Geomediale Fiktionen

Map Mashups – zur Renaissance der literarischen Kartographie in der digitalen Literatur

Nicht alles, was vermessbar ist, ist auch real. Bereits Galilei demonstrierte mit einer Vermessung der Hölle Dantes, dass man selbst literarische Räume kartieren kann. Diesem Vorbild folgen auch die Laienkartographen des 21. Jahrhunderts. Ihre »Map Mashups« führen eine Tradition fort, die seit der Antike Spuren in Literatur, Kartographie und wissenschaftlichen Diskursen hinterlassen hat. Mit diesen digitalen »Remediationen« sind literaturgeographische Fragen in der Internetforschung angekommen. Annika Richterichs Studie untersucht daher aus medien- und literaturwissenschaftlicher Sicht, wie (software-)technischer Fortschritt und habitualisierte Mediennutzung im Forschungsfeld der geomedialen Fiktionen zusammenspielen.

38,99 € *

2014-02-18, 488 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2405-2

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Annika Richterich

Annika Richterich, Maastricht University, The Netherlands

... mit Annika Richterich

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil es zeigt, warum selbst Fiktionen die Welt, vor allem ihre Geographie brauchen und wie sie diese in ihre Narrative integrieren. Vor allem macht es deutlich, wie dieser Zusammenhang von neuen Medien beeinflusst wird und damit Nutzungspraktiken definiert. ›Geomediale Fiktionen‹ führen uns in der Mikroperspektive vor Augen, dass digitale Medien vormals separate Forschungsbereiche miteinander verbinden, damit disziplinäre Grenzen in Frage stellen und Wissenschaft methodisch sowie theoretisch fordern.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es eröffnet den Blick auf interdisziplinäre Fragestellungen und Methoden, die sich aus der Überschneidung von literatur- und medienwissenschaftlichen sowie geographischen Gegenstandsbereichen ergeben. Technische Entwicklungsmöglichkeiten und gewohnheitsbedingte Nutzungserwartungen sind untrennbar miteinander verbunden. Davon ausgehend erschließt das Buch aktuelle Innovationsdynamiken und setzt dabei an den Erfahrungen der Nutzer/-innen selbst an. Trends wie eReader und Tablets werden empirisch und praxisorientiert erklärt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Methodisch macht es die Relevanz und Notwendigkeit empirischer, interdisziplinärer Ansätze in der Medienforschung deutlich. Thematisch stellt es heraus, wie komplexe Erwartungen und Gewohnheiten heutiger Nutzer mit den multimedialen Möglichkeiten digitaler Medien interagieren. Zudem schließt es eine Lücke in der literaturgeographischen Forschung, die sich bislang auf Printliteratur sowie digitale Analysetools konzentriert, aber digitale kartographische Fiktionen vernachlässigt hat.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Barbara Piatti und Franco Moretti, deren Arbeiten zur Literaturgeographie das Thema ›Geomediale Fiktionen‹ inspiriert haben.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Es zeigt am Beispiel eines geo-literarischen Genres, dass sich aus den Produktionsbedingungen digitaler Medien ergab, wie Nutzungsgewohnheiten und technische Möglichkeiten zusammenspielen.

Besprochen in:

DRadio Wissen, 04. Februar 2014
MEDIENwissenschaft, 1 (2015), Angela Krewani
GERMANISTIK, 55/3-4 (2014)
Autor_in(nen)
Annika Richterich
Buchtitel
Geomediale Fiktionen Map Mashups – zur Renaissance der literarischen Kartographie in der digitalen Literatur
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
488
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-2405-2
DOI
10.14361/transcript.9783839424056
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD DSB
BISAC-Code
SOC052000 LIT000000
THEMA-Code
JBCT1 DSB
Erscheinungsdatum
2014-02-18
Auflage
1
Themen
Raum, Internet, Literatur
Adressaten
Medienwissenschaft, Internetforschung, Literaturwissenschaft, Qualitative Sozial-/Medienforschung
Schlagworte
Neue Medien, Digitale Literatur, Map Mashups, Webkarten, Literaturkarten, Internetforschung, Empirische Medienforschung, Literaturgeographie, Neogeographie, Internet, Literatur, Raum, Digitale Medien, Allgemeine Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft

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