Interview

... mit Anna-Lena Wenzel

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Der Begriff der Grenzüberschreitung wird häufig verwendet, um künstlerische Praxen... >>>
... mit Anna-Lena Wenzel

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Der Begriff der Grenzüberschreitung wird häufig verwendet, um künstlerische Praxen zu beschreiben, die die Kunst in das Leben, in den Alltag oder in soziale und politische Felder überschreiten wollen. Das Buch beschreibt historische und zeitgenössische Beispiele dieser Grenzüberschreitungen und setzt dabei einen Fokus auf Grenzbewegungen zum Politisch-Gesellschaftlichen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Es denkt den Begriff der Grenzüberschreitung neu, indem es den Fokus nicht auf die Überschreitung der Grenze, sondern auf die permanente und unabschließbare Bewegung auf der Grenze und im Grenzraum legt. Dafür wird auf die poststrukturalistischen Ansätze von Foucault, Rancière und Deleuze/Guattari zurückgegriffen, die das Dazwischen denken und ein dichotomisches Denken von »Innen und Außen« auflösen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Das Buch greift kontrovers diskutierte Fragestellungen zur Veränderung von Grenzen, zu heutigen Möglichkeiten von Grenzüberschreitungen in der Kunst und zum Verhältnis von Kunst und Politik auf und führt sie mithilfe von poststrukturalistischen Ansätzen und aktuellen künstlerischen und kuratorischen Praxen zu einem neuen Konzept von Grenzbewegungen zusammen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit allen Experten und Nicht-Experten, die zum Thema arbeiten und sich damit beschäftigen.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Eine Untersuchung des Gebrauchs und der Bedeutung des Begriffs der Grenzüberschreitung in der Kunst. <<<


Anna-Lena Wenzel

Grenzüberschreitungen in der Gegenwartskunst

Ästhetische und philosophische Positionen

Der Begriff »Grenzüberschreitung« findet sich im Kunstkontext fast inflationär verwendet, um das Neue und Provokante von künstlerischen Arbeiten oder Ausstellungen zu betonen. Doch fehlt bis jetzt eine umfassende Untersuchung der Bedeutungen und Bewegungsrichtungen von Grenzüberschreitungen.
Anna-Lena Wenzel liefert mit diesem Buch eine Einführung in den Begriff der Grenzüberschreitungen in der Gegenwartskunst. Darüber hinaus entwickelt sie anhand philosophischer Konzepte und konkreter Beispiele aus dem Kunstfeld ein Verständnis von Grenzüberschreitungen, das sich von der herkömmlichen Vorstellung einer einmaligen Überschreitung der Grenze löst. In den Mittelpunkt rücken stattdessen die temporären Überschneidungen und Konfrontationen unterschiedlicher Felder und Bedeutungen: die unabschließbaren Grenzbewegungen in Grenzräumen.


 

Anna-Lena Wenzel (Dr. phil.) hat Kulturwissenschaften studiert und arbeitet als freiberufliche Kulturtheoretikerin und -schaffende.

»Wenzels Behandlung der Grenzüberschreitungen in der zeitgenössischen Kunst ist anregend, das heißt: vermittelt Fachwissen, ruft kunsthistorische Etappen in Erinnerung, provoziert in einigen Punkten Einwände und führt zu weiterreichenden Fragen.«
Thomas Hertel, Kulturation, 34/14 (2011)

Kulturwissenschaften, Bildwissenschaften, Kunst- und Kulturtheorie

Print 32,80 €

08/2011, 302 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-1810-5

Artikel-Nr.: 1810

-1810-5: Wenzel, Grenzüberschreitungen

Ästhetische und philosophische Positionen

 

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E-Book 31,99 €

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03/2014, 302 Seiten
ISBN 978-3-8394-1810-9

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