulturverständnisse umgehen? Es geht aber auch um die Frage: Warum ist es sinnvoll, sich nur national zu orientieren?

3. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch für die Praxis?
Hier spricht das Buch eine ganz wichtige neue Situation an. Fast alle Stiftungen und Kulturbetriebe sind mehr oder weniger von den Folgen der Globalisierung betroffen. Denken Sie nur an die vielen neuen Besuchergruppen, die heute Museen, Theater oder Festivals besuchen. Gerade kleinere Kulturinstitutionen schrecken hier häufig vor einer Auseinandersetzung mit dieser Entwicklung zurück. Die Strukturen werden oft als zu unübersichtlich und risikoreich empfunden. Das entspricht aber nicht den Tatsachen. Gerade im deutschsprachigen Raum gibt es so viele Möglichkeiten, Kulturinstitutionen mit internationalen Netzwerken zu verknüpfen – und dafür auch Förderungen zu erhalten. Die verschiedenen Beiträge des Buches, vor allem im Teil ›Praxis‹, bieten hier ganz konkrete Vorschläge an.

4. Wofür wollen Sie Ihre Leser/-innen sensibilisieren?
Häufig hört man immer noch den fatalistischen Satz: ›Für Kultur ist kein Geld da.‹ Ich würde sagen, das folgt einer nationalen Logik. Im europäischen Raum sehen wir mehr und mehr, wie viel Inspiration und Kraft, auch finanzielle Kraft, in Projekten liegt, an denen mehrere Länder beteiligt sind. Da passiert im Moment ein Aufbruch. Als Herausgeber wünsche ich mir, die Leser für diese Entwicklung begeistern zu können. Die europäische Idee lebt von kulturellen Innovationen, nicht von der Klage über ökonomische Krisen.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Eine wissenschaftlich fundierte, innovative und praxisorientierte Versammlung von Standpunkten, die eine lebendige und kraftvolle Kulturarbeit im nationalen wie internationalen Raum ermöglichen helfen. <<<


Gernot Wolfram (Hg.)

Kulturmanagement und Europäische Kulturarbeit

Tendenzen – Förderungen – Innovationen. Leitfaden für ein neues Praxisfeld

Internationalität und Vernetzung sind aktuelle Stichworte im Kulturmanagement. Projektförderungen durch die Europäische Union, durch Stiftungen sowie durch Unternehmen betonen zunehmend Begriffe wie »Mobilität«, »Flexibilität« und »Transkulturalität«.
Doch was bedeuten diese Anforderungen für die Theorie und Praxis des Kulturmanagements? Welche Kompetenzen müssen Kulturmanager_innen mitbringen, um auf dem internationalen und europäischen Markt erfolgreich zu sein? Welche Spielräume eröffnen sich für Kulturunternehmen?
Dieses Buch, das Beiträge aus Theorie und Praxis vereint, versteht sich als Orientierungshilfe und Handlungsleitfaden für die entstehende Praxis einer europäischen Kulturarbeit.
Mit Beiträgen u.a. von Patrick Föhl, Armin Klein, Birgit Mandel, Oliver Scheytt, Michael Schindhelm und Artemis Vakianis.


 
Autorenbild Wolfram, Gernot;(Hg.)

Gernot Wolfram (Dr. phil.) ist Professor für Medien- und Kulturmanagement an der MHMK Hochschule für Medien und Kommunikation Berlin sowie externer Professor für Kulturwissenschaften an der Fachhochschule Kufstein/Tirol. Er ist Fachexperte für Kulturarbeit und Interkulturelle Kommunikation im Team Europe der Europäischen Kommission in Deutschland.

Homepage:
www.fh-kufstein.ac.at

»Inhaltlich und konzeptionell wird [der Band] das Kulturmanagement in Forschung und Lehre befruchten können.«
Thomas Heinze, Gilzmer et al. (Hg.), 50 Jahre Elysée-Vertrag, 12 (2014)
»Das Buch zeigt vielfältig und praxisorientiert Möglichkeiten für Kulturinstitutionen auf, sich mit internationalen Netzwerken zu verknüpfen.«
Oliver Neumann, www.lehrerbibliothek.de, 25.11.2013


Besprochen in:

GMK-Newsletter, 1 (2013)
www.socialnet.de, 5 (2013), Peter Vermeulen
Mitteilungen, 1 (2015)

Studierende und Lehrende der Kommunikationswissenschaft, Kultursoziologie, Interkulturellen Kommunikation sowie Praktiker_innen aus Museums-, Kultur- und Eventmanagement

Print 29,80 €

11/2012, 248 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-1781-8

Artikel-Nr.: 1781

-1781-8: Wolfram (Hg.), Kulturmanagement und Europ.

Tendenzen – Förderungen – Innovationen. Leitfaden für ein neues Praxisfeld

 

Lieferzeit in der Regel 3-5 Werktage

 
 
 

E-Book 26,99 €

PDF-Download, 1,60 MB
03/2014, 248 Seiten
ISBN 978-3-8394-1781-2

Preise inkl. gesetzlicher MwSt.*

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