Autoreninterview

... mit den Herausgebern

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Wir erteilen dem Zwang zur Letztbegründung eine Absage, indem wir Kultur- und... >>>
... mit den Herausgebern

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Wir erteilen dem Zwang zur Letztbegründung eine Absage, indem wir Kultur- und sozialphilosophische Fragestellungen auf die Grundlagen menschlicher Kulturalität ausrichten. Der Sammelband nimmt sich der innovativen Ideengeber/-innen kultur- und sozialphilosophischer Theorien nicht nur an, um sie wissenschaftshistorisch zu rehabilitieren, sondern macht sie vor allem anknüpfungs- und diskursfähig für Fragen aktueller kulturwissenschaftlicher Forschungen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Alle Autoren/-innen betrachten Kultur- und Sozialphilosophie als eine Aufgabe, denn von einem fertigen Wissens- oder Theoriebestand, den man aus Lehrbüchern entnehmen könnte, kann trotz und wegen der ›cultural turns‹ nicht die Rede sein. Das heißt: Kultur- und Sozialphilosophie ist mehr Frage als Antwort, mehr Problemstellung als Lösungsangebot. Das ist beileibe kein Mangel. Diese produktive Offenheit begründet die neue Perspektive des Sammelbands.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Kultur muss als Materialisierung und Symbolisierung von Sinn verstanden werden. Kultur ist keine substantielle Lebensform, sondern eine funktionale ›Sinnform‹. Ist die Untersuchung von Kultur nicht die Aufgabe zeitgenössischer Kulturwissenschaften? Was haben die kultur- und sozialphilosophischen Innovationsfiguren damals bereits gewusst und erdacht, das heute von Wert sein könnte? Auf diese Fragen antworten die einzelnen Beiträge.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Am liebsten würden wir mit Moritz Lazarus, Georg Simmel, Ernst Cassirer, Charles S. Peirce, Alfred Schütz, Michael Landmann, Klaus Christian Köhnke und anderen über die einzelnen Beiträge streiten. Wir wollen vor allem aber Diskussionen in den aktuellen Kulturwissenschaften anstoßen.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Das Buch nimmt die Grundlagen klassischer Kultur- und Sozialphilosophie unter neuen Blickwinkeln auf und verdeutlicht ihren Mehrwert für aktuelle Forschungen. <<<


Arbeitskreis Kultur- und Sozialphilosophie (Hg.)

Der Begriff der Kultur

Kulturphilosophie als Aufgabe

Was ist eigentlich gemeint mit Kultur? Es liegt im Interesse der Kulturphilosophie, den Kulturbegriff zu klären und ihn als analytische Kategorie zu profilieren. Um den Begriff tragfähig definieren zu können, untersucht dieser Band den inneren Zusammenhang der unterschiedlichen Aspekte der Kulturalität des Menschen. Die Lebenswelt und die Lebensweisen werden dabei als gleichermaßen zur Kulturalität des Menschen gehörig und in ihrer wechselseitigen Abhängigkeit begriffen. Dies schafft die Grundlage für ein weites und gleichermaßen tiefes Verständnis des Menschen als kulturellem Wesen, das im disziplinübergreifenden Dialog weiter ausgebaut wird.


 

Der Arbeitskreis Kultur- und Sozialphilosophie ist seit 2010 am Leipziger Institut für Kulturwissenschaften aktiv und widmet sich der Verknüpfung von Kultur- und Sozialphilosophie. Bei der Herausgabe dieses Bandes waren beteiligt: Mathias Berek, Jörn Bohr, Sonja Engel, Anna Flocke, Monika Nachtwey, Clara Schneider, Michael Schramm, Philipp Seitz und Benjamin Stuck.

Homepage:
Arbeitskreis Kultur- und Sozialphilosophie

Besprochen in:

GMK-Newsletter, 11 (2013)
www.lehrerbibliothek.de, 01.09.2014, Oliver Neumann
Vier Viertel Kult, 11 (2014)

Philosophie, Soziologie, Semiotik, Anthropologie

Print 31,80 €

08/2013, 260 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-2414-4

Artikel-Nr.: 2414

-2414-4: AK Kultur- und S. (Hg.), Begriff der Kultur

Kulturphilosophie als Aufgabe

 

Lieferzeit in der Regel 3-5 Werktage

 
 
 

E-Book 30,99 €

PDF-Download, 6,99 MB
03/2014, 260 Seiten
ISBN 978-3-8394-2414-8

Preise inkl. gesetzlicher MwSt.*

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