Interview

... mit Yeliz Yildrim-Krannig

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Es behandelt ein sowohl wissenschaftlich als auch politisch und gesellschaftlich hoch... >>>
... mit Yeliz Yildrim-Krannig

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Es behandelt ein sowohl wissenschaftlich als auch politisch und gesellschaftlich hoch brisantes Thema, das der Migration und Integration – allerdings aus einer durchaus anderen Perspektive. Und das Buch zeigt Möglichkeiten für einen anderen Umgang mit der Thematik als bisher geschehen. Es wird Zeit, neue, mutige Wege zu beschreiten. Diese Wege und Gründe dafür werden in meinem Buch aufgezeigt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Das Buch zeigt, welche Problematik dem bisherigen wissenschaftlichen und politischen Diskurs zur Migration und Integration anhaftet, woraus dieser (historisch) resultiert und auf welche Weise er sich bis heute fortschreibt. Erst aus dieser Erkenntnis heraus lässt sich eine alternative Perspektive einnehmen: ein anderes Kulturverständnis. Nimmt man die aufgezeigte Perspektive ein, verschiebt sich der Fokus – weg vom Problemdiskurs hin zu neuen Wegen und Möglichkeiten für den Umgang mit der Thematik.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Es nimmt die aktuelle kultur- und sozialwissenschaftliche Forschungsdebatte in Augenschein, reflektiert kritisch aktuelle Diskurse und bietet eine Reflexionsebene: Es zeigt Forschungsperspektiven, es zeigt wie problemorientiert die darin eingenommenen Perspektiven zum größten Teil sind und bietet alternative Zugänge, die einen gar unumgänglichen Paradigmenwechsel postulieren.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mein Buch befasst sich aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive mit dem Umgang mit Migration und Integration in der Bundesrepublik. Dazu zählen sowohl die Wissenschaft als auch die Politik. Daher wären es drei Personen: Aus der Wissenschaft mit Prof. Dr. Klaus Bade und (dem leider bereits verstorbenen) Prof. Dr. Michael Bommes und mit Aydan Özoguz, Bundesintegrationsbeauftragte aus der Politik.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Es ist innovativ, enthält originelle, politisch durchaus umsetzungsfähige Neuorientierungen für den Umgang mit Migration und Integration für die BRD. <<<


Yeliz Yildirim-Krannig

Kultur zwischen Nationalstaatlichkeit und Migration

Plädoyer für einen Paradigmenwechsel

Aktuelle Diskussionen und soziologisch-politische Wirklichkeiten
von »Migration« und »Integration« sind als diskursive Konstrukte wirksam geworden.
Damit verknüpfte, in der Öffentlichkeit etablierte Semantiken erweisen sich nicht zuletzt vor dem Hintergrund der durch den aktuellen demographischen Wandel hervorgebrachten Herausforderungen (Fachkräftemangel, Rentenfinanzierung etc.) als problematisch.
Yeliz Yildirim-Krannig widmet sich einer Rekonstruktion des Migrations-/Integrationsdiskurses. Sie zeigt neue theoretische Positionen und Perspektiven für eine der veränderten Migrationswirklichkeit angemessene Praxis auf und entwickelt alternative Zugänge zum Migrations- und Integrationskontext.


 

Yeliz Yildirim-Krannig ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Jena (IWK). Ihr Forschungsschwerpunkt ist Kultur und Identität im Kontext von Migration und Integration.

Besprochen in:

Swiss Migration News, 30.06.2014
BZgA-InfoDienst Migration, 3 (2014)
Portal für Politikwissenschaft, 04.09.2014, Frank Kaltofen
IDA-NRW, 20/3 (2014)

Soziologie, Politikwissenschaften, Interkulturelle Kommunikation, Pädagogik, Erziehungswissenschaften

Print 29,99 €

05/2014, 260 Seiten, kart., zahlr. Abb.
ISBN 978-3-8376-2726-8

Artikel-Nr.: 2726

-2726-8: Yildirim-K., Kultur zw. Nationalst. und Migr.

Plädoyer für einen Paradigmenwechsel

 

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E-Book 26,99 €

PDF-Download, 1,60 MB
06/2014, 260 Seiten
ISBN 978-3-8394-2726-2

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