Video:
Konferenz 2014

O-Ton:
Interview mit Heike Mauer and Julia Maria Zimmermann über die Fallstudien »Räume der Un-/Sittlichkeit« und »GenderRäume«, Radio 100,7 (broadcast "Dossier vum dag"), 13/08/14 (mp3).

Ebenfalls erschienen:
http://www.transcript-verlag.de/media/image/thumbnail/9783837614480_216x1000.jpg Doing Identity in Luxemburg

 

http://www.transcript-verlag.de/media/image/thumbnail/9783837616675_216x1000.jpg Doing Identity in Luxembourg

 

Autoreninterview

... mit den Herausgebern

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Auch in der Wissenschaft werden Räume und Identitäten oft noch als gegebene und fixe... >>>
... mit den Herausgebern

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Auch in der Wissenschaft werden Räume und Identitäten oft noch als gegebene und fixe Elemente unterstellt. Die Buchbeiträge dagegen zeigen auf theoretischer und empirischer Ebene, wie Räume und Identitäten konsequent als soziale Prozesse gedacht und untersucht werden können. Grenzregionen bilden dafür besonders geeignete Reflexionskontexte und sind nur selten Gegenstand von interdisziplinären Ansätzen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Die eng verzahnten Buchkapitel sind in einem internationalen Kontext entstanden, geprägt von unterschiedlichen Sprachen, Wissenschaftskulturen und Denkstilen. Diese Diversität war zugleich Inspirationsquelle für den gemeinsamen Ansatz mit seinen drei Schwerpunkten: institutionelle, mediale und alltagskulturelle Praktiken als Kristallisationspunkte von Räumen und Identitäten. Bemerkenswert hierbei ist der seltene Versuch, soziale und territoriale Dimensionen von Räumen und Identitäten zusammenzudenken und diese gleichermaßen empirisch zu bestimmen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Besonders aufgrund seines interdisziplinären Charakters reagiert das Buch auf aktuelle Zugänge in den Humanwissenschaften, die als ›Doing Space‹, ›Doing Identity‹, ›Practice Turn‹ oder ›Governmentality Studies‹ bezeichnet werden. Ihre Kombination mit Grenzregionen als Untersuchungskontexte und -gegenstände knüpft aber an eine erst jüngere Entwicklung in den ›Border Studies‹ an. Damit leistet das Buch einen theoretisch und empirisch fundierten Beitrag auf dem Gebiet der sozialkonstruktivistischen ›Border Studies‹ bzw. Raum- und Identitätsforschung.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
So wie generell immer mehr Wissenschaftler/-innen an den Rändern von Disziplinen arbeiten, steht auch dieses Buch im Schnittfeld verschiedener sozial- und kulturwissenschaftlicher Disziplinen. In Anbetracht der verwendeten Konzepte und genutzten Zugänge wäre ein Austausch mit Kolleg/-innen reizvoll, die sich im raumsoziologischen, sozial- und kulturgeographischen, praxeologischen sowie gouvernementalitätstheoretischen Feld verorten.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Ein neuer Blick auf vertrautes Terrain, der Räume, Grenzen und Identitäten in einen Zusammenhang stellt und die soziale Praxis zu einer Schlüsselkategorie macht. <<<


Christian Wille / Rachel Reckinger / Sonja Kmec / Markus Hesse (Hg.)

Räume und Identitäten in Grenzregionen

Politiken – Medien – Subjekte

Die Raum- und Identitätsforschung arbeitet mit Unterscheidungen und Relationen. Diese sind als heuristische Instrumente besonders in Grenzregionen gewinnbringend, wenn soziale und geopolitische Markierungen auseinanderfallen.
Die Beiträge des Bandes setzen hier an. Anhand empirischer Erhebungen in Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg untersuchen sie Raum- und Identitätskonstruktionen in grenzüberschreitenden Bezügen, wie sie sich in alltäglichen, institutionellen und medialen Praktiken manifestieren. Die Ergebnisse werden mit sensiblem Blick für quer liegende Räume und Identitäten diskutiert und an gouvernementale Fragen der Normierung und Subjektivierung rückgebunden.


 
Autorenbild Wille, Christian;Reckinger, Rachel;Kmec, Sonja;Hesse, Markus;(Hg.)

Christian Wille (Dr.), Sozial- und Kulturwissenschaftler, ist wissenschaftlicher Projektkoordinator an der Universität Luxemburg.
Rachel Reckinger (Dr.), Soziologin, ist wissenschaftliche Projektkoordinatorin an der Universität Luxemburg.
Sonja Kmec (Prof. Dr.) lehrt Geschichte und Kulturwissenschaften an der Universität Luxemburg.
Markus Hesse (Prof. Dr.), Geograph und Raumplaner, ist Professor für Stadtforschung an der Universität Luxemburg.

Homepage:
www.wille.lu
Reckinger
Kmec
Hesse

»Ausgesprochen anregend und abwechslungsreich. Wer Anregungen sucht, was alltägliche Regionalisierung im Werlenschen Sinne konkret bedeutet, der bekommt hier reichhaltige Antworten. Wer sich für das Konzept der Grenze in seinem Facettenreichtum und in seiner konzeptionellen Tiefe interessiert, auch dem sei das Buch empfohlen.«
Tobias Chilla, Raumforschung Raumordnung, 74 (2016)
»Die Lektüre ist ausgesprochen anregend und abwechslungsreich. Wer Anregungen sucht, was alltägliche Regionalisierung im Werlenschen Sinne konkret bedeutet, der bekommt hier reichhaltige Antworten. Wer sich für das Konzept der Grenze in seinem Facettenreichtum und in seiner konzeptionellen Tiefe interessiert, auch dem sei das Buch empfohlen.«
Tobias Chilla, Raumforschung Raumordnung, 22.06.2016
»Durch die Klarheit der Fragestellung, die stringente Abarbeitung der einzelnen Themen und die sehr gute Lesbarkeit präsentiert der Band genau [die] fundierte, interdisziplinäre Grundlage, die für weitere Arbeiten unverzichtbar ist.«
Carlo Lejeune, Rheinische Vierteljahresblätter, 79 (2015)
»Der Band [bietet] eine Fülle von theoretischen und forschungspraktischen Anregungen. Er sei all denjenigen zur Lektüre empfohlen, die wissen wollen, wie Räume und Identitäten in Grenzregionen tagtäglich gemacht werden.«
Julia Lossau, Hémecht, 2 (2015)/recensio.net, 2 (2015)
»Das interdisziplinäre, auf transkommunikative Initiativen bauende Luxemburger Forschungsprojekt kann als ein Exempel dafür gelten, wie Räume und Identitäten in Grenzregionen untersucht werden können.«
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 12.11.2014
Besprochen in:

Lëtzebuerger Journal, 08.07.2014, Patrick Welter
Lëtzebuerger Journal, 21.07.2014, Christian Block
Télécran, 42 (2014), Jean-Louis Scheffen
Die Warte, 02.10.2014, Jeff Baden

Soziologie, Literaturwissenschaft, Geographie, Geschichte, Gender Studies, Medienwissenschaft, Ethnologie

Besprochen in:
Radio 100,7 (Luxemburg), Sendung »Café Scientifique«, 20.6.2014

Print 29,99 €

06/2014, 400 Seiten, kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN 978-3-8376-2649-0

Artikel-Nr.: 2649

-2649-0: Wille et al. (Hg.), Räume und Identitäten

Politiken – Medien – Subjekte

 

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06/2014, 400 Seiten
ISBN 978-3-8394-2649-4

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