Räume und Identitäten in Grenzregionen

Politiken – Medien – Subjekte

Die Raum- und Identitätsforschung arbeitet mit Unterscheidungen und Relationen. Diese sind als heuristische Instrumente besonders in Grenzregionen gewinnbringend, wenn soziale und geopolitische Markierungen auseinanderfallen.

Die Beiträge des Bandes setzen hier an. Anhand empirischer Erhebungen in Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg untersuchen sie Raum- und Identitätskonstruktionen in grenzüberschreitenden Bezügen, wie sie sich in alltäglichen, institutionellen und medialen Praktiken manifestieren. Die Ergebnisse werden mit sensiblem Blick für quer liegende Räume und Identitäten diskutiert und an gouvernementale Fragen der Normierung und Subjektivierung rückgebunden.

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2014-06-30, 400 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2649-0

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Christian Wille

Christian Wille, University of Luxembourg, Luxembourg

Rachel Reckinger

Rachel Reckinger, University of Luxembourg, Luxembourg

Sonja Kmec

Sonja Kmec, University of Luxembourg, Luxembourg

Markus Hesse

Markus Hesse, University of Luxembourg, Luxembourg

... mit den Herausgebern

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Auch in der Wissenschaft werden Räume und Identitäten oft noch als gegebene und fixe Elemente unterstellt. Die Buchbeiträge dagegen zeigen auf theoretischer und empirischer Ebene, wie Räume und Identitäten konsequent als soziale Prozesse gedacht und untersucht werden können. Grenzregionen bilden dafür besonders geeignete Reflexionskontexte und sind nur selten Gegenstand von interdisziplinären Ansätzen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die eng verzahnten Buchkapitel sind in einem internationalen Kontext entstanden, geprägt von unterschiedlichen Sprachen, Wissenschaftskulturen und Denkstilen. Diese Diversität war zugleich Inspirationsquelle für den gemeinsamen Ansatz mit seinen drei Schwerpunkten: institutionelle, mediale und alltagskulturelle Praktiken als Kristallisationspunkte von Räumen und Identitäten. Bemerkenswert hierbei ist der seltene Versuch, soziale und territoriale Dimensionen von Räumen und Identitäten zusammenzudenken und diese gleichermaßen empirisch zu bestimmen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Besonders aufgrund seines interdisziplinären Charakters reagiert das Buch auf aktuelle Zugänge in den Humanwissenschaften, die als ›Doing Space‹, ›Doing Identity‹, ›Practice Turn‹ oder ›Governmentality Studies‹ bezeichnet werden. Ihre Kombination mit Grenzregionen als Untersuchungskontexte und -gegenstände knüpft aber an eine erst jüngere Entwicklung in den ›Border Studies‹ an. Damit leistet das Buch einen theoretisch und empirisch fundierten Beitrag auf dem Gebiet der sozialkonstruktivistischen ›Border Studies‹ bzw. Raum- und Identitätsforschung.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

So wie generell immer mehr Wissenschaftler/-innen an den Rändern von Disziplinen arbeiten, steht auch dieses Buch im Schnittfeld verschiedener sozial- und kulturwissenschaftlicher Disziplinen. In Anbetracht der verwendeten Konzepte und genutzten Zugänge wäre ein Austausch mit Kolleg/-innen reizvoll, die sich im raumsoziologischen, sozial- und kulturgeographischen, praxeologischen sowie gouvernementalitätstheoretischen Feld verorten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ein neuer Blick auf vertrautes Terrain, der Räume, Grenzen und Identitäten in einen Zusammenhang stellt und die soziale Praxis zu einer Schlüsselkategorie macht.

»Das Werk ist nicht nur aus konzeptioneller Perspektive, sondern aufgrund der konkreten Erkenntnisse zur Untersuchungsregion auch aus idiomatischem Interesse ein Gewinn. Die Heterogenität der Fallstudien kann als besonderer Attraktionspunkt verstanden werden, da dieses Kaleidoskop an Themen im Grenzraum Luxemburg, Frankreich, Belgien und Deutschland die kreative und vielfältige Programmatik der gesellschaftswissenschaftlichen Grenzregionenforschung dokumentiert.«
Marco Trienes, Geographische Zeitschrift, 4 (2016)
»Ausgesprochen anregend und abwechslungsreich. Wer Anregungen sucht, was alltägliche Regionalisierung im Werlenschen Sinne konkret bedeutet, der bekommt hier reichhaltige Antworten. Wer sich für das Konzept der Grenze in seinem Facettenreichtum und in seiner konzeptionellen Tiefe interessiert, auch dem sei das Buch empfohlen.«
Tobias Chilla, Raumforschung Raumordnung, 74 (2016)
»Die Lektüre ist ausgesprochen anregend und abwechslungsreich. Wer Anregungen sucht, was alltägliche Regionalisierung im Werlenschen Sinne konkret bedeutet, der bekommt hier reichhaltige Antworten. Wer sich für das Konzept der Grenze in seinem Facettenreichtum und in seiner konzeptionellen Tiefe interessiert, auch dem sei das Buch empfohlen.«
Tobias Chilla, Raumforschung Raumordnung, 22.06.2016
»Durch die Klarheit der Fragestellung, die stringente Abarbeitung der einzelnen Themen und die sehr gute Lesbarkeit präsentiert der Band genau [die] fundierte, interdisziplinäre Grundlage, die für weitere Arbeiten unverzichtbar ist.«
Carlo Lejeune, Rheinische Vierteljahresblätter, 79 (2015)
»Der Band [bietet] eine Fülle von theoretischen und forschungspraktischen Anregungen. Er sei all denjenigen zur Lektüre empfohlen, die wissen wollen, wie Räume und Identitäten in Grenzregionen tagtäglich gemacht werden.«
Julia Lossau, Hémecht, 2 (2015)/recensio.net, 2 (2015)
»Das interdisziplinäre, auf transkommunikative Initiativen bauende Luxemburger Forschungsprojekt kann als ein Exempel dafür gelten, wie Räume und Identitäten in Grenzregionen untersucht werden können.«
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 12.11.2014
Besprochen in:
Lëtzebuerger Journal, 08.07.2014, Patrick Welter
Lëtzebuerger Journal, 21.07.2014, Christian Block
Télécran, 42 (2014), Jean-Louis Scheffen
Die Warte, 02.10.2014, Jeff Baden
Buchtitel
Räume und Identitäten in Grenzregionen Politiken – Medien – Subjekte
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
400
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-2649-0
DOI
10.14361/transcript.9783839426494
Warengruppe
1753
BIC-Code
JHMC JFC
BISAC-Code
SOC002010 SOC022000
THEMA-Code
JHMC JBCC
Erscheinungsdatum
2014-06-30
Auflage
1
Themen
Gesellschaft
Adressaten
Soziologie, Literaturwissenschaft, Geographie, Geschichte, Gender Studies, Medienwissenschaft, Ethnologie
Schlagworte
Identität, Raum, Grenze, Kultur, Europa, Gesellschaft, Kulturanthropologie, Kultursoziologie, Interkulturalität

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