Fotografie und Gesellschaft

Phänomenologische und wissenssoziologische Perspektiven
(unter Mitarbeit von Niklaus Reichle)

Fotografie blieb in den Sozialwissenschaften bislang ein eher unterbelichtetes Thema, obwohl ihre Bedeutung in der Gegenwartsgesellschaft rasant zugenommen hat. Der Band schließt diese Lücke: mit Analysen nicht nur der Bildinterpretation, sondern auch der fotografischen Handlung selbst sowie der Auseinandersetzung mit Fotos. Die Beiträge renommierter Autor_innen über die Fotopraxis von Laien und Professionellen, den Übergang von der analogen zur digitalen Fotografie, das Fotografieren mittels Smartphone und Foto-Apps, die Gebrauchsweisen von Fotografie im Alltag und in den Medien sowie die Besonderheiten der Bildkommunikation und -interpretation wenden sich nicht nur an Sozial-, Medien- und Kulturwissenschaftler_innen, sondern an alle, die sich für Fotografie interessieren.

Mit Beiträgen von Nina Baur/Patrik Budenz, Oliver Bidlo/Norbert Schröer, Aida Bosch, Roswitha Breckner, Achim Brosziewski, Jochen Dreher, Thomas S. Eberle, Paul Eisewicht/Tilo Grenz, Ronald Hitzler, Felix Keller, Hubert Knoblauch, Bernard Langerock/Hermann Schmitz, Christoph Maeder, Jörg Metelmann, Klaus Neumann-Braun, Michaela Pfadenhauer, Angelika Poferl/Reiner Keller, Manfred Prisching, Jürgen Raab, Jo Reichertz/Sylvia Marlene Wilz, Bernt Schnettler, Franz Schultheis, Hans-Georg Soeffner, Ilja Srubar und Anna Lisa Tota.

29,99 € *

2017-03-22, 456 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2861-6

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Thomas S. Eberle

Thomas S. Eberle, Universität St. Gallen, Schweiz

... mit Thomas S. Eberle

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Noch nie wurde so viel fotografiert wie heute: Pro Sekunde werden weltweit über 20.000 Bilder ins Internet geladen, also fast zwei Milliarden pro Tag, Tendenz steigend. Die sozialen Gebrauchsweisen der Fotografie haben sich seit der digitalen Revolution enorm verändert. Der Zusammenhang von Fotografie und Gesellschaft ist daher sehr aktuell, hat viele Facetten und muss dringend vertieft erforscht werden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es gibt viele Bücher über Fotografie, doch nur wenige beleuchten den gesellschaftlichen Kontext und die sozialen Gebrauchsweisen der Fotografie. Thematisch unterscheidet sich das vorliegende Buch daher deutlich von den mannigfaltigen Publikationen über Fotojournalismus oder Fotografie als Kunst. Es werden gesellschaftliche Kontexte von Fotos und fotografischer Praxis im Alltagsleben, in der sozialwissenschaftlichen Forschung sowie in der Kunst untersucht.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Obwohl sich die Fotografie im 20. Jahrhundert und insbesondere seit Beginn des 21. Jahrhunderts rasant verbreitet hat, steckt die Visuelle Soziologie noch in den Kinderschuhen. Ihre Entwicklung während der letzten Dekade wurde im deutschsprachigen Raum vor allem von den in diesem Buch versammelten phänomenologischen und wissenssoziologischen Ansätzen getragen. Deren Gemeinsamkeit besteht darin, dass sie alle dem interpretativen Paradigma verpflichtet sind und sich von den semiotischen Ansätzen, die in den Medienwissenschaften oft anzutreffen sind, unterscheiden und diese fruchtbar erweitern.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit sämtlichen Menschen, die sich für den Zusammenhang von Fotografie und Gesellschaft interessieren. Zum einen natürlich mit meinen Fachkolleg_innen aus der Visuellen Soziologie, aber auch mit Kultur-, Kommunikations- und Medienwissenschaftler_innen sowie interdisziplinär orientierten Forscher_innen der Bildwissenschaft und Visual Studies. Zum anderen aber auch mit Praktiker_innen der Fotografie, seien es professionelle, Amateur- oder Laien-Fotograf_innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Thema dieses Buchs sind die sozialen Gebrauchsweisen der Fotografie im Alltagsleben, in der sozialwissenschaftlichen Forschung als auch in der Kunst.

»Die breitgefächerten Themen dieses schönen Sammelbandes bilden den aktuellen Stand der Forschung ab und machen [ihn] zu einem echten akademischen Arbeitsbuch.«
www.kulturbuchtipps.de/www.kulturthemen.de, 12.04.2018
»Eine reichhaltige, vielfältige und instruktive Palette an unterschiedlichen wissenssoziologischen und (sozial-)phänomenologischen Beiträgen zum Umgang mit der Fotografie.«
Carsten Heinze, [r:k:m], 02.02.2018
»Lesens- und kaufenswert!«
Thomas Feltes, Polizei-Newsletter, 5 (2017)
Autor_in(nen)
Thomas S. Eberle (Hg.)
Buchtitel
Fotografie und Gesellschaft Phänomenologische und wissenssoziologische Perspektiven
(unter Mitarbeit von Niklaus Reichle)
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
456
Ausstattung
Hardcover, zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-2861-6
DOI
10.14361/9783839428610
Warengruppe
1721
BIC-Code
JHB JFD AJ
BISAC-Code
SOC026000 PHO005000
THEMA-Code
JHB JBCT AJ
Erscheinungsdatum
2017-03-22
Auflage
1
Themen
Fotografie
Adressaten
Soziologie, Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Fotografie, Phänomenologie, Wissenssoziologie, Medien, Mediensoziologie, Soziologie

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