Mörderinnen

Künstlerische und mediale Inszenierungen weiblicher Verbrechen

Weibliche Verbrechen werden nicht nur als Normverletzungen im ethischen, juristischen oder humanitären Sinne wahrgenommen – sondern auch und vor allem als Verstöße gegen Gendernormen. Welche Körperstereotype werden in diversen Medien und Gattungen mobilisiert oder kritisch befragt? Welche Vorstellungen von »richtigen« Geschlechterverhältnissen und Geschlechtsidentitäten kommen dabei ins Spiel?

Diese und andere Fragen werden in »Mörderinnen« von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Disziplinen an Repräsentationen von Mörderinnen in Film, Bild, Oper, Literatur und Massenmedien diskutiert und durch Beiträge des Autorenduos Peter Hiess/Christian Lunzer und des Kriminalisten & Autors Stephan Harbort bereichert.

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2013-11-14, 372 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2358-1

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Hyunseon Lee

Hyunseon Lee, Universität Siegen, Deutschland

Isabel Maurer Queipo

Isabel Maurer Queipo, Universität Siegen, Deutschland

... mit Hyunseon Lee und Isabel Maurer

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil hier ein gesellschaftlich höchst brisantes und ›junges‹ Thema, das des weiblichen Verbrechens, von Wissenschaftlern/-innen aus unterschiedlichsten Disziplinen diskutiert wird. Neben antiken, mythologischen und biblischen Modellen böser Frauen wie Salomé und Medea werden Mordfälle aus dem 18. Jahrhundert bis heute in den verschiedenen Medien und Künsten betrachtet. Zudem bereichern Beiträge des Autorenduos Peter Hiess/Christian Lunzer und des Kriminalisten & Autors Stephan Harbort die Lektüre.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch eröffnet neue Perspektiven in Hinsicht darauf, wie sich Geschlechterkonzepte in den Kriminalgenres – sowohl hochelaborierte Inszenierungsformen wie auch die der Popkultur – ausdrücken und lädt zu Reflexionen über die Ästhetisierung der kriminellen Frauen ein. Schriftsteller/-innen und Wissenschaftler/-innen aus den Kultur-, Literatur-, Medien- und Musikwissenschaften, der Kriminologie, der Philosophie und Soziologie eröffnen neue Einblicke in Hinsicht auf Repräsentationen von Mörderinnen in Bild, Film, Literatur, Drama, Oper und Massenmedien.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die einzelnen Beiträge analysieren kritisch stärker als bereits vorliegende Arbeiten zu audiovisuellen Inszenierungsformen von Gender die Frau nicht nur als Opfer, sondern als Täterin. Die wechselseitige Konstituierung von Geschlecht, Körper und Verbrechen und die soziokulturelle und mediale Inszenierung von mordenden Frauen werden auch in Relation zu entsprechenden Entwürfen des Männlichen untersucht. Das Buch ist somit eine Bereicherung für medien- und kulturwissenschaftlichen Genderforschung.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit aufgeweckten Feministinnen, Kriminalautoren/-innen und jungen und alten Männern.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das böse Buch ist ein ästhetisches intellektuelles Vergnügen, eine spannende und lehrreiche Lektüre für alle, die wissen wollen, warum männliche Gewalt selbstverständlich erscheint, weibliche Gewalt aber höchst skandalös und sexy.

Besprochen in:

http://antjeschrupp.com, 21.01.2014, Antje Schrupp
GMK-Newsletter, 1 (2014)
Krimi-Tipp, 60 (2014)
http://culturmag.de, 11 (2014)
GERMANISTIK, 55/3-4 (2014)
Autor_in(nen)
Hyunseon Lee / Isabel Maurer Queipo (Hg.)
Buchtitel
Mörderinnen Künstlerische und mediale Inszenierungen weiblicher Verbrechen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
372
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-2358-1
DOI
10.14361/transcript.9783839423585
Warengruppe
1726
BIC-Code
JFSJ JFFE
BISAC-Code
SOC032000 SOC051000
THEMA-Code
JBSF JBFK
Erscheinungsdatum
2013-11-14
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Gewalt
Adressaten
Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Soziologie, Gender Studies
Schlagworte
Mörderinnen, Medien, Gender, Körper, Inszenierung, Geschlechtsidentität, Normen, Geschlecht, Gewalt, Gender Studies, Kulturwissenschaft

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