Teaching Gender?

Zum reflektierten Umgang mit Geschlecht im Schulunterricht und in der Lehramtsausbildung

Schule ist kein geschlechtsneutraler Raum. Asymmetrische Geschlechterverhältnisse und Stereotype werden in Lehrmaterialien, Unterrichtsgestaltungen und Interaktionen vielfach (re-)produziert. Eine reflektierte Pädagogik ist gefragt, um den Zweigeschlechtlichkeit zementierenden Differenzierungen entgegenzuwirken.

Auf die Gender Studies aufbauend und ausgehend von MINT-Fächern, Sprachunterricht, ästhetischen Fächern sowie »Gesellschaft lernen« werden in diesem Buch konkrete Analysen und exemplarische Umsetzungsbeispiele für den Schulunterricht präsentiert. Weitere Beiträge stellen zudem erprobte Konzepte zur Integration von Gender in die Lehramtsausbildung vor.

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2015-05-26, 564 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2822-7

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Juliette Wedl

Juliette Wedl, Braunschweiger Zentrum für Gender Studies (BZG), Deutschland

Annette Bartsch

Annette Bartsch, Technische Universität Braunschweig, Deutschland

... mit Juliette Wedl und Annette Bartsch

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Unser Buch antwortet auf einen Bedarf. In Diskussionen mit angehenden und praktizierenden Lehrer_innen kommt regelmäßig die Frage auf, wie Geschlecht im Schulalltag und im Unterricht zum Thema gemacht werden kann, ohne Stereotype zu reproduzieren. Gefragt wird weniger nach dem Warum, sondern nach dem Wie. Wie in den Unterricht integrieren, wie auf Situationen reagieren, wie die Notwendigkeit begründen. Hier setzt das Buch an – und verschränkt dabei konsequent die Wissenschaft mit der Praxis.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Einzelne Unterrichtsvorschläge lassen sich auch anderswo finden. Aber in unserem Buch steht die Praxis im engen Dialog mit der Forschung, wobei der Fokus auf der praktischen Umsetzung im Unterricht liegt. Betrachtet werden verschiedene Fächer und Themen – wobei auch fachfremde Konzepte Anregungen für das eigene Fach geben sollen. Gerahmt sind diese Überlegungen von Beiträgen, die die Bedeutung von Geschlecht im Schulkontext reflektieren und von Vorschlägen, die die Lehramtsausbildung betreffen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Wichtig ist die Übersetzung der Erkenntnisse der Gender Studies in Praxisfelder, hier die Schule. Die Werte Gleichberechtigung und Toleranz werden in unserer Gesellschaft weitgehend geteilt. Das bedeutet für den Schulkontext: verschiedene Lebensrealitäten, Geschlecht in seiner Varianz und Menschen in ihrer Vielfalt als Normalität anzuerkennen und sichtbar zu machen. Doch für die Umsetzung muss das Wollen und Wissen mit fundierter Gender-Kompetenz verbunden werden – und das bedeutet die (Selbst-)Reflexion anzuregen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die professionell mit Schule zu tun haben: Mit Lehrer_innen (sowie Lehramtsstudierenden und Praktiker_innen aus dem Schulkontext), mit Aus- und Fortbildungsakteur_innen, mit Ministerien und Institutionen, die Schaltstellen zur Schule darstellen, mit Gender-Forscher_innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Suche nach kreativen Wegen, die in der Schule genderreflektierte und -reflektierende sowie diskriminierungsarme Denkräume schaffen.

»Ein Muss für alle, die in der Schule arbeiten oder sich darauf vorbereiten.«
impu!se, 97 (2017)
»Ein wichtiger Beitrag zur Diskussion über den Umgang mit geschlechtlicher und sexueller Vielfalt im Schulunterricht und in der Lehramtsausbildung.« Frauke Grenz, Jahrbuch Frauen- und Geschlechterforschung (2017)
»Eine reichhaltige Fundgrube an zahlreichen Perspektiven und konkreten Vorschlägen, um ein lange vernachlässigtes Thema auch im Unterricht aus seinem Schattendasein zu befreien.«
Jens F. Heiderich, Zeitschrift für Romanische Sprachen und ihre Didaktik, 10.1 (2016)
»Der Sammelband füllt eine Lücke, da es ihm erstens gelingt, auf den aktuellen Stand der Schulforschung Bezug zu nehmen, zweitens verschiedene, sich ergänzende Theorien aus der Frauen- und Geschlechterforschung – differenztheoretische, konstruktivistische, dekonstruktivistische wie queere Ansätze – zu berücksichtigen, und drittens praxisnahe Ideen für den Schulunterricht vorzustellen und zu diskutieren. Dem Buch ist eine große Leser_innenschaft zu wünschen.«
Christiane Micus-Loos, Erziehungswissenschaftliche Revue, 15/2 (2016)
»Eine wichtige und bereichernde Weiterführung der Auseinandersetzung mit Geschlechteraspekten in der Pädagogik.«
Renate Tanzberger, EfEU-Newsletter, 3 (2016)
»Ein Buch, das sowohl noch wenig mit Genderfragen befassten, aber an ihnen interessierten Lehrkräften Einblicke in die Genderforschung bietet als auch jenen Lehrenden konkrete Beispiele vorstellt, die gezielt nach Anregungen suchen.«
Hannelore-Faulstich-Wieland, GENDER, 1 (2016)
Besprochen in:
GMK-Newsletter, 7/8 (2015)
Autor_in(nen)
Juliette Wedl / Annette Bartsch (Hg.)
Buchtitel
Teaching Gender? Zum reflektierten Umgang mit Geschlecht im Schulunterricht und in der Lehramtsausbildung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
564
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-2822-7
DOI
10.14361/9783839428221
Warengruppe
1572
BIC-Code
JNA JFSJ
BISAC-Code
EDU036000 SOC032000 EDU040000 SOC026000
THEMA-Code
JNA JBSF
Erscheinungsdatum
2015-05-26
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Bildung
Adressaten
Gender Studies, Pädagogik, Erziehungswissenschaften, Natur- und Kulturwissenschaften, Diversity Studies, Interkulturelles Lernen sowie Praktiker_innen in Schule und sozialer Arbeit
Schlagworte
Gender, Schule, Fachunterricht, Lehramtsausbildung, Pädagogik, MINT, Interdisziplinarität, Interkulturelles Lernen, Bildung, Geschlecht, Bildungsforschung, Gender Studies, Bildungssoziologie, Bildungstheorie

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