Autoreninterview

... mit Vera Vicenzotti

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Mein Buch ist nicht ein weiterer Vorschlag, wie man die Zwischenstadt zu planen habe. Vielmehr... >>>
... mit Vera Vicenzotti

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Mein Buch ist nicht ein weiterer Vorschlag, wie man die Zwischenstadt zu planen habe. Vielmehr liefert es als ideengeschichtlich fundierte Diskursanalyse Orientierungswissen. Das ist eine wichtige Ergänzung in der aktuellen Planungsdiskussion.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Es macht verständlich, dass sich die vielen unterschiedlichen oder sogar unvereinbaren Haltungen zur Zwischenstadt nicht ausschließlich persönlichen Interessen und Vorlieben verdanken, sondern ihre Wurzeln in unterschiedlichen Weltanschauungen haben und bestimmten kulturellen Mustern folgen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
In diesem Buch wird Zwischenstadt unter zwei neuen Aspekten thematisiert: Erstens ist es als Diskursanalyse angelegt und macht damit die kontroverse Debatte um die verstädterte Landschaft selbst zum Gegenstand. Zweitens eröffnet insbesondere die Analyse der metaphorischen Lesart »Wildnis« eine überraschende, pointierende und fruchtbare Perspektive auf das Phänomen der Zwischenstadt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit aufgeschlossenen und reflexionsdurstigen Praktikern der Landschaftsarchitektur, des Städtebaus sowie der Stadt- und Landschaftsplanung; mit Studenten, die um eine eigene Entwurfshaltung ringen; mit allen, die Freude am anspruchsvollen theoretischen Denken haben und die ernsthaft an einer Theoriebildung in der Landschaftsarchitektur interessiert sind, und mit allen, die überlegen, wie die Stadt und die Landschaft der Zukunft aussehen könnten oder sollten.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Das komplexe Phänomen der Zwischenstadt fordert unterschiedliche Lesarten geradezu heraus – diese werden aufgedeckt und gedeutet. <<<


Vera Vicenzotti

Der »Zwischenstadt«-Diskurs

Eine Analyse zwischen Wildnis, Kulturlandschaft und Stadt

Das Konzept der »Zwischenstadt«, wie Thomas Sieverts die verstädterte Landschaft oder verlandschaftete Stadt genannt hat, wird seit etwa 15 Jahren im deutschsprachigen Raum unter Planern und Architekten sehr kontrovers diskutiert.
Vera Vicenzotti unternimmt eine Neuordnung des Fachdiskurses über die Zwischenstadt, die die vorherrschende Oberflächlichkeit überwindet und drei Lesarten der Zwischenstadt – Stadt, Kulturlandschaft und Wildnis – ideengeschichtlich fundiert analysiert. Dabei werden ganz grundsätzliche Fragen nach unüberbrückbaren fachlichen Differenzen thematisiert, die ihre Wurzeln in unterschiedlichen Weltanschauungen haben.


 
Autorenbild Vicenzotti, Vera

Vera Vicenzotti (Dr.-Ing.) ist Humboldt-Stipendiatin an der Newcastle University, UK. Sie forscht zur Theorie und Ideengeschichte von Landschaft, Wildnis und Zwischenstadt.

»Die Arbeit von Vera Vicenzotti liefert mit ihrer idealtypischen Methode gute Ansätze für ein besseres Verständnis der im leider kaum mehr hörbaren Zwischenstadt-Diskurs vertretenen Positionen.«
Lars Bölling, Raumforschung Raumordnung, 4 (2012)
Besprochen in:

german-architects, 7.12.2011, Christian Holl
public, 6 (2012)
http://www.lai.ar.tum.de, 29.09.2014, Max Hansen

Landschaftsarchitektur, Städtebau, Stadtplanung, Kulturwissenschaft, Soziologie

Print 35,80 €

08/2011, 390 Seiten, kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN 978-3-8376-1829-7

Artikel-Nr.: 1829

-1829-7: Vicenzotti, Der »Zwischenstadt«-Diskurs

Eine Analyse zwischen Wildnis, Kulturlandschaft und Stadt

 

Lieferzeit in der Regel 3-5 Werktage

 
 
 

E-Book 34,99 €

PDF-Download, 2,87 MB
03/2014, 390 Seiten
ISBN 978-3-8394-1829-1

Preise inkl. gesetzlicher MwSt.*

Weitere Titel

Sehnsucht nach Natur Thomas Kirchhoff, Vera Vicenzotti,...
Sehnsucht nach Natur

Weitere Titel zum Thema

Stadt, Natur

Weitere Titel aus der Reihe

Urban Studies