Interview

... mit Robert Lorenz

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Die wissenschaftliche Gewerkschaftsliteratur ist schwer zu überblicken – angesichts der... >>>
... mit Robert Lorenz

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Die wissenschaftliche Gewerkschaftsliteratur ist schwer zu überblicken – angesichts der Fülle von Detailstudien versucht das Buch, dem Bedarf nach einer Synthese nachzukommen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Es ist doch merkwürdig: Mehrere Dekaden über ging es mit den deutschen Gewerkschaften bergab, obwohl es etliche Reformversuche gab; zugleich bewahrten sie sich stets einen Teil ihrer einstigen Stärke. Wie erklärt sich diese Ambivalenz? Das Buch ergründet die Ursachen für die jahrzehntelange Gewerkschaftskrise in Deutschland, beleuchtet die jüngsten Erfolge, aber auch nach wie vor bestehende Schwächen. Es zeigt, dass die Gewerkschaften an einem Wendepunkt stehen, jedoch Gefahr laufen, alte Fehler zu wiederholen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Gewerkschaften sind zwar nicht mehr so stark wie noch vor dreißig oder vierzig Jahren. Aber sie haben noch immer einen weitreichenden Einfluss auf das Leben der Bürger – und insbesondere in einer auseinanderstrebenden Gesellschaft verfügen sie über ein besonderes Integrationspotenzial. Ihr Zustand ist daher auch außerhalb der Organisation von Bedeutung.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Vielleicht mit Berthold Huber, dem IG-Metall-Vorsitzenden.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Ein Streifzug durch die Reformgeschichte der deutschen Gewerkschaften. <<<


Robert Lorenz

Gewerkschaftsdämmerung

Geschichte und Perspektiven deutscher Gewerkschaften

Gewerkschaften sind einflussreiche Akteure, die das Leben einer Vielzahl von Menschen mitbestimmen. Dennoch befinden sie sich seit längerer Zeit in der Krise. Die Mitglieder, die sie jährlich verlieren, könnten ganze Fußballstadien füllen.
Und dies, obwohl die Gewerkschaften in Deutschland zahlreiche Schwachstellen erkannt und etliche Reformen ergriffen haben – allerdings mit zum Teil schwerwiegenden Folgen. Denn viele Modernisierungsversuche riefen neue Probleme hervor, ohne die alten zu lösen.
Robert Lorenz fragt: Kann die »Gewerkschaftsdämmerung« der letzten Zeit noch in eine Renaissance umschlagen oder handelt es sich um ein anachronistisches Geschöpf einer vergangenen Epoche?


 
Autorenbild Lorenz, Robert

Robert Lorenz (Dr. disc. pol.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Demokratieforschung an der Universität Göttingen. Bei transcript erschien von ihm u.a. »Gewerkschaftsdämmerung. Geschichte und Perspektiven deutscher Gewerkschaften« (2013).

Homepage:
Robert Lorenz: Institut für Demokratieforschung

»Eine spannende Geschichte der deutschen Gewerkschaften.«
Björn Wagner, Portal für Politikwissenschaft, 09.07.2013
Besprochen in:

Archiv für Sozialgeschichte, 10 (2013), Wolfgang Jüttner
Mitbestimmung, 11 (2013), Matthias Helmer
spw, 5 (2015), Thilo Scholle

Politikwissenschaft, Soziologie, Geschichte sowie Gewerkschafter, Journalisten und die interessierte Öffentlichkeit

Print 29,80 €

02/2013, 308 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-2286-7

Artikel-Nr.: 2286

-2286-7: Lorenz, Gewerkschaftsdämmerung

Geschichte und Perspektiven deutscher Gewerkschaften

 

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E-Book 26,99 €

PDF-Download, 1,50 MB
03/2014, 308 Seiten
ISBN 978-3-8394-2286-1

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