Interview

... mit Hauke Haselhorst

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Es ist eines der Filmbücher, das den besprochenen Film und seine Mechanismen nicht aus den... >>>
... mit Hauke Haselhorst

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Es ist eines der Filmbücher, das den besprochenen Film und seine Mechanismen nicht aus den Augen verliert, während es über den Film spricht: In diesem Buch wird sich unmittelbar an der filmischen Erzählung und Inszenierung orientiert. Indem es Film als Sprache begreift, liefert es eine detailreiche Erklärung für einen der interessantesten Filme der späten neunziger Jahre, die von der emotionalen Wirkung auf den Zuschauer ausgeht. Ein innovativer Beitrag zur Analyse eines Werkes von David Lynch.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Das Buch zeigt die engen Relationen zwischen sprachlichen und filmischen Zeichen auf sowie die Universalität mythischer Grundstrukturen auch im Arthouse-Kino. Mit Bezug auf Phantastiktheorien werden Figuren analysiert und im Kontext mit moderner Kunst wird die subtile Inszenierungskunst von David Lynch illustriert. Schließlich liefert es im Zusammenhang mit Semiotiktheorien die tiefenpsychologische Erklärung für die verstörende Wirkung eines filmischen Vexierbildes eines brillanten Filmemachers.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
In der Erforschung medialen Erzählens zeigt das Thema die Darstellungsmodalitäten und die narrativen Differenzen zu literarischen Medien und liefert somit auch einen Beitrag zur Narrativitätsforschung im Allgemeinen und zum zeitgenössischen Kino im Speziellen. Die filmsemiotische Analyse visueller Teilsysteme, die auch die intertextuellen Beziehungen des Filmes zur modernen Kunst aufzeigt, durchleuchtet ein komplexes Werk und leistet somit einen Beitrag im Sinne einer individuellen Autorentheorie.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Am liebsten mit David Lynch.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Eine wissenschaftliche Erklärung für ein dunkel-emotionales Filmerlebnis. <<<


Hauke Haselhorst

Die ewige Nachtfahrt

Mythologische Archetypen und ihre Repräsentationen im Film »Lost Highway« von David Lynch

Auf der Spur des Unheimlichen: Im Ausgang von Ideen zum mythischen Erzählen analysiert Hauke Haselhorst den Film »Lost Highway« von David Lynch. Dabei wird die Filmstory mit den filmischen Mitteln verknüpft, wodurch einer der rätselhaftesten Filme der 1990er Jahre entschlüsselt wird. Eine Einführung in mythische Grundstrukturen und in die filmischen Mittel im Sinne der Filmsemiotik anhand populärer Filme von Spielberg, Hitchcock u.a. rundet die Darstellung ab. Der Band richtet sich nicht nur an Film- und Medienwissenschaftler, sondern bietet darüber zugleich jedem Filmliebhaber einen tieferen Einblick in die Funktionsweise von Filmen auf narrativer und inszenatorischer Ebene.


 
Autorenbild Haselhorst, Hauke

Hauke Haselhorst (Dr. phil. M.A.) unterrichtet Englisch, Latein und Literatur. Er forscht zu englischsprachiger Schauerliteratur sowie zu zeitgenössischen und historischen Filmen.

»Nicht nur für Lynchfans und Filmfreaks eine äußerst inspirierende Lektüre, die uneingeschränkt empfohlen werden kann, um den eigenen Interpretationsrahmen um einige Dimensionen zu erweitern.«
Jürgen Weber, www.literaturkritik.de, 10 (2013)
» Ein gut zu lesendes Buch, das nicht nur für Filmanalytiker, sondern auch David Lynch-Fans von Interesse sein dürfte.«
http://filmundbuch.wordpress.com, 04.08.2013

Filmwissenschaft, Medienwissenschaft, Literaturwissenschaft, Komparatistik, Amerikanistik, Anglistik sowie die interessierte Öffentlichkeit

Print 36,80 €

06/2013, 352 Seiten, kart., zahlr. farb. Abb.
ISBN 978-3-8376-2079-5

Artikel-Nr.: 2079

-2079-5: Haselhorst, Die ewige Nachtfahrt

Mythologische Archetypen und ihre Repräsentationen im Film »Lost Highway« von David Lynch

 

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