Politik des Essens

Wovon die Welt von morgen lebt

Nahrungskrisen, Hungerunruhen, ungerechter Welthandel, Lebensmittelskandale, Fastfood und Fettsucht – das Unbehagen in der globalen Esskultur wächst täglich und überall. Und immer mehr Menschen haben diese Verhältnisse offenbar satt. Harald Lemke beleuchtet zentrale Welt- und Selbstbezüge des Essens, die mit zeitgenössischen Fragen des Politischen in Verbindung stehen. Dabei zeigt er: Ob der Welthunger oder die Klimagerechtigkeit, ob der soziale Kampf um Ernährungssouveränität oder das Recht auf Städte aus Gemüsegärten – die Zukunft der Menschheit hängt ganz entscheidend vom gesellschaftlichen Umgang mit der Nahrungsfrage ab.

27,80 € *

2012-09-19, 344 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1845-7

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Harald Lemke

Harald Lemke, Internationales Forum Gastrosophie, Saalfelden am Steinernen Meer, Österreich

... mit Harald Lemke

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Das Buch handelt von den globalen Ernährungsverhältnissen. Kaum eine andere Macht verändert fortwährend die Welt so umfassend wie die allgegenwärtige Macht des Essens. Diese Weltmacht und deren politische Dimensionen beginnen wir erst allmählich zu ermessen. Deshalb: Die Welt braucht nichts dringender als gastrophilosophisches Wissen, um sich selbst besser zu verstehen und erst recht, um aus der Krise der Fastfood-Zivilisation herauszufinden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die notwendigen Verbesserungen der heutigen Ernährungsverhältnisse beginnen nicht nur beim Essen, sondern auch beim Denken. Zu einem solchen Umdenken regt das Buch an. Es fragt nach gesellschaftlichen Zusammenhängen und Handlungsoptionen einer zukünftigen Gastropolitik und zeigt konkrete Wege für die Praxis auf. Die größte Überraschung ist: Kein anderer Bereich unseres Lebens bietet so viel Veränderungspotenzial wie die menschliche Esskultur, um die Welt mit einfachen Mitteln zu verbessern.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Debatten in Forschung und Gesellschaft zu?

Immer noch klafft eine Diskrepanz zwischen der enormen gesellschaftlichen Bedeutung der Nahrungsfrage und ihrem geringen wissenschaftlichen Stellenwert: Obwohl in den Medien und im Alltag die facettenreichen Aspekte der globalen Ernährungskrise ein ständiges Thema sind, spiegelt sich diese Aktualität nur ansatzweise in der wissenschaftlichen Beschäftigung wider. Es ist höchste Zeit, dass Wissenschaft und Forschung der allgemeinen Relevanz der Thematik systematisch nachkommen.

4. Welche besonderen Aspekte kann die wissenschaftliche Betrachtung in die öffentliche Diskussion einbringen?

Bisher war es in der Philosophie üblich, die politische Welt des Essens zu missachten. Hingegen lässt sich die Gastrosophie darauf ein und stellt sich so einer zentralen Herausforderung der politischen Philosophie der Gegenwart. Ihr politischer Einsatz besteht darin, dem Glauben zu widersprechen, dass das Essen eine reine Privatsache sei. Kurz: Es geht darum, zu zeigen, dass sowohl die Politik und die Ökonomie als auch jeder Einzelne von uns am Politischen des Essens tagtäglich mitwirkt.

5. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Karl Marx, um ihm davon zu überzeugen, dass eine philosophische Analyse des ›Kapitals‹ eine gastrosophische Kritik des ›Essens‹ braucht. Aber auch mit allen, die glauben, Essen sei keine Welt verändernde Macht.

»Lemke lässt seine soziale Revolution bei dem existenziellen Bedürfnis des Essens beginnen, was den Vorzug hat, dass er ganz konkrete, für alle nachvollziehbare Veränderungsvorschläge für das Alltagsleben machen kann.«
Jan Achim Richter, Portal für Politikwissenschaft, 04.03.2013
»Dieses Buch ist wärmstens zu empfehlen!«
Birgit Peuker, Gen-ethischer Informationsdienst, 216 (2013)
»Sehr verständlich und gut lesbar geschrieben.«
Reinhild Khan, ekz bibliotheksservice, 28.01.2013
»Informativer, wichtiger Lesestoff.«
Kochen ohne Knochen, 10/1 (2013)
»Eine spannende und anregende Lektüre.«
Johanna Heim, Epikur – Journal für Gastrosophie, 1 (2013)
»Harald Lemkes Analyse zur ›Politik des Essens‹ fügt [in dem] Konzert der Konzepte und Utopien ein weiteres Instrument hinzu: Die philosophische und politische Gastrosophie. Damit verweist er auf die (alte und gleichzeitig neue, aktuelle, politische und ethische) Herausforderung, in individueller und globaler Verantwortung, ein ›gutes Leben‹ für alle Menschen zu ermöglichen.«
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 12.11.2012
Besprochen in:

Epikur – Journal für Gastrosophie, 2 (2012), Lothar Kolmer
fellbeisser.net, 10 (2012)
www.politcommerce.com, 11 (2012)
Kultur und Politik, 24 (2012), Thomas Gröbly
anima, 28/4 (2012)
OX-Fanzine, 106/1 (2013), H.C. Roth
www.naturmedi-aufkurs.com
www.globe-spotting.de, 4 (2013)
www.umweltjournal.de, 13.05.2013
Umwelt Briefe, 10 (2013)
Philosophie Magazin, 2 (2014)
Autor_in(nen)
Harald Lemke
Buchtitel
Politik des Essens Wovon die Welt von morgen lebt
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
344
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1845-7
DOI
10.14361/transcript.9783839418451
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFCV HPQ
BISAC-Code
SOC022000 PHI005000 PHI035000
THEMA-Code
JBCC4 QDTQ
Erscheinungsdatum
2012-09-19
Auflage
1
Themen
Ethik, Politik, Globalisierung, Zeitdiagnose, Esskultur
Adressaten
Philosophie, Kulturwissenschaft, Anthropologie, Sozial- und Politikwissenschaft, Gastrosophie sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Ernährung, Nahrung, Gerechtigkeit, Klima, Stadtleben, Welthunger, Nachhaltigkeit, Gastrosophie, Peter Singer, Politik, Ethik, Globalisierung, Esskultur, Konsumethik, Politische Philosophie, Philosophie

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung