Autoreninterview

... mit Martina Thiele

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Weil es bis jetzt an einer kritischen, kommunikationswissenschaftlichen Aufarbeitung des... >>>
... mit Martina Thiele

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Weil es bis jetzt an einer kritischen, kommunikationswissenschaftlichen Aufarbeitung des Forschungsfeldes ›Medien und Stereotype‹ gefehlt hat und hier die Forschung zu nationalen, ethnischen, religiösen, beruflichen, Alters- und Geschlechterstereotypen mittels Metaanalysen untersucht wird.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Die Auseinandersetzung mit der sogenannten ›kernel-of-truth debate‹ und die Identifizierung realistischer und konstruktivistischer Positionen stellen ebenso einen wichtigen Schritt in Richtung Theoriebildung dar wie die kritische Sicht auf einen Funktionalismus, der bis heute die Stereotypenforschung prägt. Neu ist zudem die fachhistorische und zugleich fächerübergreifende Perspektive.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Eine große! Denn Stereotype und Vorurteile sind zu weiten Teilen medial erzeugt und vermittelt. Zugleich können Medien zum Abbau stereotyper ›Bilder in unseren Köpfen‹ beitragen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit allen, die an der Herstellung von Öffentlichkeit beteiligt sind und dabei aus Bequemlichkeit oder zwecks ›Komplexitätsreduktion‹ auf Stereotype zurückgreifen. Und mit Walter Lippmann.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Es enthält alles, was Sie über Medien und Stereotype wissen sollten und es regt zum Nachdenken über Vorurteile an. <<<


Martina Thiele

Medien und Stereotype

Konturen eines Forschungsfeldes

Medien setzen auf stereotype Aussagen und Bilder. Gegenstand der Forschung sind medial vermittelte und konstruierte Stereotype allerdings erst seit einigen Jahrzehnten.
Martina Thiele bietet einen Überblick über Geschichte, Theorien und Methoden der kommunikationswissenschaftlichen Stereotypen- und Vorurteilsforschung. Mittels Metaanalysen erhebt sie, welche Studien zu nationalen und ethnischen, religiösen und geschlechtlichen, beruflichen und Altersstereotypen vorliegen und welche politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen die Stereotypenforschung forciert oder verhindert haben. So wird ein Forschungsfeld konturiert, das von hoher praktischer Relevanz für Journalismus, Werbung und PR ist.


 
Autorenbild Thiele, Martina

Martina Thiele (PD Dr. disc. pol.) ist Assoziierte Professorin am Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Paris-Lodron-Universität Salzburg. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind Kommunikationstheorien und Mediengeschichte sowie Stereotypen- und Vorurteilsforschung.

Homepage:
Uni Salzburg

»Die Publikation leistet [...] einen für die kommunikations- und medienwissenschaftliche Stereotypenforschung sehr wichtigen Beitrag.«
Claudia Töpper, tv diskurs, 76 (2016)

Kommunikations- und Medienwissenschaft, Sozialpsychologie, Kulturwissenschaften sowie die journalistische Praxis

Print 44,99 €

07/2015, 504 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-2724-4

Artikel-Nr.: 2724

-2724-4: Thiele, Medien und Stereotype

Konturen eines Forschungsfeldes

 

Lieferzeit in der Regel 3-5 Werktage

 
 
 

E-Book 44,99 €

PDF-Download, 6,50 MB
07/2015, 504 Seiten
ISBN 978-3-8394-2724-8

Preise inkl. gesetzlicher MwSt.*

Weitere Titel

Zwischen Gegebenem und Möglichem Ricarda Drüeke, Susanne...
Zwischen Gegebenem und Möglichem
Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht in Bewegung Tanja Maier, Martina Thiele,...
Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht in Bewegung

Weitere Titel zum Thema

Medien

Weitere Titel aus der Reihe

Critical Studies in Media and Communication