Autoreninterview

... mit Orsolya Friedrich

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Es wird sich natürlich erst rückwirkend herausstellen, ob das der Fall ist.... >>>
... mit Orsolya Friedrich

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Es wird sich natürlich erst rückwirkend herausstellen, ob das der Fall ist. Grundsätzlich ist das Interesse an Fragen der Neurowissenschaft aktuell sehr groß und an Entwicklungsmöglichkeiten der Persönlichkeit seit der Antike vorhanden. Die Kombination dieser Bereiche könnte für viele relevant sein, wurde jedoch von der Fachliteratur bisher vernachlässigt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Das Buch zeigt, dass eine primär empirische Perspektive auf Persönlichkeit es erschwert, normative Fragen zu beantworten, die durch neurowissenschaftliche Entwicklungen auftreten.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Es zeigt sich in etlichen philosophisch-ethischen Debatten über die Entwicklungen der Neurowissenschaften und deren Eingriffe in das Gehirn immer mehr, dass eine Beschäftigung mit dem Begriff der Persönlichkeit für normative Fragen von großer Bedeutung ist. Für diese Auseinandersetzung liefert dieses Buch etliche Anregungen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Ludwik Fleck, Sarah Kane oder Juli Zeh vielleicht?

5. Ihr Buch in einem Satz:
Wie kann im Zeitalter der Neurowissenschaft Kierkegaards Aussage verwirklicht werden: ›Das Große ist nicht, daß einer dies oder jenes ist, sondern daß er es selbst ist.‹ <<<


Orsolya Friedrich

Persönlichkeit im Zeitalter der Neurowissenschaften

Eine kritische Analyse neurowissenschaftlicher Eingriffe in die Persönlichkeit

Welche Aspekte von Persönlichkeit können durch neurowissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden verändert werden? Und wie sind solche Veränderungen zu bewerten?
Orsolya Friedrich setzt erstmals unterschiedliche Auffassungen von Persönlichkeit in philosophischen und psychologisch-psychiatrischen Kontexten umfassend miteinander in Beziehung – mit dem Ziel, neurowissenschaftliche Methodik (wie etwa »Enhancement«) einer fundierten normativen Bewertung zu unterziehen. Ergänzend zur philosophischen Debatte werden in der Studie aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen des Komplexes Persönlichkeit/Neurowissenschaften skizziert.


 
Autorenbild Friedrich, Orsolya

Orsolya Friedrich (Dr. med. Dr. phil.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Homepage:
LMU München

»Friedrichs Arbeit ist sehr informativ und gut zu lesen. Hervorzuheben ist, dass sie den neurowissenschaftlichen Denkstil zwar kritisiert, jedoch nicht verdammt, sondern auf seine Beschränkungen und die damit verbundenen ethischen Folgen hinweist.«
Reinhard Heil, Technikfolgenabschätzung – Theorie und Praxis, 23/3 (2015)
»Friedrichs Gedankenführung ist stringent, differenziert.
Die Arbeit [dürfte] insbesondere für philosophisch interessierte Mediziner interessant sein.«
Thomas Damberger, www.socialnet.de, 14.11.2013

Philosophie, Ethik, Soziologie, Psychiatrie, Psychologie, Kulturwissenschaften sowie die an der neurowissenschaftlichen Debatte interessierte Öffentlichkeit

Print 29,80 €

08/2013, 262 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-2307-9

Artikel-Nr.: 2307

-2307-9: Friedrich, Persönlichkeit im Zeitalter

Eine kritische Analyse neurowissenschaftlicher Eingriffe in die Persönlichkeit

 

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E-Book 26,99 €

PDF-Download, 2,66 MB
03/2014, 262 Seiten
ISBN 978-3-8394-2307-3

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