Forschung im Queerformat

Aktuelle Beiträge der LSBTI*-, Queer- und Geschlechterforschung

Menschen, die nicht ins heteronormative Raster der Gesellschaft passen, werden auch heute noch in vielen Lebensbereichen benachteiligt. Forschung und Wissensvermittlung helfen, diesen Diskriminierungen und bestehenden Vorurteilen zu begegnen und Akzeptanz gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter* (LSBTI*) aufzubauen.

So beschäftigen sich zahlreiche Forschungsarbeiten mit den Lebenswelten von LSBTI* in Vergangenheit und Gegenwart. In bisher einzigartig vielfältiger Zusammenstellung geben Expert_innen in diesem Band einen Einblick in ihre LSBTI*-Forschungsarbeit und diskutieren aktuelle Forschungsperspektiven. Die Beiträge zeigen Forschungslücken auf und erörtern die gesellschaftliche Bedeutung von »Forschung im Queerformat«.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Die interdisziplinäre Zusammenführung der LSBTI*-Forschung als Experiment - eine Einführung in dieses Buch

    Seiten 9 - 16
  4. Überlegungen zur LGBTI-Forschung und Menschenrechtspolitik im 21. Jahrhundert im Rekurs auf das 19. und 20. Jahrhundert

    Seiten 19 - 34
  5. Zum Doppelleben gezwungen: Vermeidungsund Überlebensstrategien lesbischer Frauen im ?Dritten Reich?

    Seiten 35 - 46
  6. Verfolgung und Selbstbehauptung - homosexuelle Männer während der Zeit des Nationalsozialismus

    Seiten 47 - 58
  7. »Ich habe wohl Freude an Frauenkleidern [?], bin aber deswegen nicht homosexuell.«

    Seiten 59 - 70
  8. Wo blieb die Bewegung lesbischer Trümmerfrauen?

    Seiten 71 - 86
  9. Zwischen den Stühlen - die deutsche Homophilenbewegung der 1950er Jahre

    Seiten 87 - 104
  10. Residuum der Queer History: Inter* als Restsymptom der Trennung von Geschlechter- und Sexualitätsgeschichte

    Seiten 105 - 114
  11. Intergeschlechtlichkeit: Aktivismus und Forschung, ihre Verzahnung und intersektionale Fortentwicklung

    Seiten 117 - 132
  12. Verqueres Recht - von den Schwierigkeiten, Inter* gerecht zu werden

    Seiten 133 - 150
  13. Grundzüge struktureller und konzeptueller Entwicklungen der Trans*bewegung in der Bundesrepublik Deutschland seit Ende der 1990er Jahre

    Seiten 151 - 170
  14. Jenseits einer diagnostischen Logik?

    Seiten 171 - 184
  15. Lesben und Schwule mit Behinderung - Wo können vielfältige Identitäten eine Heimat finden?

    Seiten 185 - 198
  16. »Dieses Gefühl irgendwie so 'n Zuhause gefunden zu haben.«

    Seiten 199 - 214
  17. Re-thinking family norms: Herausforderungen queer-familiärer Lebensweisen

    Seiten 215 - 232
  18. Forschung und Soziale Arbeit zu Queer mit Rassismuserfahrungen

    Seiten 233 - 250
  19. Cruzando Fronteras - zur Heteronormativität von Grenz- und Migrationsregimen am Beispiel von Asyl- und aufenthaltrechtlichen Verfahren

    Seiten 251 - 272
  20. »Heterosexuelle sind die neuen Schwulen« - Tendenzen des Normativen im aktuellen queeren Film und Fernsehen

    Seiten 273 - 290
  21. Schulische Bildungsarbeit und LSBTI*- Aufklärungsprojekte: gemeinsam und nachhaltiger gegen Homo- und Transphobie

    Seiten 291 - 304
  22. Über die Autor_innen

    Seiten 305 - 308
  23. Backmatter

    Seiten 309 - 310
Mehr
24,99 € *

2014-09-08, 312 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2702-2

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Bundesstiftung Magnus Hirschfeld

Bundesstiftung Magnus Hirschfeld Berlin, Deutschland

... mit Jörg Litwinschuh

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Gegenfrage: Was ist spannender als menschliche Vielfalt, was wichtiger als Forschung abseits traditioneller Pfade, was dringlicher als Aufklärung zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt sowie der Kampf gegen Diskrimierung?

