Autoreninterview

... mit Judith Siegmund

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
In der Fragestellung nach dem künstlerischen Handeln treffen kunstphilosophisch relevante Gedanken auf Überlegungen zu aktuellen Entwicklungen... >>>
... mit Judith Siegmund

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
In der Fragestellung nach dem künstlerischen Handeln treffen kunstphilosophisch relevante Gedanken auf Überlegungen zu aktuellen Entwicklungen künstlerischer Praxis.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Von der Theoriegeschichte des Darstellungshandelns bis zur zeitgemäßen ‹Praxisästhetik‹ fassen die Autorinnen und Autoren künstlerisches Handeln aus verschiedenen Fächerperspektiven. Sie argumentieren produktionsästhetisch, kunst- und kulturhistorisch, handlungs- und erkenntnistheoretisch sowie zeitdiagnostisch. Neu ist daran, wie sich durch die Beiträge der Theoriestrang des künstlerischen Handelns ausbildet.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Machen und Wahrnehmen von Kunst können über den Begriff der Handlung neu vermittelt werden. Ebenso wichtig ist es, die Intentionalität des künstlerischen Hervorbringens und Rezipierens als ein Ausgerichtetsein des jeweiligen Handlungsprozesses zu reflektieren. Die soziale Verfasstheit solcher Prozesse muss dabei mitbedacht werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Ein paar ungeklärte Punkte müsste man vielleicht noch einmal mit Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Friedrich Hölderlin oder Peter Weiss besprechen. Aber auch eine Diskussion mit Hannah Arendt könnte zu interessanten Einsichten führen. Spannend wäre es ebenso mit Emil Utitz oder Gottlob Frege zu diskutieren. Gerne würden wir uns über die Thesen des Buchs auch mit lebenden Theoretikerinnen und Theoretikern, die im Umfeld der Kunst forschen, auseinandersetzen.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Das Machen und Rezipieren von Kunst sind Handlungen, die paradigmatisch sind für ästhetische Praktiken; ästhetische Praktiken sind vergleichbar mit anderen Formen des Handelns. <<<


Daniel Martin Feige / Judith Siegmund (Hg.)

Kunst und Handlung

Ästhetische und handlungstheoretische Perspektiven

Ist Kunst eine Form des Handelns? Und wenn ja, in welchem Sinne?
Handlungen werden häufig als praktische Verkörperung von Intentionen aufgefasst. Die Beiträge des Bandes zeigen: Von der kunstphilosophischen Tradition her lässt sich die Frage nach Kunst und Handlung sowohl mit Blick auf die Hervorbringung von Kunst als auch mit Blick auf ihre Erfahrung stellen. Kunst im Rahmen einer Poetik aufzufassen bedeutet allerdings, sie als eine Handlung zu bestimmen, der bestimmte Ziele zu eigen sind.


 

Daniel Martin Feige (Prof. Dr. phil.) ist Juniorprofessor für Philosophie und Ästhetik unter besonderer Berücksichtigung des Designs an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.
Judith Siegmund (Prof. Dr. phil.) ist Juniorprofessorin für Theorie der Gestaltung/Ästhetische Theorie und Gendertheorie an der Universität der Künste Berlin.

Homepage:
www.judithsiegmund.de

Besprochen in:

sehepunkte, 16/2 (2016), Martina Sauer

Philosophie, Ästhetik, Kunsttheorie, Kulturwissenschaften

Print 29,99 €

10/2015, 262 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-2796-1

Artikel-Nr.: 2796

-2796-1: Feige/Siegmund (Hg.), Kunst und Handlung

Ästhetische und handlungstheoretische Perspektiven

 

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E-Book 26,99 €

PDF-Download, 2,70 MB
10/2015, 262 Seiten
ISBN 978-3-8394-2796-5

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