Salafismus in Deutschland

Ursprünge und Gefahren einer islamisch-fundamentalistischen Bewegung

»Nicht alle Salafisten sind Terroristen, aber alle uns bekannten islamistischen Terrorverdächtigen haben einen salafistischen Hintergrund.«

So beschreiben deutsche Innenpolitiker ein wachsendes Problem: Junge Menschen brechen auf, um in den Krieg nach Syrien oder in den Irak zu ziehen. Manche verüben dort Gräueltaten und rühmen sich damit im Internet. Die meisten bleiben in Deutschland, lehnen Gewalt ab und folgen strengsten Glaubensregeln.

Wer sind die Salafisten, was wollen sie, wen bedrohen sie? Dieser Band gibt umfassend Antworten. Renommierte Experten ordnen den Salafismus in die islamische Geschichte sowie in den deutschen Gesellschaftskontext ein und schlagen Strategien für den Umgang mit dem Phänomen vor. Zudem berichten Betroffene über ihre Erfahrungen mit Salafisten.

Inhalt

  1. Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Einleitung

    Seiten 9 - 24
  4. Was wir wirklich über die frommen Altvorderen (as-salaf as-sâlih) und ihre Vorstellungen vom islamischen Recht wissen können

    Seiten 27 - 44
  5. Ahmad Ibn Hanbal - sein Leben, sein Ruhm, seine Lehre Wie sich die Orthodoxie im sunnitischen Islam etablierte

    Seiten 45 - 66
  6. Ibn Taymiyya, Vater des islamischen Fundamentalismus? Zur westlichen Rezeption eines mittelalterlichen Schariatsgelehrten

    Seiten 67 - 88
  7. Open Source Salafiyya Zugriff auf die islamische Frühzeit durch Ibn Qayyim al-Dschauziyya

    Seiten 89 - 102
  8. Die Salafiyya im 19. Jahrhundert als Vorläufer des modernen Salafismus

    Seiten 103 - 116
  9. Zum Verhältnis von Wahhabiten und Salafisten

    Seiten 117 - 124
  10. Die Entstehung des Salafismus aus dem Geiste des sunnitischen Islams

    Seiten 125 - 136
  11. Salafismus als Teil der Globalgeschichte

    Seiten 137 - 148
  12. Der Islamismus ist kein grüner Faschismus, sondern ein religiöser Extremismus Eine kritische Prüfung einschlägiger Kriterien anlässlich einer öffentlichen Debatte

    Seiten 149 - 168
  13. »Lasst Euch nicht radikalisieren!« - Salafismus in Deutschland

    Seiten 171 - 186
  14. Populäre Prediger im deutschen Salafismus Hassan Dabbagh, Pierre Vogel, Sven Lau und Ibrahim Abou Nagie

    Seiten 187 - 216
  15. Die Politisierung des Salafismus

    Seiten 217 - 230
  16. Dschihadistischer Salafismus in Deutschland

    Seiten 231 - 250
  17. salafismus.de - Internetaktivitäten deutscher Salafisten

    Seiten 251 - 276
  18. Schiiten als Ungläubige Zur situativen Kontingenz einer salafistischen Feindbildkonstruktion

    Seiten 279 - 290
  19. Von »Schriftbesitzern« zu »Ungläubigen« Christen in der salafistischen Da'wa

    Seiten 291 - 300
  20. Geliebter Feind? Islamismus als Mobilisierungsressource der extremen Rechten

    Seiten 301 - 318
  21. Naschid-Gesänge im Salafismus Kunst und Kultur als Ausdruck von Widerstand und Protest

    Seiten 319 - 330
  22. Entfremdet und gewaltbereit Wie sich Muslime in der Diaspora radikalisieren

    Seiten 333 - 354
  23. Salafismus als jugendkulturelle Provokation Zwischen dem Bedürfnis nach Abgrenzung und der Suche nach habitueller Übereinstimmung

