Punk in Deutschland

Sozial- und kulturwissenschaftliche Perspektiven

Über Punk wurde in den letzten 35 Jahren eine Menge geschrieben. Das inhaltliche Spektrum dieses Diskurses reicht von bürgerlich-kulturpessimistischer Bestürzung über zahlreiche Kondolenzbekundungen bis hin zu harschen Sellout-Kritiken. Vor diesem Hintergrund versammelt der Band eine Reihe von ›Beobachtungen zweiter Ordnung‹, die neben der substanzialistischen Beschreibung von Punk in Deutschland auch eine Kontextualisierung des Phänomens Punk in der bundesdeutschen Gesellschaft vornehmen.

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2013-11-18, 312 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2162-4

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Philipp Meinert

Philipp Meinert, wissenschaftlicher Mitarbeiter einer Bundestagsabgeordneten, Deutschland

Martin Seeliger

Martin Seeliger, Max Plack Institut für Gesellschaftsforschung Köln, Deutschland

... mit Martin Seeliger und Philipp Meinert

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil zur deutschen Punkszene fast keine sozial- und kulturwissenschaftlichen Forschungsergebnisse vorliegen. Dabei gibt es viele interessante Facetten über eine Subkultur, die einerseits allerspätestens durch den Verkauf von Ramones-Shirts bei Tchibo im Mainstream angekommen ist, aber andererseits nach wie vor über eine riesige aber fast unsichtbare Untergrundszene verfügt. Da kann unser Sammelband interessante Einblicke gewährleisten und somit wesentlich zur Schließung einer Lücke beitragen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Während andere (in aller Regel nichtwissenschaftliche) Veröffentlichungen über Punk oft auf einen sehr speziellen Aspekt abzielen, bietet die Anthologie die Möglichkeit, verschiedenste Aspekte einer sehr heterogenen und teilweise widersprüchlichen Szene widerzuspiegeln und damit einen breiteren Blick auf das Thema zu verschaffen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Da die Auseinandersetzung mit Punk in Deutschland auf der sozial- und kulturwissenschaftlichen Agenda praktisch nicht stattfindet, ergibt sich der Bezug des Buches zur aktuellen Forschungslandschaft aus der Eröffnung einer Diskussion, die angesichts der realen sozialen Bedeutung des Phänomens längst überfällig ist.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder, der kürzlich auf der Wahlparty seiner Partei aus der Toten Hosen-Rockhymne ›Tage wie diese‹ durch seine eigenwillige Interpretation einen Punkrocksong gemacht hat.

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Punk in Deutschland« vereint verschiedene Aspekte der deutschen Punkszene in 13 Beiträgen zu Musik, Politik, Geschichte und Kultur.

»Eine Sammlung von Rück- und Ausblicken, die sich zwischen Insideransichten und spannenden Neuentdeckungen bewegen.«
Peter Auge Lorenz, http://blogderjugendkulturen.wordpress.com, 08.08.2014
»Die Autoren, die fast alle einen konkreten Lebensbezug zur Punkszene haben, bieten dem interessierten Leser sozial- und kulturwissenschaftliche Einblicke in eine Szene, die noch lange nicht tot ist.«
Arthur Thömmes, www.lehrerbibliothek.de, 09.01.2014
Besprochen in:

http://literaturglobe.de, 06.01.2014, Maurice Schuhmann
TRUST, 164/1 (2014)
Contraste, 2 (2014)
Autor_in(nen)
Philipp Meinert / Martin Seeliger (Hg.)
Buchtitel
Punk in Deutschland Sozial- und kulturwissenschaftliche Perspektiven
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
312
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2162-4
DOI
10.14361/transcript.9783839421628
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC JFCA JFSP2
BISAC-Code
SOC022000 SOC026000
THEMA-Code
JBCC JBCC1 JBSP2
Erscheinungsdatum
2013-11-18
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Popkultur
Adressaten
Cultural Studies, Literaturwissenschaft, Sozialwissenschaft, Musikwissenschaft
Schlagworte
Punk, Cultural Studies, Deutsche Kultur, Popkultur, Gesellschaft, Jugend, Kultursoziologie, Kulturwissenschaft

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