Grenzobjekte und Medienforschung

(hg. von Sebastian Gießmann und Nadine Taha)

Susan Leigh Stars (1954-2010) Werk bewegt sich zwischen Infrastrukturforschung, Sozialtheorie, Wissenschaftsgeschichte, Ökologie und Feminismus. Die wegweisenden historischen und ethnografischen Texte der US-amerikanischen Technik- und Wissenschaftssoziologin liegen mit diesem Band erstmals gesammelt auf Deutsch vor. Ihre Arbeiten zu Grenzobjekten, Marginalität, Arbeit, Infrastrukturen und Praxisgemeinschaften werden interdisziplinär kommentiert und auf ihre medienwissenschaftliche Produktivität hin befragt.

Mit Kommentaren von Geoffrey C. Bowker, Cora Bender, Ulrike Bergermann, Monika Dommann, Christine Hanke, Bernhard Nett, Jörg Potthast, Gabriele Schabacher, Cornelius Schubert, Erhard Schüttpelz und Jörg Strübing.

Auszeichnung

Zukunftspreis 2017 des Forschungskollegs der Universität Siegen

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Preface

    Seiten 9 - 10
  4. »Study the unstudied«

    Seiten 13 - 78
  5. Institutionelle Ökologie, ?Übersetzungen? und Grenzobjekte

    Seiten 81 - 116
  6. Boundary Objects, Boundary Media

    Seiten 117 - 130
  7. Die Struktur schlecht strukturierter Lösungen

    Seiten 131 - 150
  8. Von der Verteilten Künstlichen Intelligenz zur Diagrammatik der Grenzobjekte

    Seiten 151 - 166
  9. Kategoriale Arbeit und Grenzinfrastrukturen

    Seiten 167 - 204
  10. Das Ordnen der Dinge

    Seiten 205 - 212
  11. Dies ist kein Grenzobjekt

    Seiten 213 - 240
  12. Macht, Technik und die Phänomenologie von Konventionen

    Seiten 243 - 272
  13. »Another Person's Poison«

    Seiten 273 - 286
  14. Schichten des Schweigens, Arenen der Stimme

    Seiten 287 - 312
  15. Reflexionen zur Ökologie sichtbarer und unsichtbarer Arbeit bei Susan Leigh Star und Anselm Strauss

    Seiten 313 - 322
  16. Grounded Theory leben

    Seiten 323 - 346
  17. Rotluchs in Garageneinfahrt

    Seiten 347 - 356
  18. Schritte zu einer Ökologie von Infrastruktur

    Seiten 359 - 402
  19. »Worm World«

    Seiten 403 - 418
  20. Die Ethnografie von Infrastruktur (1999)

    Seiten 419 - 436
  21. Barrieren, Hinterbühnen, Infrastrukturen

    Seiten 437 - 444
  22. Transparenz jenseits individueller Größenordnungen

    Seiten 445 - 474
  23. Gebrauchstauglichkeit als performative Transparenz

    Seiten 475 - 482
  24. Mit Standards leben (2009)

    Seiten 483 - 510
  25. Wenn aus Klassifikationen Standards werden

    Seiten 511 - 518
  26. Quellennachweise

    Seiten 519 - 520
  27. Autorinnen und Autoren

    Seiten 521 - 522
  28. Herausgeber und Herausgeberin

    Seiten 523 - 524
  29. Register

    Seiten 525 - 534
  30. Backmatter

    Seiten 535 - 536
Mehr
29,99 € *

2017-10-10, 536 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3126-5

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... mit Sebastian Gießmann und Nadine Taha

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Unser Übersetzungsband ist die Entdeckung einer bekannten Unbekannten: Susan Leigh Star ist eine Technik- und Wissenschaftsforscherin für die digitale Gesellschaft, deren disziplinär verteilte Schriften nun erstmals auf Deutsch vorliegen. Unser Buch würdigt Stars grundlegendes Konzept der ›Grenzobjekte‹. Star markierte mit damit das Vermittlungspotenzial von Objekten im Kontext transdisziplinärer Kooperationen. Gleichermaßen versammelt der Band ihre ethischen Schriften zu ›Marginalität und Arbeit‹ und Pionierstudien zu ›Infrastrukturen und Praxisgemeinschaften‹.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Stars Arbeiten erscheinen aus heutiger Perspektive als genuine und wegweisende Medienforschungen, die bei vermittelnden Praktiken und Objekten ansetzten. So lassen sich ausgehend von Stars Grenzobjekt-Publikationen die Konturen einer Medientheorie auffinden – einer Medientheorie, die soziomateriellen Vermittlungsprozessen ethnografisch und historisch auf die Spur kommt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Für das Verständnis einer durch digitale und soziale Medien geprägten Gegenwart gewinnen Stars kritische Diagnosen an Brisanz. Denn Star hat die Bedeutung infrastruktureller Medien erkannt, auf denen nicht nur, aber insbesondere in der digitalen Welt alle öffentlichen, populären und ästhetischen Medien beruhen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen Disziplinen und untersuchten Personen, die in unserem Band vertreten sind: Allergikern, Artificial Intelligence-Forschern, Büroangestellten, Feministen, Klassifikationsproduzenten, Marginalisierten, Medienwissenschaftlerinnen, Pflegepersonal, Sozioinformatikerinnen und Soziologen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Alle Medien sind Grenzobjekte.

»Absolut lesenswert, auch weil Star mit großem Interesse die Computerisierung der Wissenschaften und die Entwicklung zahlreicher noch immer aktueller feministischer Debatten verfolgt und reflektiert hat.«
Melanie Konrad, [rezens.tfm], 15.05.2018
weitere Beitragende
Herausgegeben von Sebastian Gießmann und Nadine Taha.
Buchtitel
Grenzobjekte und Medienforschung (hg. von Sebastian Gießmann und Nadine Taha)
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
536
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3126-5
DOI
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD
BISAC-Code
SOC052000
THEMA-Code
JBCT
Erscheinungsdatum
2017-10-10
Auflage
1
Themen
Medien, Technik, Wissenschaft
Adressaten
Medienwissenschaft, Soziologie, Informatik, Ethnologie, Kulturwissenschaft, Technik- und Wissenschaftsgeschichte, Science and Technology Studies, Gender Studies
Schlagworte
Susan Leigh Star, Science and Technology Studies, Grenzobjekte, Infrastruktur, Standards, Technologie, Medien, Medientheorie, Mediensoziologie, Medienwissenschaft

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