Interview

... mit Katrin Horn

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Weil eine musikwissenschaftlich fundierte, kulturhistorisch kontextualisierte Auseinandersetzung mit... >>>
... mit Katrin Horn

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Weil eine musikwissenschaftlich fundierte, kulturhistorisch kontextualisierte Auseinandersetzung mit Stimme und Gesang als dem zentralen Element populärer Musik längst überfällig war. Und weil das Buch für Musiker/-innen, Wissenschaftler/-innen, Pädagog/-innen und Fans gleichermaßen interessant und aufschlussreich ist.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Detaillierte Beschreibungen und Grafiken eröffnen einen differenzierten Blick auf den Einsatz von Stimme in einer Fülle an bekannten, aber auch längst vergessenen Songs. Dadurch erfasst »Stimme – Kultur – Identität« die Komplexität vokaler Gestaltung in populärer Musik auf ganz neue Weise. Zahlreiche Beispiele und Querverweise machen den Forschungsgegenstand für ›Neulinge‹ ebenso zugänglich wie die musikanalytische Tiefe das Buch für Gesangsexpert_innen relevant macht. Die Einbeziehung historischer Kontexte rückt zudem die kulturelle Verortung von Stimme noch einmal neu ins Bewusstsein.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
»Stimme – Kultur – Identität« zeigt auf, wie ertragreich der Brückenschlag zwischen der Musikwissenschaft und der Kulturwissenschaft sein kann. Darüber hinaus ist der hier gewonnene Einblick in die Entstehungsgeschichte populären Gesangs von immenser Bedeutung für alle, die sich mit zeitgenössischen vokalen Phänomenen auseinandersetzen. Das Buch ist sozusagen Grundlagenforschung und interdisziplinäres ›Best-Practice‹-Beispiel in einem.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Das Schöne an der Entstehung des Buches aus einem DFG-Forschungsprojekt heraus ist, dass wir bereits intensiv Gelegenheit hatten, das Buch miteinander und mit Kolleg/-innen zu diskutieren, Herangehensweisen zu überdenken und Ergebnisse abzugleichen. Eine Weiterführung dieser Gespräche wäre darüber hinaus natürlich mit allen interessant, denen populäre Musik und ihre wissenschaftliche Aufbereitung wichtig ist.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Stars & Stereotype, Hits & Hintergründe: Die Stimme als verbindendes Element zwischen diesen Eckpunkten populärer Musik detailreich analysiert und kontextualisiert. <<<


Martin Pfleiderer / Tilo Hähnel / Katrin Horn / Christian Bielefeldt (Hg.)

Stimme, Kultur, Identität

Vokaler Ausdruck in der populären Musik der USA, 1900-1960

Dieses Buch widmet sich den Stimmen und Gesangsweisen in der populären Musik der USA. Am Beispiel von Sängerinnen und Sängern aus den Bereichen Vaudeville, Gospel, Blues, American Popular Song, Musical, Jazz, Country, Folk, Rhythm & Blues, Rock'n'Roll und Soul beschreiben die Beiträge detailliert, wie vokale Ausdrucksmittel einander über Genregrenzen hinweg beeinflusst haben und wie sich in ihnen Images, kulturelle Stereotypen und kollektive Identitäten spiegeln.
Die Verknüpfung von musikanalytischen mit kulturwissenschaftlichen Forschungsansätzen gibt neue Impulse für die Auseinandersetzung mit populärer Musik und populärem Gesang.


 

Martin Pfleiderer (Prof. Dr. habil.) ist Musikwissenschaftler und lehrt Geschichte des Jazz und der populären Musik in Weimar.
Tilo Hähnel (Dr. phil.) ist Musikwissenschaftler und lebt in Weimar.
Katrin Horn (M.A.) forscht und lehrt an der FAU Erlangen-Nürnberg.
Christian Bielefeldt, Dr. phil., lebt, unterrichtet und forscht in Zürich. Studium in Hamburg, Tätigkeit als Theatercellist, 1994 Gründung von TRE MODI, Ensemble für Alte und Neue Musik. 1998-2000 Stipendiat am DFG-Graduiertenkolleg »Intermedialität« (Siegen). Veröffentlichungen zu Neuer Musik und Filmmusik.

Homepage:
Martin Pfleiderer: www.hfm-weimar.de/popvoices
Tilo Hähnel: www.hfm-weimar.de/popvoices
Katrin Horn: www.hfm-weimar.de/popvoices
Christian Bielefeldt: www.hfm-weimar.de/popvoices

Besprochen in:

GMK-Newsletter, 8 (2015)

Musikwissenschaft, Kulturwissenschaft, Gesangspädagogik, Amerikanistik, Medienwissenschaft sowie Sänger_innen, Musiker_innen und Musikfans

Print 36,99 €

06/2015, 520 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-3086-2

Artikel-Nr.: 3086

-3086-2: Pfleiderer et al. (Hg.), Stimme, Kultur,

Vokaler Ausdruck in der populären Musik der USA, 1900-1960

 

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06/2015, 520 Seiten
ISBN 978-3-8394-3086-6

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