    Seiten 355 - 362
  24. Salafismus als Ausweg? Zur Attraktivität des Salafismus unter Jugendlichen

    Seiten 363 - 370
  25. Die Strategie des Terrorismus und die Abwehrmöglichkeiten des demokratischen Rechtsstaats

    Seiten 373 - 386
  26. Salafistischer Extremismus im Fokus deutscher Sicherheitsbehörden

    Seiten 387 - 414
  27. Salafistische Bestrebungen in Deutschland als Herausforderung für den interreligiösen Dialog

    Seiten 415 - 422
  28. Schweigen? - Die deutschen islamischen Verbände und die Salafisten

    Seiten 423 - 432
  29. Muslim 3.0 Ein prämiertes Modellprojekt zur Extremismusprävention und Identitätsbildung

    Seiten 433 - 438
  30. Aufruhr am Niederrhein Die Erfahrungen in Mönchengladbach mit der Ansiedlung von Salafisten

    Seiten 441 - 450
  31. »Ich geriet an ?Millatu Ibrahim?, weil für mich damals alle Muslime gleich waren.« Bericht einer Aussteigerin aus der Salafismus-Szene in Deutschland anonym

    Seiten 451 - 460
  32. Autorinnen und Autoren

    Seiten 461 - 463
  33. Seite 464
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27,99 € *

2014-10-08, 464 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2711-4

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Thorsten Gerald Schneiders

Thorsten Gerald Schneiders, Duisburg, Deutschland

... mit Thorsten Schneiders

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Medial inszenierte Enthauptungen, Selbstmordanschläge und sonstige Gräueltaten, verübt von der Terror-Organisation ›Islamischer Staat‹ im Irak und in Syrien. Die ›Scharia-Polizei‹ in Wuppertal. Die Koran-Verteilungsaktionen in deutschen Fußgängerzonen. Das alles sind Ergebnisse gegenwärtiger salafistischer Bestrebungen. Wenig andere Themen stehen derzeit so im Interesse der Öffentlichkeit. Ich denke, Ihre Frage erübrigt sich damit.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch ist ein Novum. Es bietet erstmals im deutschsprachigen Raum eine umfassende Perspektive: von den historischen Anfängen der Idee des Salafismus bis hin zu den gerade erwähnten heutigen Ausdrucksformen dieser Geisteshaltung. Die Leser müssen dank des Buchs nicht mehr mühsam nach fundierten Informationen im Internet oder in anderen Büchern suchen, sie bekommen hier quasi alle Aspekte des Themas en bloc geliefert.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Thema ist zwar öffentlich in aller Munde. Die Wissenschaft steht aber noch am Anfang. Das Buch wird die Forschungsdebatten weiter vorantreiben. Das stellen schon allein die vielen renommierten Kolleginnen und Kollegen sicher, die sich an dem Buch beteiligt haben. Zudem finden sich gleich mehrere Beiträge mit Aspekten, die im deutschsprachigen Raum bislang kaum oder noch gar nicht wissenschaftlich behandelt wurden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Politikern und Sicherheitsbehörden, weil ihnen eine zentrale Aufgabe beim Umgang mit dem Thema zukommt. Mit Jugendlichen, weil sie am meisten gefährdet sind, in diese Szene abzurutschen. Mit Vertretern anderer Religionen, um über die fanatischen Strömungen unter ihren Dächern zu sprechen. Ich würde auch gerne mit Religionskritikern diskutieren, weil viele von ihnen den Unterschied zwischen einer Religion und deren extremistischen Ausprägungen verwischen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch ist ein Weckruf an die Gesellschaft, sich ernsthaft und ohne Panikmache mit den Gefahren des Salafismus auseinanderzusetzen.

