Auszeichnung
Sandra Maria Geschke hat für ihre Arbeit den Fakultätspreis 2013 für die beste Dissertation der Fakultät für Humanwissenschaften der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg verliehen bekommen.

Autoreninterview

... mit Sandra Maria Geschke

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Weil die Frage, wie wir lebenswerte städtische Räume schaffen können, uns alle... >>>
... mit Sandra Maria Geschke

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Weil die Frage, wie wir lebenswerte städtische Räume schaffen können, uns alle angeht und das Buch darauf theoretisch und praktisch unterfütterte Antworten gibt, die Architekten, Stadtplaner, Kultur- und Bildungswissenschaftler, Unternehmer, Kulturschaffende, aber auch lokale Bildungsakteure inspirieren können. »Doing Urban Space« ist damit vor allem eine Einladung zur kundigen Wahrnehmung dessen, was im städtischen Raum vor sich geht und zum gezielten Stadtraumschaffen durch das eigene Tun.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Es eröffnet neue Sichtweisen auf das Verhältnis von Stadtraumbildung und menschlicher Entwicklung. Dabei zeigt sich, dass Menschen durch ihr Handeln Räume schaffen, die sich auf drei Raumtypen zurückführen lassen. Erst zusammen ermöglichen diese ein ganzheitliches Wohnen im städtischen Raum. »Doing Urban Space« zeigt, warum alle drei notwendig für eine umfassende menschliche Entfaltung sind und wie sie gezielt im Städtischen initiiert werden können. Wissenschaftstheoretisch treten dabei spannende Möglichkeiten einer Verbindung von Kultur- und Bildungswissenschaft zutage.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Das Thema ›Raumbildung‹ knüpft u.a. an aktuelle Fragen und Erkenntnisse der Raumsoziologie, Phänomenologie, Neurowissenschaft, Wirkungsästhetik und Anthropologie an. In »Doing Urban Space« werden diese vor dem Hintergrund der bildungs- und kulturwissenschaftlichen Frage nach den Prozessen menschlicher Entfaltung verknüpft und über narrative Medienfiguren in einen aufgabenorientierten Dialog gebracht. So kann das relationale Raumverständnis erweitert und Möglichkeiten der Sichtbarmachung von Raumbildungen über mediale Narrationen in den Forschungsdiskurs eingebracht werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Brian Massumi würde ich die politische Kraft von menschlicher Raumschaffung diskutieren und dabei den Stellenwert, den Narrationen neben der Unterstützung der individuellen Personwerdung auch für städtische Biographien haben können, thematisieren wollen. Mit Catherine Malabou wäre ein Gespräch über das Verhältnis von ganzheitlichem Wohnen und der Plastizität des Gehirns spannend.

5. Ihr Buch in einem Satz:
»Doing Urban Space« zeigt, dass und wie die Attraktivität von Städten mit der Ermöglichung eines ganzheitlichen Wohnens für den Menschen zusammenhängt.
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Sandra Maria Geschke

Doing Urban Space

Ganzheitliches Wohnen zwischen Raumbildung und Menschwerdung

Der Mensch ist die Summe seiner Räume: Welcher Zusammenhang besteht zwischen menschlichem Tätig-Sein und den daraus erwachsenen Räumen? Diese Relation zu verstehen ist Voraussetzung für das Schaffen und den Erhalt attraktiver Städte. Sandra Maria Geschke unterzieht jenes Verhältnis von Raumbildung und Menschwerdung einer transdisziplinären Betrachtung, überführt es in eine Topologie ganzheitlichen Wohnens und entschlüsselt es medienanalytisch über die Verknüpfung mit narrativen Figuren. Dabei zeigt sich, wie ein gelungenes »Doing (Urban) Space« erfolgen kann: konfigurativ zwischen Verwurzeln und Beflügeln. Ein Buch für alle, die die Entfaltungsprozesse von Städten und Menschen verstehen und stärken möchten.


 
Autorenbild Geschke, Sandra Maria

Sandra Maria Geschke (Dr. phil.) lehrt Kulturwissenschaft im Studiengang Cultural Engineering an der Universität Magdeburg. Sie erforscht narrative (Stadt-)Raumschaffung und objektbasierte Wirkungsästhetiken.

Homepage:
www.cultural-engineering.de

»Durch das Einbeziehen unterschiedlicher medialer Quellen aus Literatur, Film und Musik integriert [Geschke] in ihre Analyse die Bedeutung spezifischer Narrative und Diskurse für die Konstitution von Räumen. Diese Ausweitung nicht nur der Perspektive, sondern auch der Variabilität der Quellen ist eine Anregung nicht nur für soziologische, sondern für geistes- und sozialwissenschaftliche Raumforschung insgesamt.« Anna-Lisa Müller, Soziologische Revue, 38/2 (2015)
Besprochen in:

Planerin, 5 (2013)
http://erkenntnisethik.blogspot.de, 11 (2013), Detlef Zöllner
www.socialnet.de, 11.11.2013, Detlef Baum

Kulturwissenschaft, Bildungswissenschaft, Literaturwissenschaft, Soziologie, Philosophie sowie die an Stadtplanung und -gestaltung interessierte Öffentlichkeit

Print 33,80 €

07/2013, 360 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-2448-9

Artikel-Nr.: 2448

-2448-9: Geschke, Doing Urban Space

Ganzheitliches Wohnen zwischen Raumbildung und Menschwerdung

 

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E-Book 32,99 €

PDF-Download, 4,04 MB
03/2014, 360 Seiten
ISBN 978-3-8394-2448-3

Preise inkl. gesetzlicher MwSt.*

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