Autoreninterview

... mit Peter Weingart

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Nicht die Welt, aber eine bestimmte Leserschaft kann von diesem Buch gewinnen, insbesondere im... >>>
... mit Peter Weingart

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Nicht die Welt, aber eine bestimmte Leserschaft kann von diesem Buch gewinnen, insbesondere im Wissenschaftsmanagement und in der Wissenschaftspolitik. Bei diesen Adressaten besteht ein großer Bedarf nach fundierten Analysen, wie sie dieses Buch liefert.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Im Wissenschaftssystem finden seit geraumer Zeit dynamische Umbrüche statt. Die Beiträge des Sammelbandes nehmen die Vielzahl der Akteure in der Wissenschaftspolitik, die Wechselwirkungen zwischen ihnen und die Bedingungen, unter denen sie agieren (müssen), in den Blick. Damit werden die Konturen einer »Neuen Governance der Wissenschaft« skizziert.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Die Bedeutung des Themas wächst. Angesichts der vielfältigen Umstrukturierungen und Reformprozesse herrscht großer Orientierungsbedarf. Die hier versammelten Analysen liefern empirische Informationen über die effektiven und die unbeabsichtigten Folgen von Steuerungsstrategien und bieten damit die Möglichkeit ihrer Reflexion.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit den verantwortlich Handelnden in Wissenschaftspolitik und -verwaltung, deren Entscheidungen oft auf unbegründeten Annahmen und sorgsam gepflegten Mythen beruhen, aber auch den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die von diesen Entscheidungen betroffen sind.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Dieses Buch könnte einen grundlegenden Perspektivenwechsel in der Wissenschaftspolitik einleiten, denn es liefert den Akteuren des Wissenschaftsbetriebs fundierte Informationen aus einer Perspektive der kritischen Selbstbeobachtung. <<<


Edgar Grande / Dorothea Jansen / Otfried Jarren / Arie Rip / Uwe Schimank / Peter Weingart (Hg.)

Neue Governance der Wissenschaft

Reorganisation – externe Anforderungen – Medialisierung

Im Wissenschaftssystem finden tiefgreifende Umbruchprozesse statt, die insbesondere in einer weitreichenden Reorganisation der Hochschulen, wachsenden Erwartungen an Sichtbarkeit und Nützlichkeit sowie einer intensivierten Medialisierung der Wissenschaft zum Ausdruck kommen. In 13 Beiträgen, die auf umfangreichen empirischen Forschungen beruhen, behandelt das Buch Ursachen, Erscheinungsformen und Folgen dieses Transformationsprozesses. Es skizziert damit die Konturen einer neuen »Governance of Science« und liefert zugleich anschauliche Erklärungsmuster und griffige Handlungsansätze für Wissenschaftsmanagement und -politik.


 
Autorenbild Grande, Edgar;Jansen, Dorothea;Jarren, Otfried;Rip, Arie;Schimank, Uwe;Weingart, Peter;(Hg.)

Edgar Grande ist Professor für Vergleichende Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Dorothea Jansen ist Inhaberin des Lehrstuhls für Soziologie der Organisation an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer.
Otfried Jarren ist Prorektor für Geistes- und Sozialwissenschaften der Universität Zürich und Ordinarius für Publizistikwissenschaft am IPMZ - Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich.
Arie Rip ist em. Professor für Wissenschafts- und Technikphilosophie an der Universität Twente, Niederlande.
Uwe Schimank ist Professor für Soziologie an der Universität Bremen.
Peter Weingart ist em. Professor für Wissenschaftssoziologie an der Universität Bielefeld. Von 1993-2009 war er Direktor des Instituts für Wissenschafts- und Technikforschung (IWT) an der Universität Bielefeld.

Homepage:
pt-dlr-gsk.de/de/749.php

»Das Buch [ist] äußerst empfehlenswert, da es empirisch belegte Anhaltspunkte über den Wandel der Wissenschaft liefert und ausdrücklich zu weiterer Forschung einlädt.«
Stefan Müller, Portal für Politikwissenschaft, 12.03.2014
»[Es fällt] auf, dass durchgehend der praktische Bezug gesucht wird und direkte Anregungen für politische Entscheidungsträger [...] formuliert werden.«
Jutta Cohausz-Wagner, Wissenschaftsmanagement, 1/2 (2014)
»Die vom wissenschaftlichen Beiratkreis als Herausgeber vorgelegten (Zwischen-)Berichte und Bestandsaufnahmen zum [...] Forschungsprojekt Neue Governance der Wissenschaft fokussieren ihre Aufmerksamkeit auf die Problembereiche und Problemstellungen, die sich bei der Implementierung der Forschungsperspektiven ergeben: Komplexität – Turbulenzen – Macht – Internationalisierung – Ökonomisierung. Sie in den wissenschaftsimmanenten, gesellschaftspolitischen und lokal und global wirksamen Gegenwarts- und Zukunftsbezug gesetzt zu haben, sollte den Beiträgen im Sammelband die spezifische und öffentliche Aufmerksamkeit bescheren.«
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 24.12.2013
Besprochen in:

Informationsdienst Wissenschaft, 21.11.2013
GAIA, 3 (2014), Stefan Böschen

Soziologie, Wissenschaftsforschung, Kommunikations- und Medienwissenschaft, Politikwissenschaft, Verwaltungswissenschaft, Wissenschaftsmanagement und -politik

Print 32,80 €

10/2013, 374 Seiten, kart., zahlr. Abb.
ISBN 978-3-8376-2272-0

Artikel-Nr.: 2272

-2272-0: Grande et al. (Hg.), Neue Governance der

Reorganisation – externe Anforderungen – Medialisierung

 

Lieferzeit in der Regel 3-5 Werktage

 
 
 

E-Book 31,99 €

PDF-Download, 3,74 MB
03/2014, 374 Seiten
ISBN 978-3-8394-2272-4

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