Autoreninterview

... mit den Herausgebern

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Das Buch stellt einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Debatte um künstlerische Forschung... >>>
... mit den Herausgebern

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Das Buch stellt einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Debatte um künstlerische Forschung dar: Es versammelt die Beiträge der Mitglieder des künstlerischen-wissenschaftlichen Graduiertenkollegs ›Versammlung und Teilhabe: Urbane Öffentlichkeiten und performative Künste‹, das als Kooperation zwischen einer Universität und kulturellen Institutionen eine Vorreiterrolle im Feld der künstlerischen Forschung einnimmt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Während künstlerische Forschung sich häufig in erster Linie mit Fragen der Form beschäftigt, wird hier ein thematischer Fokus gesetzt: Neue Formen der Versammlung und Teilhabe werden aus kulturwissenschaftlicher, künstlerischer, performancetheoretischer, choreographischer und politischer Perspektive betrachtet. Zudem wird gezeigt, wie sich Kunst und Wissenschaft der Alltagsexpertise öffnen können, indem Alltagsexperten/-innen
in transdisziplinäre Forschungsprozesse integriert werden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in aktuellen Debatten in Wissenschaft und Gesellschaft zu?
Ereignisse wie der Arabische Frühling, die Occupy-Bewegung und die Platzbesetzungen der letzten Jahre zeigen, dass die etablierten Formen demokratischer Versammlung und Teilhabe gesellschaftlich gerade neu verhandelt werden. Das Buch untersucht im Dialog mit diesen aktuellen Entwicklungen, wie neue Formen und Foren von Öffentlichkeiten entstehen, getestet und weiterentwickelt werden können.

4. Welche besonderen Aspekte kann die wissenschaftliche Betrachtung in die öffentliche Diskussion einbringen?
Dieses Buch präsentiert Forschung an der Schnittstelle von Wissenschaft, Kunst und Politik. In der Frage, wie (neue) Formen der Versammlung und gesellschaftlicher Teilhabe mit künstlerischen Mitteln entwickelt, erprobt und getestet werden können, wird die ›öffentliche Diskussion‹ selbst gleichzeitig zum Gegenstand und zur Teststrecke der vorgestellten Ideen.

5. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Künstlern/-innen und Wissenschaftlern/-innen aus den verschiedensten Disziplinen, mit Aktivisten/-innen, mit Stadtbewohnern/-innen, Stadtforschern/-innen, Pädagogen/-innen und Politikern/-innen.

6. Ihr Buch in einem Satz:
Weltweit entstehen heute neue Formen der Versammlung und Teilhabe – in einer Vielzahl von Forschungsprozessen werden diese in Analysen, Berichten und Fallstudien aus Perspektive der künstlerischen Forschung zwischen Kulturwissenschaft, Performance, Choreographie, Medienkunst und Politik vorgestellt und untersucht. <<<


Regula Valérie Burri / Kerstin Evert / Sibylle Peters / Esther Pilkington / Gesa Ziemer (Hg.)

Versammlung und Teilhabe

Urbane Öffentlichkeiten und performative Künste

In Auseinandersetzung damit, was Demokratie heute ausmacht, gehen gesellschaftliche und künstlerische Diskurse oft Hand in Hand. Urbane Öffentlichkeiten und performative Künste verbinden sich in der Frage nach neuen Formen von Versammlung und Teilhabe: Wie treffen Kollektive Entscheidungen, wer ist an diesen beteiligt und wie entwirft sich gesellschaftliches Engagement in die Zukunft? Das erste künstlerisch-wissenschaftliche Graduiertenkolleg in Deutschland versammelt in diesem Band Forschungsergebnisse, in denen wissenschaftliche Analyse und künstlerische Forschung ineinander greifen.


 

Regula Valérie Burri (Prof. Dr.) ist Professorin für Wissenschafts- und Technikkulturen an der HafenCity Universität Hamburg.
Kerstin Evert (Dr.) ist Tanzwissenschaftlerin und leitet das Choreographische Zentrum K3 | Tanzplan Hamburg.
Sibylle Peters (Dr. habil.) ist Kulturwissenschaftlerin und Performancekünstlerin und leitet das Forschungstheaterprogramm im Fundus Theater Hamburg.
Esther Pilkington (PhD) ist Performancemacherin und -forscherin und arbeitet als PostDoc am künstlerisch-wissenschaflichen Graduiertenkolleg der HafenCity Universität Hamburg.
Gesa Ziemer (Prof. Dr.) ist Professorin für Kulturtheorie und Vizepräsidentin Forschung der HafenCity Universität Hamburg.

Homepage:
www.versammlung-und-teilhabe.de

Besprochen in:

BBE-Newsletter, 4 (2014)

Künstlerische Forschung, Kunst, Kulturwissenschaft, Philosophie, Performance Studies, Politikwissenschaft

Print 29,99 €

05/2014, 344 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-2681-0

Artikel-Nr.: 2681

-2681-0: Burri et al. (Hg.), Versammlung und Teilhabe

Urbane Öffentlichkeiten und performative Künste

 

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E-Book 26,99 €

PDF-Download, 2,00 MB
06/2014, 344 Seiten
ISBN 978-3-8394-2681-4

Preise inkl. gesetzlicher MwSt.*

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