Autoreninterview

... mit Stefan Meier

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Weil Medien und Design tief in unseren privaten und beruflichen Alltag eingreifen – und wir... >>>
... mit Stefan Meier

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Weil Medien und Design tief in unseren privaten und beruflichen Alltag eingreifen – und wir verstehen müssen, wie dies geschieht. Die Gestaltung von Bildern, Benutzeroberflächen und Formen vermitteln Informationen über die Identität und den Status medialer Botschaften sowie deren Produzenten. Sie stellt implizite Beziehungs- bzw. (Selbst-)Inszenierungsangebote für die Nutzer dar. Dieses Buch liefert Begriffe und Methoden, diese ›visuellen Stile‹ für Produzenten und Rezipienten in gleicher Weise explizit zu machen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Das Buch ist radikal interdisziplinär und transkonzeptuell. Es integriert Stil-Konzepte und Methodologien der Kunst-, Film- und Designwissenschaft mit den Ansätzen der pragmalinguistischen Stil-Forschung. Außerdem verbindet es aktuelle praxis-, diskurs-, medien- und zeichentheoretische Modelle mit Hilfe einer neuen sozialsemiotischen Perspektive. Ergebnis ist ein multimodales Modell visueller Medienstile und deren qualitativ-methodischen Operationalisierung.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Unter dem Label Visual Culture, visuelle Kommunikationsforschung und/oder Bildwissenschaft sind in den letzten Jahren zunehmend die visuellen Praktiken als konstitutive Mittel der Medienkommunikation in den Fokus getreten. Allerdings bleibt deren stilistische Gestaltung als Mittel der Identitätskonstruktion noch relativ unberücksichtigt. Der Begriff des Stiles für den Bereich visuelle Kommunikation wird mit diesem Buch aus seiner ›klassisch kunsthistorischen Verstaubung‹ befreit und zur Beschreibung der visuellen Kultur in mediatisierten Alltagswelten genutzt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Das Buch möchte über die entwickelten Begriffe und Methoden eine Brücke zwischen Theorie und Praxis schlagen, um über visuelle Stile in der aktuellen Medienkommunikation sprechen zu können. Aus diesem Grund würde ich das Buch tatsächlich mit praktischen Designern, Fotografen und Journalisten hinsichtlich der Anwendbarkeit in ihrer beruflichen Praxis und mit Medien-/Kommunikations-, Zeichen- und Designwissenschaftlern hinsichtlich begrifflicher und methodischer Innovationsfähigkeit diskutieren.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Das Buch ist und handelt über (die) bedeutsame Gestaltung visueller Kommunikation. <<<


Stefan Meier

Visuelle Stile

Zur Sozialsemiotik visueller Medienkultur und konvergenter Design-Praxis

Welche kulturelle Praxis stellt visuelle Kommunikation in mediatisierten Alltagswelten dar? Wie lässt sich der soziale Sinn von Design in konvergenzkulturellen Settings erfassen?
Stefan Meier entwirft ein sozialsemiotisches Modell zur Konzeptualisierung und Analyse visueller Stil-Praktiken. Er macht so die kontextabhängige Produktion zeichenhafter (Medien-)Materialitäten zur performativen Vermittlung von Funktion, Identität/Image und Vergemeinschaftung systematisch fassbar. Das Buch stellt damit eine angewandte (Medien-)Designtheorie dar, die an zahlreichen Beispielen aus den Handlungsfeldern Journalismus, Wirtschaft und Populärkultur veranschaulicht wird. Es bietet so ein praktisches Begriffs- und Analyseinstrument für die Medien- und Designforschung sowie für die (Medien-)Gestaltungspraxis in gleicher Weise.


 
Autorenbild Meier, Stefan

Stefan Meier (PD Dr. phil. habil.) ist Medien- und Kommunikationswissenschaftler am Institut für Medienwissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen. Er ist außerdem Berater im Bereich visuelle Image-Kommunikation. Seine Forschungschwerpunkte sind visuelle Kommunikationsforschung/Visual Culture Studies, Medien- und Designsemiotik, Methoden qualitativer Mediennutzungs- und Online-Forschung sowie medienvermittelte Pop(ulär)kultur.

Homepage:
www.konnotation.de

»Da Meier das Thema in vielerlei Hinsicht erkenntnisreich und umfassend interdisziplinär darstellt, garantiert seine Grundlagenforschung eine hohe, auch internationale Anschlussfähigkeit. Meiers selbst formuliertes Ziel, ›Brücken zwischen Disziplinen, Begriffen, Methoden und Medien zu schlagen‹, erreicht er zweifelsohne. Die Lektüre ist demzufolge ausdrücklich zu empfehlen.«
Sebastian Gerth, r:k:m, 02.09.2015
»Da Meier das Thema in vielerlei Hinsicht erkenntnisreich und umfassend interdisziplinär darstellt, garantiert seine Grundlagenforschung eine hohe, auch internationale Anschlussfähigkeit. Meiers selbst formuliertes Ziel, ›Brücken zwischen Disziplinen, Begriffen, Methoden und Medien zu schlagen‹, erreicht er zweifelsohne. Die Lektüre ist demzufolge ausdrücklich zu empfehlen.«
Sebastian Gerth, r:k:m, 02.09.2015
Besprochen in:

GMK-Newsletter, 12 (2014)

Medien- und Kommunikationswissenschaft, Designwissenschaft, Linguistik, Kunstwissenschaft sowie Praktiker_innen in Grafik- und Mediendesign

Print 29,99 €

11/2014, 312 Seiten, kart., zahlr. Abb.
ISBN 978-3-8376-2698-8

Artikel-Nr.: 2698

-2698-8: Meier, Visuelle Stile

Zur Sozialsemiotik visueller Medienkultur und konvergenter Design-Praxis

 

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11/2014, 312 Seiten
ISBN 978-3-8394-2698-2

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