Autoreninterview

... mit Anne Ulrich

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Die Rhetorik bildet in der Fernsehforschung eine Leerstelle. Wir fragen aus einer... >>>
... mit Anne Ulrich

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Die Rhetorik bildet in der Fernsehforschung eine Leerstelle. Wir fragen aus einer rhetoriktheoretischen Perspektive nach der Rolle, die das Medium Fernsehen in kommunikativen Überzeugungsprozessen spielt. Dabei gehen wir davon aus, dass Medienspezifika wie z.B. Liveness, Serialität, Alltäglichkeit oder Audiovisualität die Rhetorizität des Fernsehens entscheidend vorprägen. Im Buch beleuchten wir die verschiedenen medienspezifischen Dimensionen dieser Rhetorizität.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Die Rhetorik des Fernsehens ist mit dem hier gewählten Ansatz ganz neu. Das Buch zieht Begriffe und Konzepte zum Fernsehen aus unterschiedlichen Disziplinen wie der Medien-, Kommunikations-, Bildwissenschaft oder Philosophie heran, um diese erstmals rhetoriktheoretisch zu interpretieren und für den Entwurf einer Medienrhetorik des Fernsehens fruchtbar zu machen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Die Fernsehforschung beschäftigt sich vor allem mit der gegenwärtigen Transformation des Mediums. Oft wird der Blick dabei nur auf die neuen Erscheinungsformen des Fernsehens gerichtet. Indem wir uns darauf konzentrieren, nach dem rhetorischen Potential des Mediums zu fragen, können wir auch einige Kontinuitäten aufzeigen, die das Fernsehen trotz aller Wandlungs- und Ausdifferenzierungsprozesse ausmachen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Natürlich mit Medien-, Kommunikations- und Fernsehwissenschaftler/innen - und mit allen anderen, die neugierig auf unseren medienrhetorischen Ansatz sind.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Eine erste Vermessung der rhetorischen Dimensionen des Mediums Fernsehen. <<<


Anne Ulrich / Joachim Knape

Medienrhetorik des Fernsehens

Begriffe und Konzepte

Wodurch überzeugt das Fernsehen? Was ist sein kommunikatives Potential? Dieser Band wirft einen völlig neuen, rhetoriktheoretischen Blick auf das Medium Fernsehen, der nicht nach der Überzeugungskraft einzelner Sendungen oder Institutionen fragt, sondern nach der kommunikativen Struktur des Mediums. Die Rhetoriker Joachim Knape und Anne Ulrich greifen dafür zentrale Konzepte aus der »Fernsehwissenschaft« heraus, diskutieren diese aus rhetorischer Perspektive und entwerfen ein Leistungsprofil des Mediums, das es erlaubt, erfolgversprechende Darstellungs- und Präsentationstechniken im Fernsehen zu bestimmen. Dies ermöglicht eine Neukonzeption des Mediums und gleichzeitig einen Überblick über die zentralen theoretischen Begriffe zum Fernsehen.


 

Anne Ulrich (Dr. phil.) lehrt Rhetorik an der Universität Tübingen.
Joachim Knape (Prof. Dr.) ist Rhetorikprofessor an der Universität Tübingen.
Ihre Forschungen beschäftigen sich mit Schnittstellen von Rhetorik, Text-, Medien- und Kommunikationswissenschaft u.a. am Beispiel des Fernsehens, der Visualität, der Massenpublizistik und dem Begriff der Wirkung.

Homepage:
Knape
Ulrich

»Für Studierende der Medienwissenschaft kann dieser Band als guter Einstieg in eine Beschäftigung mit dem Fernsehen dienen.«
Lothar Mikos, tv diskurs, 20/3 (2016)
Besprochen in:

GMK-Newsletter, 2 (2015)
www.hhprinzler.de, 3 (2015), Hans Helmut Prinzler

Medienwissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft, Rhetorik

Print 29,99 €

12/2014, 286 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-2587-5

Artikel-Nr.: 2587

-2587-5: Ulrich/Knape, Medienrhetorik des Fernsehens

Begriffe und Konzepte

 

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E-Book 26,99 €

PDF-Download, 1,80 MB
12/2014, 286 Seiten
ISBN 978-3-8394-2587-9

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