Interview

... mit Jörn Köppler

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Der über ein Gebäude geäußerte Satz ›Wie poetisch!‹ ist in unserer sehr auf funktionale Rationalität hin... >>>
... mit Jörn Köppler

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Der über ein Gebäude geäußerte Satz ›Wie poetisch!‹ ist in unserer sehr auf funktionale Rationalität hin orientierten Gegenwart zum einen immens wichtig zu nehmen, zum anderen jedoch paradoxerweise kaum mehr wirklich verständlich, beginnt man tiefer über ihn nachzudenken: Denn was genau ist dieses schwer zu fassende ›Mehr‹, welches manche als ›poetisch‹ bezeichnete Bauwerke auszustrahlen scheinen, ganz im Sinne Paul Valérys, dass einige wenige Häuser zu ›singen‹ und sich dadurch mit dem ›Geiste [zu] unterhalten‹ vermögen?

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Die Perspektive, in der Gestaltung und dem Entwurf von Architektur zunächst einmal von sich abzusehen, um das große Andere, die Wirklichkeit sprechen zu lassen, in welcher der Mensch sich über den Raum des Architektonischen, das Haus im ursprünglichsten Sinne also, einzufinden versucht.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Der mehr und mehr wahrnehmbare Richtungswechsel in der Architekturtheorie, hin zu einer Theorie des reflektierten Tuns, d.h. des tatsächlichen Entwerfens von Architektur; in diesen Wechsel der Blickweise sieht sich die vorliegende Arbeit eingeordnet.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit – wenn ich so sagen darf – der Gruppe von Denkern und Autoren, die im Buch zitiert werden, z.B. also mit Immanuel Kant, Thomas Bernhard, Peter Handke, Karel Capek, Joseph Beuys, Jürgen Habermas usf.

5. Ihr Buch in einem Satz:
›veritas est adaequatio rei et intellectus‹ – Wahrheit ist die Übereinstimmung des erkennenden Verstandes mit der Sache. (Thomas von Aquin). <<<


Jörn Köppler

Die Poetik des Bauens

Betrachtungen und Entwürfe

Man könnte es als poetischen Architekturgedanken bezeichnen, das fragile Sinnverhältnis des Menschen zur Wirklichkeit so zum Ausdruck zu bringen, dass dessen Werke – mit Adorno gesprochen – den »stummen Hinweis auf das, was schön sei«, suchten. Einem poetisch gedachten Bauen stehen dabei Begriffe nahe wie jene des Zuhörens oder der In-Werk-Setzung.
Jörn Köppler stellt vor dem Hintergrund der philosophischen Entwicklung des poetischen Denkens dar, wie sich in individuellen Werken die Konzeption eines poetisch aufgefassten Bauens entfaltete und welche Perspektiven sich daraus für die Architektur der Gegenwart ableiten ließen.


 

Jörn Köppler (Architekt Dr. Dipl.-Ing.) führt gemeinsam mit seiner Frau Annette Köppler-Türk das in Berlin und Potsdam ansässige Architekturbüro »Köppler Türk Architekten«. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Architektur der Moderne, ihr möglicher Bedeutungsgehalt und dessen Übertragung in eine bauliche Form.

Homepage:
Jörn Köppler: www.koeppler-tuerk.de

Besprochen in:
Huffington Post, 22.12.2016, Alexandra Hildebrandt

Architektur, Philosophie, Kunst- und Kulturwissenschaften sowie die interessierte Öffentlichkeit

Print 29,99 €

11/2016, 214 Seiten, kart., zahlr. Abb.
ISBN 978-3-8376-2540-0

Artikel-Nr.: 2540

-2540-0: Köppler, Die Poetik des Bauens

Betrachtungen und Entwürfe

 

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E-Book 26,99 €

PDF-Download, 18,30 MB
10/2016, 214 Seiten
ISBN 978-3-8394-2540-4

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