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

›Queer und Quer‹ – das ist das Wortspiel im Titel des Buchs. Quer wie querstellen: Die Buchbeiträge fordern in großer Bandbreite die heteronormativen Sexualitäts- und Geschlechterkonstruktionen ebenso heraus, wie die universitäre Mainstream-Forschung. Bei aller Kritik und Dekonstruktion geht es hier auch um den produktiven Austausch in den Wissenschaften, neue Vernetzungen und die nachhaltige Wirkung in die Gesellschaft hinein.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch bringt historische, soziologische und kulturwissenschaftliche Perspektiven zusammen. Es zeigt Forschungsvielfalt, weist auf Forschungslücken hin und will queere Sichtweisen im akademischen Bereich und in der Bildungsarbeit voranbringen. Die Schnittstellen mit Zukunftsthemen sind vielfältig: Menschenrechte, Migration, Familienstrukturen, Arbeitswelten, Demographie.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Leider sind Zeitreisen nicht möglich. Doch am liebsten würde ich mit Magnus Hirschfeld (1868-1935) und Johanna Elberskirchen (1864-1943) gemeinsam darüber diskutieren. Es wäre doch interessant, was diese Pioniere der Sexualwissenschaft, der homosexuellen Emanzipation und der Rechte der Frauen von der Weiterentwicklung von Forschung und Gesellschaft in den vergangenen 80 Jahren halten. Und natürlich würde ich den beiden etwas von Conchita Wurst erzählen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Für alle, die sich für LSBTI*-Forschung im anderen, im queeren Format interessieren – jenseits des Mainstreams.

»[Der Sammelband] eignet sich gut, um fundierte Relevanz queerer Forschung in vielen Bereichen aufzuzeigen und damit auch den zuletzt immer wieder angeklungenen Schmähungen gegen die Queer und Gender Studies etwas entgegenzusetzen.«
Mart Busche, Zeitschrift für Sexualforschung, 28 (2015)
»Geeignete Forschungsansätze und politische Strategien für Antidiskriminierung und Emanzipation sexueller und geschlechtlicher Vielfalt stellen auch im 21. Jhdt. ein wichtiges Desiderat dar, das legen die zumeist sowohl aktivistisch als auch wissenschaftlich tätigen Autor_innen des Bandes überzeugend dar.«
Waltraud Ernst, WeiberDiwan, 7 (2015)
Besprochen in:

www.queer.de, 10.09.2014
IDA NRW, 4 (2014)
http://www.centrum3.at, 2 (2015)
GENDER, 2 (2015), Andrea Stänicke
Studia Niemcoznawcze, 55 (2015), Tomasz G. Pszczólkowski
Portal für Politikwissenschaft, 09.07.2015, Simone Winkens
Autor_in(nen)
Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (Hg.)
Buchtitel
Forschung im Queerformat Aktuelle Beiträge der LSBTI*-, Queer- und Geschlechterforschung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
312
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2702-2
DOI
Warengruppe
1726
BIC-Code
JFSK JFSJ JHBK5
BISAC-Code
SOC012000 SOC032000 SOC000000
THEMA-Code
JBSJ JBSF JHBK JBFW
Erscheinungsdatum
2014-09-08
Auflage
1
Themen
Wissenschaft, Geschlecht
Adressaten
Queer Studies, Gender Studies, Soziologie, Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft, Sozialwissenschaften sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
LSBTI*, Queer, Geschlechterforschung, Intersektionalität, Queer Theory, Gender, Wissenschaft, Kulturwissenschaft, Gender Studies, Sexualität, Körper

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