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Autoreninterview

... mit Ulrike Sowodniok

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Wozu brauchen wir ein Buch über die Stimme, die wir doch in jedem Moment wahrnehmen... >>>
... mit Ulrike Sowodniok

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Wozu brauchen wir ein Buch über die Stimme, die wir doch in jedem Moment wahrnehmen können? Tatsache ist, dass wir die Gewohnheit haben, den Stimmklang zu übergehen. In diesem Buch wird ›Stimmklang‹ als interdisziplinärer Begriff geprägt und als subtiler hintergründiger Bedeutungsträger in seinem enormen Potenzial entschlüsselt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Eine anthropologische ›Kritik der Sinne‹ als ›auditive Wissenschaft‹ eröffnet eine reziproke Passage zwischen physiologischer und phänomenologischer Methodik. Vor diesem Hintergrund zeigt sich die aktuelle Frage nach einem Körperbegriff in Theorie und Praxis am ausführlichen Beispiel der ›Lichtenberger angewandten Stimmphysiologie‹. Stimmklang wird in seiner Eigenschaft als Bedeutungsträger bezogen auf den Willen zur Freiheit im Spiel der kulturellen Erfahrungsräume bis hin zur Sorge um sich.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Vor allem in den Feldern der ›Kulturen des Performativen‹, ›Historischen Anthropologie‹, ›Sound Studies‹, ›Phänomenologie der Sinne‹, ›Empathieforschung‹ und ›Stimmphysiologie‹ muss ›Stimmklang‹ als zentraler Begriff definiert werden. Das kontinuierliche Spektrum dieses Begriffs zwischen Körperlichkeit und abstrakter Bedeutungsebene sowie seine praktische alltägliche Verfügbarkeit machen ihn zu einem Grundlagenbegriff, der eigener Standardwerke bedarf.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Wenn Roland Barthes noch leben würde, hätte ich sehr gerne mit ihm diskutiert, ob der Begriff ›Stimmklang‹ als konsequente Weiterentwicklung von ›le Grain de la Voix‹ empfunden werden kann. In jedem Fall möchte ich das Buch interdisziplinär zwischen Physiologie, Phänomenologie und künstlerischen Ansätzen besprechen.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Wenn wir den Begriff ›Stimmklang‹ verstehen, eröffnen sich neue Dimensionen, menschliches Leben und Erleben zu betrachten und zu entfalten. <<<


Ulrike Sowodniok

Stimmklang und Freiheit

Zur auditiven Wissenschaft des Körpers

Die Stimme ist das Instrument, das uns den ganzen Tag zur Verfügung steht – Sprechen und Singen sind tief verwoben in unsere Alltagsgewohnheiten. In diesem Buch prägt Ulrike Sowodniok die körperlich-klangliche Spur der Stimme – den Stimmklang – als wissenschaftlichen Begriff. Mit dem Anspruch einer auditiven Wissenschaft, die auch die anderen Sinne mit einbezieht, verbindet sie ihre eigene Praxistheorie auf der Grundlage der »Lichtenberger angewandten Stimmphysiologie nach Gisela Rohmert« mit Fragestellungen der Kulturen des Performativen, Sound Studies, Psychologie, historischen Anthropologie u.a. Im Zentrum steht dabei die Selbstwahrnehmung der stimmlichen Freiheit und ihrer Vernetzungen.


 
Autorenbild Sowodniok, Ulrike

Ulrike Sowodniok (M.A.) lehrt angewandte Stimmanthropologie u.a. am Zentralinstitut für Weiterbildung der Universität der Künste Berlin. Als Sängerin und Stimmpädagogin forscht sie am Stimmklang in Theorie und Praxis, mit künstlerischen und wissenschaftlichen Methoden.

Homepage:
Ulrike Sowodniok

Stimmpädagogik, Gesangspädagogik, Sound Studies, Kulturwissenschaft, Theaterwissenschaft, Musikwissenschaft, Phoniatrie, Musiktherapie, Semiotik, Linguistik

Print 29,80 €

04/2013, 258 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-2317-8

Artikel-Nr.: 2317

-2317-8: Sowodniok, Stimmklang und Freiheit

Zur auditiven Wissenschaft des Körpers

 

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E-Book 26,99 €

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03/2014, 258 Seiten
ISBN 978-3-8394-2317-2

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