Auszeichnung
Das Buch wurde ausgezeichnet mit dem Helene-Richter-Preis des Deutschen Anglistenverbandes.

Autoreninterview

... with Nora Alexandra Pleßke

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Die gängige Literatur, pragmatische genauso wie ästhetische, betont an... >>>
... with Nora Alexandra Pleßke

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Die gängige Literatur, pragmatische genauso wie ästhetische, betont an Metropolen wie London oft deren Grenzenlosigkeit, Fragmentierung und Flüchtigkeit. Dabei werden Stadt und Stadtleben eher als unlesbar oder unverständlich problematisiert. Im Gegensatz dazu zeigt mein Buch, dass mit urbaner Mentalität ein funktionstüchtiges Hilfsmittel existiert, das den Großstadtbewohnern eine direkte Orientierung in der metropolitanen Lebenswelt erlaubt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Meine Studie entwickelt ein neuartiges Modell zur urban-generischen und urban-spezifischen Mentalität. Mit ihm kann das Eigentümliche von Metropolen weltweit vor dem Hintergrund globaler Konkurrenz synchron und diachron verständlich gemacht werden. Angestrebt ist, dieses Mentalitätskonzept als interdisziplinäres Paradigma in Literatur- und Kulturwissenschaft zu positionieren, aber beispielsweise auch in den Urban Studies.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Das Mentalitätskonzept ist von mir speziell für eine interdisziplinäre Nutzbarmachung im Bereich der Kulturwissenschaften systematisiert worden. Auf Grundlage des Spatial Turn werden aktuelle Raumtheorien mit der Herangehensweise der Mentalitätsstudien in einer raumnarratologischen Untersuchungsmethode zusammengeführt. Fokussiert auf englische Literatur und Kultur unterbreitet das Analysekorpus von zwanzig Londonromanen eine detaillierte Interpretation zur stadtspezifischen Mentalität.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Spezialisten aus Kulturgeographie, Stadtsoziologie und London Studies würde ich gern die empirische Anwendbarkeit des Mentalitätsmodells ausloten. Unbedingt spannend wäre ein Austausch über die im Buch herausgearbeiteten Mentalitätsstrukturen natürlich mit Londonern als den Experten ›per se‹ dieser metropolitanen Lebenswelt.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Das Buch untersucht urbane Denkstrukturen anhand von Romanliteratur des ›Cool London‹ der Ära Blair. <<<


Nora Pleßke

The Intelligible Metropolis

Urban Mentality in Contemporary London Novels

Writings on the metropolis generally foreground illimitability, stressing thereby that the urban ultimately remains both illegible and unintelligible. Instead, the purpose of this interdisciplinary study is to demonstrate that mentality as a tool offers orientation in the urban realm. Nora Pleßke develops a model of urban mentality to be employed for cities worldwide. Against the background of the Spatial Turn, she identifies dominant urban-specific structures of London mentality in contemporary London novels, such as Monica Ali's »Brick Lane«, J.G. Ballard's »Millennium People«, Nick Hornby's »A Long Way Down«, and Ian McEwan's »Saturday«.


 

Nora Pleßke (Dr. phil.) teaches English studies at the University of Passau. Her research interests include London literature, material culture, mentality, spatial and postcolonial theory.

Homepage:
Uni Passau

Besprochen in:

The Literary London Journal, 12/1-2 (2015), Bettina Jansen

London Studies, Literary Studies, Cultural Studies, Cultural Geography, Urban Studies, History of Mentalities

Print 54,99 €

08/2014, 576 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-2672-8

Artikel-Nr.: 2672

-2672-8: Pleßke, The Intelligible Metropolis

Urban Mentality in Contemporary London Novels

 

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E-Book 54,99 €

PDF-Download, 2,60 MB
08/2014, 576 Seiten
ISBN 978-3-8394-2672-2

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