Interview

... mit Samuel Sieber

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Überwachungsskandale, Datenschutzdebatte, Medienrevolutionen oder die kommunikative Ekstase in... >>>
... mit Samuel Sieber

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Überwachungsskandale, Datenschutzdebatte, Medienrevolutionen oder die kommunikative Ekstase in sozialen Netzwerken: Mein Buch analysiert die virulenten Phänomene der gegenwärtigen Macht digitaler Medien – und zeigt in ihnen politische Spielräume auf.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Es aktualisiert einen diskurs- und machtanalytischen Zugang zu den digitalen Regierungs- und Kontrollgesellschaften unserer Gegenwart – und kombiniert diesen mit der dekonstruktiven Geste politischer Philosophie.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Weder haben sich in der weltweit vernetzten Medientechnik die Versprechen partizipativer oder demokratischer Kommunikation realisiert, noch bedeutet der digitale Verdatungs- und Überwachungsexzess ein Ende des Politischen. Mein Buch zeigt, dass die Mediendispositive unserer Gegenwart ein zentrales Desiderat der Forschung sind.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Interessierten, die sich theoretisch und politisch mit Michel Foucault und Gilles Deleuze, Jacques Derrida und Jean Luc Nancy beschäftigt haben oder wollen, um das Verhältnis von Macht und Medien noch genauer zu analysieren.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Die Macht der Medien regiert und reguliert die Räume gemeinschaftlicher Kommunikation und stellt sie damit – stets von Neuem – zur Disposition. <<<


Samuel Sieber

Macht und Medien

Zur Diskursanalyse des Politischen

Neue Medien und digitale Netze prägen maßgeblich die politischen Herausforderungen der Gegenwart. Sogenannte »Medienrevolutionen« versprechen eine Zunahme des weltweit zugänglichen Wissens und der demokratischen Willensbildung – zugleich florieren die Verdatungsregime einer gouvernementalen Netzwerkgesellschaft, die wesentlich eine Überwachungs- und Kontrollgesellschaft ist.
Samuel Sieber rekonstruiert minutiös die Bedeutung der Diskurs- und Machtanalyse Michel Foucaults für eine Theorie und Analyse der Dispositive der medienvermittelten Kommunikation, die den politischen Spielraum des Machtgefüges ebenso eingrenzen wie erweitern.


 

Samuel Sieber (Dr. phil.) forscht und lehrt in Basel und Zürich. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Diskurs- und Dispositivanalyse, Medientheorie, politische Philosophie und Game Studies.

Homepage:
Samuel Sieber: www.samuelsieber.info

»Das Buch zeichnet sich nicht nur durch seine durchweg profunden Analysen aus; die Studie besticht mit plausiblen Übergängen, gerade zwischen den eng an Foucault gebundenen Passagen, an die Theorien abgegrenzt oder geknüpft werden, wie auch der stets mitlaufenden Aufarbeitung des aktuellen Forschungsstandes.«
Mathias Denecke, MEDIENwissenschaft, 3 (2016)
Besprochen in:

GMK-Newsletter, 1 (2015)
Portal für Politikwissenschaft, 06.08.2015, Thomas Mirbach

Medienwissenschaft, Philosophie, Kulturwissenschaft, Soziologie, Politikwissenschaft

Print 32,99 €

10/2014, 292 Seiten, kart., zahlr. Abb.
ISBN 978-3-8376-2879-1

Artikel-Nr.: 2879

-2879-1: Sieber, Macht und Medien

Zur Diskursanalyse des Politischen

 

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PDF-Download, 5,90 MB
10/2014, 292 Seiten
ISBN 978-3-8394-2879-5

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