Autoreninterview

... mit Michael Daxner

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Wir erfahren etwas über uns selbst – als Deutsche, Europäer, NATO-Verbündete,... >>>
... mit Michael Daxner

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Wir erfahren etwas über uns selbst – als Deutsche, Europäer, NATO-Verbündete, Demokraten, Angehörige von Bundeswehr-Soldaten und Soldatinnen in Auslandseinsätzen. Wofür sind wir verantwortlich, wofür haften wir, wenn Deutschland sich bei Interventionen engagiert?

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Unsere Forschung hilft, verborgene Texte und Botschaften zum Auslandseinsatz zu entschlüsseln – und daraus Schlussfolgerungen zu ziehen. Wir präzisieren ein Thema für den öffentlichen, den politischen Raum.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Wir stehen ziemlich weit vorne in der Verbindung von politischer Alltagserfahrung, Diskurstheorie und öffentlicher Debatte zu Krieg und Frieden. Es geht nicht so sehr um Medienkritik als um die verborgenen Botschaften politischer Diskurse.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit allen, die in der ersten Antwort genannt werden – und mit Afghanen und Afghaninnen. Das Buch soll die Kluft zwischen Experten und Laien schließen, wenn es um Auslandseinsätze der Bundeswehr geht.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Wir verändern uns zu Hause, während wir in der Ferne kämpfen. <<<


Michael Daxner / Hannah Neumann (Hg.)

Heimatdiskurs

Wie die Auslandseinsätze der Bundeswehr Deutschland verändern

Erst Kosovo, dann Afghanistan – deutsche Soldaten sind im Ausland stationiert, Deutschland ist wieder im Krieg. Die Einsätze verändern nicht nur die Rolle Deutschlands in der Weltpolitik, sondern vor allem die Wahrnehmung der Nation von sich selbst. Die Auseinandersetzung mit den Anderen – vor allem den Afghanen und Terroristen, aber auch mit den Heimkehrern, den Gefallenen und den Traumatisierten – ist immer auch eine Auseinandersetzung mit der eigenen Identität. Die Beiträge dieses Buches liefern eine beispielhafte Analyse des Heimatdiskurses in Deutschland zwischen 2000 und 2012.


 

Michael Daxner (Dr. phil.), Professor für Soziologie, Mitglied des SFB 700 (Governance in Räumen beschränkter Staatlichkeit), lehrt und forscht zu Intervention und Konflikt an der Freien Universität Berlin.
Hannah Neumann (MA), Medien- und Politikwissenschaftlerin, lehrt und forscht zu Kriegsberichterstattung und Konfliktsoziologie an der Freien Universität Berlin.

Homepage:
Michael Daxner: www.culturesofintervention.org
Michael Daxner: www.sfb-governance.de
Hannah Neumann: www.culturesofintervention.org

Besprochen in:
http://kritisch-lesen.de, 01.04.2014, Rita Werth
http://pw-portal.de, Jan Achim Richter, 06.05.2013
Wissenschaft und Frieden, 1 (2013)
Deutschlandfunk, »Andruck«, 07.01.2013, Martin Gerner

Soziologie, Politikwissenschaft, Diskursanalyse, Friedens- und Konfliktforschung, Medienwissenschaft

Print 32,80 €

11/2012, 340 Seiten, kart., zahlr. Abb.
ISBN 978-3-8376-2219-5

Artikel-Nr.: 2219

-2219-5: Daxner/Neumann (Hg.), Heimatdiskurs

Wie die Auslandseinsätze der Bundeswehr Deutschland verändern

 

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E-Book 31,99 €

PDF-Download, 3,12 MB
03/2014, 340 Seiten
ISBN 978-3-8394-2219-9

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