Autoreninterview

... mit Karin Hostettler und Sophie Vögele

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Es gibt wohl kaum Bücher, die die Welt nicht braucht – nur ist... >>>
... mit Karin Hostettler und Sophie Vögele

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Es gibt wohl kaum Bücher, die die Welt nicht braucht – nur ist es manchmal nicht der richtige Zeitpunkt für ein Buch. Wir hoffen, mit unserem Buch einen guten Zeitpunkt erwischt zu haben und damit Menschen zu erreichen, die sich auf eine kritische, (post-)koloniale Auseinandersetzung mit der europäischen Geschlechterordnung und den Gender Studies einlassen mögen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Das Buch hinterfragt, was oftmals unbemerkt bleibt. Beispielsweise das koloniale Vermächtnis in der Altenpflege, Imperialismus innerhalb Europas, Kolonialismus und Subversion in der Kunst, oder Rassismus in der Psychoanalyse und im Feminismus. Es beleuchtet die Rolle der Kritik, um ungestellte Fragen, um auch das Fragestellen selber in den Fokus zu rücken.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Die Debatten um die Verschränkung verschiedener sozialer und symbolischer Differenzachsen gewinnen an Bedeutung und sind hochaktuell. Unser Fokus auf die europäische Geschlechterordnung liefert dazu einen wichtigen Beitrag.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit feministischen und (post-)kolonial-interessierten Leser/-innen, die nach einer kritischen Lektüre des Buches nicht unbedingt mit uns einig sind.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Kritisch, feministisch, (post-)kolonial – und spannend! <<<


Karin Hostettler / Sophie Vögele (Hg.)

Diesseits der imperialen Geschlechterordnung

(Post-)koloniale Reflexionen über den Westen

Welche Konsequenzen hat die (post-)koloniale Kritik für die westlich geprägten Gender Studies? Wie sieht eine (post-)koloniale Intervention aus, die weiße Frauen und queere Individuen als westliche, hegemoniale Subjekte sichtbar macht, jedoch nicht ihre Abgrenzungen gegenüber Heteronormativität und patriarchalen Strukturen verdeckt?
Dieser Band versammelt Beiträge aus unterschiedlichen disziplinären Feldern und gibt einen breit gefächerten Einblick in Ansätze transformativer Kritik, die Geschlecht und Sexualität als westliche Konzeptionen aufdecken und herausfordern.


 

Karin Hostettler (lic. phil.) hat Theorien der Gender Studies an der Universität Basel gelehrt. 2012/2013 Forschungsaufenthalt an der Humboldt-Universität zu Berlin, seit 2013 wissenschaftliche Assistentin für Gender und Diversity an der Universität St. Gallen.
Sophie Vögele (lic. phil.) lehrt in Basel und ist Doktorandin der York University, Toronto.

»Der Band besticht [...] durch sorgfältig argumentierende Beiträge, die eine Übersetzung von postkolonialen Fragestellungen in einen ›diesseitigen‹ europäischen Kontext leisten und der aktuellen Geschlechterforschung damit bedeutsame Anstöße zu geben vermögen.«
Patricia Purtschert, Feministische Studien, 33/2 (2015)
»Der Band besticht [...] durch sorgfältig argumentierende Beiträge, die eine Übersetzung von postkolonialen Fragestellungen in einen ›diesseitigen‹ europäischen Kontext leisten und der aktuellen Geschlechterforschung damit bedeutsame Anstöße zu geben vermögen.«
Patricia Purtschert, Feministische Studien, 33/2 (2015)
»Das Buch ist für Studierende, Lehrende und Forschende unterschiedlicher Disziplinen als Ermutigung zur Neuperspektivierung von Forschungsfragen zu empfehlen. Die thematische Vielfalt zeigt auf, dass die Relevanz des Zusammenbringens von postkolonialer und kritischer Geschlechtertheorie nicht auf bestimmte Gegenstände beschränkt ist, sondern ein Anliegen jeder Wissensproduktion sein sollte.«
Eric Llaveria Caselles, Femina Politica, 2 (2015)
»Das Buch ist für Studierende, Lehrende und Forschende unterschiedlicher Disziplinen als Ermutigung zur Neuperspektivierung von Forschungsfragen zu empfehlen. Die thematische Vielfalt zeigt auf, dass die Relevanz des Zusammenbringens von postkolonialer und kritischer Geschlechtertheorie nicht auf bestimmte Gegenstände beschränkt ist, sondern ein Anliegen jeder Wissensproduktion sein sollte.«
Eric Llaveria Caselles, Femina Politica, 2 (2015)
»Als engagierter, deutschsprachiger Aufruf zur feministisch-postkolonialen Selbstreflexion über imperiale Geschlechterordnungen hat dieser Sammelband durchaus einen wichtigen Stellenwert.«
Ruth Streicher, PERIPHERIE, 136 (2014)
»Als engagierter, deutschsprachiger Aufruf zur feministisch-postkolonialen Selbstreflexion über imperiale Geschlechterordnungen hat dieser Sammelband durchaus einen wichtigen Stellenwert.«
Ruth Streicher, PERIPHERIE, 136 (2014)
»Die kritische Selbstbetrachtung bleibt nicht Nabelschau, sondern stellt wiederholt die Frage, ob auch kritische Gender Studies immer wieder zur Stärkung dominanter Paradigmen beitragen.«
WeiberDiwan, 2 (2014)
»Die kritische Selbstbetrachtung bleibt nicht Nabelschau, sondern stellt wiederholt die Frage, ob auch kritische Gender Studies immer wieder zur Stärkung dominanter Paradigmen beitragen.«
WeiberDiwan, 2 (2014)
»Analytisch scharfer Sammelband.«
Brigitte Theißl, an.schläge, 4 (2014)
»Analytisch scharfer Sammelband.«
Brigitte Theißl, an.schläge, 4 (2014)
Besprochen in:

GMK-Newsletter, 1 (2014)
Besprochen in:

GMK-Newsletter, 1 (2014)

Gender Studies, Philosophie, Ethnologie, Kulturwissenschaft, Soziologie, Literaturwissenschaft, Geschichtswissenschaft

Print 34,99 €

01/2014, 326 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-2343-7

Artikel-Nr.: 2343

-2343-7: Hostettler/Vögele (Hg.), Diesseits der imp.

(Post-)koloniale Reflexionen über den Westen

 

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03/2014, 326 Seiten
ISBN 978-3-8394-2343-1

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