»Es ist dem Herausgeber gelungen, ausgewiesene Experten zu gewinnen, die klug aufklären und informieren, die eine vernünftige und keine alarmistische Auseinandersetzung mit dem Thema anbieten, die sachlich und nüchtern die vielfältigen Themen aufnehmen.«
Benno Hafeneger, Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis, 1/2 (2016)
»Die insgesamt 29 Beiträge bilden eine große Bandbreite der aktuellen Forschung ab.«
Riem Spielhaus, Jahrbuch Extremismus & Demokratie, 27 (2015)
»Eines des besten und umfassendsten deutschsprachigen Bücher zum Thema.«
Medienspiegel der Deutsch-Maghrebinischen Gesellschaft, 1-2 (2014)
O-Ton: »Medienvertreter verwenden Begriffe nach Gusto« – Thorsten Gerald Schneiders im Interview bei L.I.S.A, dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung am 17.02.2015.
http://bit.ly/2xptCP8
»[Das Buch] liefert umfassende Information zum Thema Salafismus mit dem klaren Ziel eines Weckrufs an die Gesellschaft, sich ernsthaft und ohne Panikmache mit den Gefahren des Salafismus auseinanderzusetzen.«
Dieter Bach, www.lehrerbibliothek.de, 19.01.2015
»Wer mehr zu diesem Thema wissen will, kommt an diesem Buch [...] nicht vorbei.«
Reinhard Pohl, Gegenwind, 316/1 (2015)
»Einige interessante Erklärungsmodelle für die Radikalisierung deutscher Muslime und Konvertiten.«
Anne-Beatrice Clasmann, dpa, 05.01.2015
»Wegen [des] auffälligen Variantenreichtums im islamischen Fundamentalismus sind die Ausarbeitungen in diesem Buch eine wichtige und kompetente Orientierung. Es ermöglicht Kriterien für eine klärende Beurteilung sowohl der verschiedenen in Deutschland agierenden islamistisch-fundamentalistischen Gruppen als auch ihrer als radikale Impulsgeber wirkenden Prediger.«
Reinhard Kirste, Ein-Sichten, 14.11.2014
O-Ton: »Salafismus ist eine Jugendkultur für ausgegrenzte Menschen« – Thorsten Gerald Schneiders im Interview bei www.derwesten.de am 12.11.2014.
http://bit.ly/2yfmqCX
Besprochen in:
WAZ, 13.10.2014, Jan Jessen
ZDFmediathek, 17.10.2014
http://dtj-online.de, 30.10.2014
http://www.kulturradio.de., 02.11.2014
http://www.tagesschau.de, 15.10.2014, Patrick Gensing
www.via-bund.de, 11 (2014)
http://www.rp-online.de, 21.11.2014, Gabi Peters
www.ruhrbarone.de, 19.12.2014
IDA NRW, 4 (2014)
SWR International, Buchtipps, 1 (2015)
Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit: Rundbrief 1 (2015)
VKRG inform, 2 (2015)
Börsenblatt, 18 (2015), Sabine Schmidt
Portal für Politikwissenschaft, 04.06.2015, Simone Winkens
Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes, 105 (2015), Farid Hafez
Philosophie Magazin, Sonderausgabe ›Der Koran‹, 6 (2015)
inamo, 82 (2015), Irit Neidhardt
Autor_in(nen)
Thorsten Gerald Schneiders (Hg.)
Buchtitel
Salafismus in Deutschland Ursprünge und Gefahren einer islamisch-fundamentalistischen Bewegung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
464
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2711-4
DOI
Warengruppe
1545
BIC-Code
JFSR2 HRAM6
BISAC-Code
SOC049000 REL078000 REL000000
THEMA-Code
QRPP QRAM6
Erscheinungsdatum
2014-10-08
Auflage
1
Themen
Islam, Religion
Adressaten
Politikwissenschaft, Soziologie, Theologie, Islamwissenschaft sowie Journalisten, Multiplikatoren in Schule und Erwachsenenbildung, Sicherheitsbehörden und die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Islam, Religion, Fundamentalismus, Deutschland, Integration, Sicherheit, Islamwissenschaft, Religionswissenschaft, Religionssoziologie

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