Autoreninterview

... mit Peter Schlögl

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Wenn man 2500 Jahre Geistesgeschichte nicht selbst nach Anknüpfungspunkten zum... >>>
... mit Peter Schlögl

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Wenn man 2500 Jahre Geistesgeschichte nicht selbst nach Anknüpfungspunkten zum lebenslangen Lernen durchforsten will, könnte es ein effektiver und effizienter Weg sein, dieses Buch, das immerhin über 300 wissenschaftliche, philosophische und literarische Werke heranzieht, zur Hand zu nehmen. Die Arbeit, die verschiedene Perspektiven auf das Thema freilegt, gibt Anlass und Anstoß für weiteres Nachdenken.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Lernen wird allzu rasch mit einem Aneignungsprozess in Verbindung gebracht. Hier wird nicht das mühselige Lernen, die Last betont, sondern Lernen als eine Metapher für ein progressives Gesellschaftsbild illustriert.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Im deutschsprachigen Diskurs lässt der verschwommene Bildungsbegriff, der konservative und fortschrittliche Sichtweisen aufnimmt, die Dimension des Politischen randständig werden. Die Politik zur Steuerung des Lernens muss aber reflexiv auf sich gewendet werden. Dies scheint aber eher ›von Außen‹ zu gelingen, als durch den erziehungswissenschaftlichen Diskurs selbst.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Karl Marx, Henry Thoreau, Alfred Adler, Richard Rorty, Anna Siemsen, Hannah Arendt, Hans Blumenberg … mit manchen von diesen habe ich das im Buch selbst auch schon versucht.

5. Ihr Buch in einem Satz:
›Daseinsmetaphorik als Politik‹ und ›Scheitern als Erfolg‹ heben viele Gedanken und Gedankenlinien des Buchs in sich auf. <<<


Peter Schlögl

Ästhetik der Unabgeschlossenheit

Das Subjekt des lebenslangen Lernens

Der Programmatik des lebenslangen Lernens ist ein Subjektverständnis eingeschrieben, welches das Denken an aufklärerische Wurzeln zurückführt – und zwar im Sinne einer durch Menschen verantworteten und allein auf menschliche Vernunft begründeten Selbststeuerung. Peter Schlögl zeigt: Dieser andauernde Auftrag gewollter Unabgeschlossenheit an jeden Einzelnen kann als Daseinsmetaphorik gelesen werden – mit dem Ziel anhaltender Verwirklichung geschichtlicher Vernunft.


 

Peter Schlögl (Mag. Dr. phil.) ist geschäftsführender Leiter des Österreichischen Instituts für Berufsbildungsforschung. Er forscht und lehrt zu den Schwerpunkten Bildungspolitik, Bildungswegentscheidungen und professionelle Beratungsdienste.

Homepage:
www.oeibf.at

»Das Buch sei all jenen Leserinnen und Lesern empfohlen, die sich mit Grundfragen der Erwachsenenbildung im Rahmen des lebenslangen Lernens beschäftigen und denen eine Weiterentwicklung des Konzeptes des lebenslangen Lernens im Sinne eines der Aufklärung verpflichteten, offenen Projektes Bedürfnis und Anliegen ist.«
Elke Gruber, Zeitschrift für Weiterbildung, 3 (2015)
Besprochen in:

Forum Wohnen und Stadtentwicklung, 3 (2014)
Die Österreichische Volkshochschule, 252/2 (2014), Werner Lenz

Erziehungswissenschaft, Philosophie, Bildungstheorie

Print 29,99 €

02/2014, 236 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-2643-8

Artikel-Nr.: 2643

-2643-8: Schlögl, Ästhetik der Unabgeschlossenheit

Das Subjekt des lebenslangen Lernens

 

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E-Book 26,99 €

PDF-Download, 0,85 MB
06/2014, 236 Seiten
ISBN 978-3-8394-2643-2

Preise inkl. gesetzlicher MwSt.*

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