Autoreninterview

... mit Kai-Uwe Hemken

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Das Buch versammelt nicht nur eine Vielzahl von Positionen zum Thema, sondern verbindet... >>>
... mit Kai-Uwe Hemken

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Das Buch versammelt nicht nur eine Vielzahl von Positionen zum Thema, sondern verbindet verschiedene Disziplinen und Generationen miteinander. Kuratorische Theorie und Praxis, Kunstwissenschaft und -vermittlung, Philosophie und Szenografie sind als Positionen zu jeweils einem Themenkomplex präsent wie auch Vertreter der älteren wie jüngeren Generation, die zu dem identischen Problem in Vergangenheit und Zukunft ähnliche oder verschiedene Lösungsvorschläge aufzeigen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Die Änderung der Perspektive als erkenntnisbringende Erfahrung: Alle betroffenen Disziplinen im Ausstellungswesen wagen nur selten einen Blick in den anderen Denkkosmos. Das Buch soll zu diesem Perspektivwechsel motivieren und vielleicht das eigene disziplinäre Regelwerk des Denkens im Sinne einer kritischen Reflexion in Bewegung setzen. Das Kuratieren wird mit diesem Band als ein kultureller Grundbestandteil der Moderne begriffen, sodass viele heutzutage als exklusiv verstandene und neue Probleme letztlich schon bekannt sind.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Die kuratorische Theorie und Praxis, d.h. die Ausstellung bringt die Kunst, das Design, die museale wie universitäre Wissenschaft zum Konsens und Dissens zusammen, um gesellschaftliche Problemfelder zu erörtern. Dieses Streben ist bereits aus Projekten des 20. Jahrhunderts bekannt, doch in Vergessenheit geraten.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit allen Betroffenen!

5. Ihr Buch in einem Satz:
Es soll der kuratorischen Theorie und Praxis dienlich sein! <<<


Kai-Uwe Hemken (Hg.)

Kritische Szenografie

Die Kunstausstellung im 21. Jahrhundert (in Zusammenarbeit mit Ute Famulla, Simon Großpietsch und Linda-Josephine Knop)

»Neues Ausstellen« oder »New Museology« lauten die Bezeichnungen für eine interdisziplinäre Diskussion, die die Kunstausstellung, das Museum und die kuratorische Praxis kritisch beleuchten. Jedoch: Angesichts der Publikationen, Tagungen oder neuen universitären Studiengänge lässt sich beobachten, dass die beteiligten Disziplinen eher in den Grenzen des eigenen Faches verbleiben und die Theorie von der Praxis und die Geschichte von der Gegenwart getrennt sind. Dieser Band versammelt die verschiedenen Sichtweisen und liefert damit grenzüberschreitende Impulse.


 

Kai-Uwe Hemken (Prof. Dr. phil.) lehrt Kunstwissenschaft an der Kunsthochschule Kassel. Kuratorisch tätig war er u.a. am Sprengel Museum Hannover, K20 Düsseldorf, Kunsthalle Erfurt, Neues Museum Weimar, Stedelijk van Abbemuseum Eindhoven.

Homepage:
www.kritische-szenografie.de

»Dem Charakter eines Handbuchs entspricht die Publikation vor allem da, wo grundlegende Überlegungen zu Begrifflichkeiten wie Authentizität oder Inszenierung geltend gemacht werden.«
Astrid Hackel, www.theaterforschung.de, 30.11.2015
Besprochen in:

Standbein Spielbein, 101 (2015)

Kunstwissenschaft, Kulturgeschichte, Kunstpädagogik, Museologie sowie Praktiker_innen im Bereich Ausstellungsdesign und Kulturmanagement

Print 39,99 €

01/2015, 468 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-2569-1

Artikel-Nr.: 2569

-2569-1: Hemken (Hg.), Kritische Szenografie

Die Kunstausstellung im 21. Jahrhundert (in Zusammenarbeit mit Ute Famulla, Simon Großpietsch und Linda-Josephine Knop)

 

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E-Book 39,99 €

PDF-Download, 19,60 MB
01/2015, 468 Seiten
ISBN 978-3-8394-2569-5

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