Interview

... mit Luise Reitstätter

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Weil es aus dem Bedürfnis entstand, die Bedeutung der Kunstpräsentation zu... >>>
... mit Luise Reitstätter

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Weil es aus dem Bedürfnis entstand, die Bedeutung der Kunstpräsentation zu entschlüsseln, viel Herzblut in dieses Unterfangen geflossen ist und das erhobene Wissen zum Teilen da ist.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Das Buch bietet ein durch intensive Feldforschungen begründetes Bild der Ausstellung als Handlungsraum mit einer Reihe programmatischer Überlegungen – von ›guten‹ Besucher/-innen, Stufen der Wahrnehmung über den Wert des Künstlerischen bis hin zum Wunsch, aus der Ausstellung etwas mitnehmen zu wollen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Die Ausstellung ist ein zunehmend beforschtes Terrain, sei es im Rahmen von künstlerischen Auseinandersetzungen, kuratorischen Überlegungen oder kulturwissenschaftlichen Untersuchungen. Meiner Meinung nach besteht dieses Interesse zu Recht, offeriert die Ausstellung doch einen singulären sensorischen Ort, an dem räumliche Gestaltung auf körperliches Wahrnehmen trifft und eine andere Form der Erkenntnis erlebbar ist.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Menschen aus dem Museum – von der Aufsicht bis zum Direktor – sowie mit Menschen, die von ihrem Recht auf Museum keinen Gebrauch machen, weil sie sich an diesem Ort nicht ›zu Hause‹ fühlen.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Eine Ausstellung ist ... wenn Menschen und Dinge aufeinandertreffen und vieles möglich ist. <<<


Luise Reitstätter

Die Ausstellung verhandeln

Von Interaktionen im musealen Raum

Ausstellungen sind sozial umkämpfte Räume. Hier wird verhandelt, wer spricht und wer gehört wird. (Un-)Bewusste Intentionen der Ausstellungsmacher_innen treffen räumlich vermittelt auf vermeintliche Deutungen der Besucher_innen. Doch was passiert in diesem Setting tatsächlich?
Bislang betrachtete die Forschung kunsthistorische Inszenierungsanalysen und empirische Besucher_innenforschung vorwiegend getrennt. Die Frage nach dem Verhältnis von Menschen und Dingen im Raum wurde vergleichsweise selten gestellt. Mittels umfassender Feldforschungen sowie raum- und handlungstheoretischer Bezüge liefert Luise Reitstätter Antworten und veranschaulicht ortsspezifische Eigenlogiken des Sozialraums Ausstellung.


 
Autorenbild Reitstätter, Luise

Luise Reitstätter (Dr. phil.) ist Kulturwissenschaftlerin mit langjähriger Tätigkeit im internationalen Kunstbetrieb (u.a. documenta 12, Österreich Pavillon – La Biennale di Venezia). Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Museologie, Raumsoziologie und Methoden qualitativer Sozialforschung.

Besprochen in:

Artinvestor, 3 (2015)
Standbein Spielbein, 102 (2015)
www.theaterforschung.de, 02.10.2015, Michael Isenberg

Museologie, Soziologie und Kulturwissenschaft, Kunstgeschichte sowie Ausstellungsmacher_innen und Besucher_innen

Print 29,99 €

05/2015, 262 Seiten, kart., farb. Abb.
ISBN 978-3-8376-2988-0

Artikel-Nr.: 2988

-2988-0: Reitstätter, Die Ausstellung verhandeln

Von Interaktionen im musealen Raum

 

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E-Book 26,99 €

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05/2015, 262 Seiten
ISBN 978-3-8394-2988-4

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