Aus dem Medienecho

»Bohnenkamp hört man zu! Gerne und mit großem Erkenntnisgewinn.«
Silke Roesler-Keilholz, MEDIENwissenschaft, 1 (2013)

Interview

... mit Björn Bohnenkamp

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Generationen sind kein Nischenthema, schließlich lässt sich vermutlich jeder... >>>
... mit Björn Bohnenkamp

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Generationen sind kein Nischenthema, schließlich lässt sich vermutlich jeder Mensch einem der vielen Generationenetiketten zuordnen. Gerade darum ist es aber auch einmal notwendig, nicht nur darüber nachzudenken, in welcher Generation sich jeder einzelne befindet, sondern auch darüber, was es bedeutet, dass es so etwas wie Generationen gibt. Wie entsteht eigentlich ein öffentliches Bild von einer Generation? Darum geht es in meinem Buch.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Was in den Gender Studies selbstverständlich ist, soll auch in meinem Buch deutlich werden: Generationen sind keine naturgegebenen Größen, sondern werden gemacht. Kommunikation bestimmt, zum Beispiel durch bestimmte Bücher, Zeitschriften, Netzkultur – aber auch durch medienübergreifende öffentliche Diskurse –, welche Generationen uns als plausibel erscheinen und welche Generationenkonflikte wir wahrnehmen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Auch in der Forschung spielen Generationen in den letzten Jahren eine beherrschende Rolle: Ob in den Geschichts-, Kultur- oder Sozialwissenschaften, überall ist die Rede von Generationen. Mein Buch möchte innerhalb dieser Generation Studies die These vertiefen, dass Generationen kommunikativ erzeugt werden und ein paar Mechanismen diskutieren, auf welche Weise das geschieht.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit all den Journalisten und Buchautoren, die ständig neue Generationen (er)finden; mit all denen, die von sich behaupten, heldenhaften Generationen anzugehören und auf alle Nachkommenden verächtlich herabschauen – und mit all denen, die immer noch auf der Suche nach ihrer generationellen Heimat sind.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Generationen werden gemacht! <<<


Björn Bohnenkamp

Doing Generation

Zur Inszenierung von generationeller Gemeinschaft in deutschsprachigen Schriftmedien

Generation Golf, Generation Praktikum, 89er-Generation, Generation Ally, Generation Doof – überall ist die Rede von Generationen. Doch was steckt hinter diesen »Zeitmarken«? Björn Bohnenkamp zeigt, dass Generationen kein natürlicher Bestandteil unserer Gesellschaft sind, sondern immer wieder medial hervorgebracht werden. Anhand von aktuellen Beispielen aus Büchern, Zeitschriften und der Netzkultur zeichnet er nach, wie Generationen in Medien entstehen und durch Kommunikation populär ›gemacht‹ werden.


 
Autorenbild Bohnenkamp, Björn

Björn Bohnenkamp (Dr. phil.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Marketing Center Münster. Seine Forschungsschwerpunkte sind Generationendiskurse, Fernsehästhetik, Consumer Culture Theory und Medienmarketing.

»Entstanden ist ein zugleich intellektuell anspruchsvolles sowie verständliches Werk, welches für verschiedenste Disziplinen – Medien-, Kultur- und Literatur- ebenso wie Geschichtswissenschaft – eine anregende Lektüre liefert.
Bohnenkamp hört man zu! Gerne und mit großem Erkenntnisgewinn.«
Silke Roesler-Keilholz, MEDIENwissenschaft, 1 (2013)
»[Bohnenkamps Studie schließt] eine klaffende Forschungslücke im Bereich der Generation Studies.«
Jutta Weingarten, KULT_online, 30 (2012)
Besprochen in:
GMK-Newsletter, 1 (2012)
GERMANISTIK, 52/3-4 (2012)

Medien- und Kulturwissenschaft, Medienkulturforschung, Literaturwissenschaft, Soziologie, Marketing sowie die interessierte Öffentlichkeit

Print 33,80 €

11/2011, 316 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-1836-5

Artikel-Nr.: 1836

-1836-5: Bohnenkamp, Doing Generation

Zur Inszenierung von generationeller Gemeinschaft in deutschsprachigen Schriftmedien

 

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03/2014, 316 Seiten
ISBN 978-3-8394-1836-9

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