Autoreninterview

... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Der Band behandelt ein zentrales Problemfeld akademischer und nicht-akademischer Wissenskulturen aus der Perspektive der interdisziplinären... >>>
... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Der Band behandelt ein zentrales Problemfeld akademischer und nicht-akademischer Wissenskulturen aus der Perspektive der interdisziplinären Medienforschung. Im Unterschied zu den Nachbardisziplinen Geschichts-, Film-, Theater- oder Kunstwissenschaft hat die Medienwissenschaft das Thema gerade erst entdeckt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Zum Reenactment als künstlerischem Verfahren, Strategie des filmischen Erzählens oder als Phänomen der Erinnerungskultur existiert bereits eine reichhaltige Literatur, nicht aber zum Reenactment als Medienpraktik des Verortens, Verkörperns und Vergegenwärtigens von Wissen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Perspektiven u.a. der Ethnologie, Postcolonial Studies, Linguistik sowie der Geschichts-, Film- und Literaturwissenschaft werden zusammengebracht, um die Medialität des Reenactments genauer fassen zu können. Dafür wird ein erweiterter Medienbegriff zugrunde gelegt, der das Körperlich-Performative betont. Zudem erprobt der Band derzeit viel diskutierte medienpraxeologische Methoden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit einer disziplinär gemischten Gruppe von akademischen und nicht-akademischen Expert*innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Reenactment als kreative Medienaneignung ist ein Verfahren, das neues Wissen hervorbringt. <<<


Anja Dreschke / Ilham Huynh / Raphaela Knipp / David Sittler (Hg.)

Reenactments

Medienpraktiken zwischen Wiederholung und kreativer Aneignung

Reenactments als Medienpraktiken des Wiederaufführens, Nacherlebens und Reaktualisierens sind nie »bloße« Wiederholungen dokumentierter oder fiktionaler Ereignisse, sondern stets kreativ-produktive Medienaneignungen, die ihrerseits neue mediale Formen schaffen. Am Beispiel von Verfahren der bildenden Kunst, des Theaters und des Films, anhand populärkultureller Praktiken der Geschichtsaneignung und des Literaturtourismus und anhand von Reinszenierungen in der Alltagsinteraktion geht der Band der Frage nach, welche Bedeutung dem Rekurs auf mediale Repräsentationen (Filme, Bücher, Computerspiele) zukommt. Mit Beiträgen aus der Ethnologie, der Kultur-, der Medien-, der Geschichts- und der Literaturwissenschaft sowie der Linguistik.


 

Anja Dreschke (M.A.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt »Trancemedien und Neue Medien« an der Universität Siegen.
Ilham Huynh (M.A.) und Raphaela Knipp (M.A.) sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Siegener DFG-Graduiertenkolleg »Locating Media«.
David Sittler (M.A.) forscht im Rahmen des DFG-Sonderforschungsbereichs 1187 »Medien der Kooperation« an der Universität Siegen.

Homepage:
www.uni-siegen.de/locatingmedia/

Medienwissenschaft, Ethnologie, Literaturwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Linguistik, Theaterwissenschaft, Filmwissenschaft, Kunstwissenschaft, Soziologie, Game Studies, Kulturwissenschaft, Performance Studies, Postcolonial Studies

Print ca. 39,99 €

09/2016, 384 Seiten, kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN 978-3-8376-2977-4

Artikel-Nr.: 2977

-2977-4: Dreschke et al. (Hg.), Reenactments

Medienpraktiken zwischen Wiederholung und kreativer Aneignung

erscheint vorauss. im  September 2016

 
 
 

E-Book ca. 39,99 €

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09/2016, 384 Seiten
ISBN 978-3-8394-2977-8

erscheint vorauss. im September 2016

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