Reenactments

Medienpraktiken zwischen Wiederholung und kreativer Aneignung

Reenactments als Medienpraktiken des Wiederaufführens, Nacherlebens und Reaktualisierens sind nie »bloße« Wiederholungen dokumentierter oder fiktionaler Ereignisse, sondern stets kreativ-produktive Medienaneignungen, die ihrerseits neue mediale Formen schaffen. Am Beispiel von Verfahren der bildenden Kunst, des Theaters und des Films, anhand populärkultureller Praktiken der Geschichtsaneignung und des Literaturtourismus und anhand von Reinszenierungen in der Alltagsinteraktion geht der Band der Frage nach, welche Bedeutung dem Rekurs auf mediale Repräsentationen (Filme, Bücher, Computerspiele) zukommt. Mit Beiträgen aus der Ethnologie, der Kultur-, der Medien-, der Geschichts- und der Literaturwissenschaft sowie der Linguistik.

39,99 € *

2016-09-07, 384 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2977-4

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Anja Dreschke

Anja Dreschke, Universität Siegen, Deutschland

Ilham Huynh

Ilham Huynh, Universität Siegen, Deutschland

Raphaela Knipp

Raphaela Knipp, Universität Siegen, Deutschland

David Sittler

David Sittler, Universität Siegen, Deutschland

... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Der Band behandelt ein zentrales Problemfeld akademischer und nicht-akademischer Wissenskulturen aus der Perspektive der interdisziplinären Medienforschung. Im Unterschied zu den Nachbardisziplinen Geschichts-, Film-, Theater- oder Kunstwissenschaft hat die Medienwissenschaft das Thema gerade erst entdeckt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Zum Reenactment als künstlerischem Verfahren, Strategie des filmischen Erzählens oder als Phänomen der Erinnerungskultur existiert bereits eine reichhaltige Literatur, nicht aber zum Reenactment als Medienpraktik des Verortens, Verkörperns und Vergegenwärtigens von Wissen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Perspektiven u.a. der Ethnologie, Postcolonial Studies, Linguistik sowie der Geschichts-, Film- und Literaturwissenschaft werden zusammengebracht, um die Medialität des Reenactments genauer fassen zu können. Dafür wird ein erweiterter Medienbegriff zugrunde gelegt, der das Körperlich-Performative betont. Zudem erprobt der Band derzeit viel diskutierte medienpraxeologische Methoden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit einer disziplinär gemischten Gruppe von akademischen und nicht-akademischen Expert*innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Reenactment als kreative Medienaneignung ist ein Verfahren, das neues Wissen hervorbringt.

»Die diversen Stränge werden im Sammelband produktiv im Sinne einer Grundlagenforschung zum thematischen Oberbegriff zusammengeführt.«
Sven Pötting, MEDIENwissenschaft, 4 (2017)
Buchtitel
Reenactments Medienpraktiken zwischen Wiederholung und kreativer Aneignung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
384
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-2977-4
DOI
10.14361/9783839429778
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD AN JHB
BISAC-Code
SOC052000 PER011020 SOC022000
THEMA-Code
JBCT ATD JHB
Erscheinungsdatum
2016-09-07
Auflage
1
Themen
Medien, Theater
Adressaten
Medienwissenschaft, Ethnologie, Literaturwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Linguistik, Theaterwissenschaft, Filmwissenschaft, Kunstwissenschaft, Soziologie, Game Studies, Kulturwissenschaft, Performance Studies, Postcolonial Studies
Schlagworte
Reenactment, Medien, Medienpraktiken, Populärkultur, Wissenskultur, Performance, Aneignung, Theater, Medientheorie, Theaterwissenschaft, Körper, Medienwissenschaft

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung