Grenzobjekte und Medienforschung

(hg. von Sebastian Gießmann und Nadine Taha)

Susan Leigh Stars (1954-2010) Werk bewegt sich zwischen Infrastrukturforschung, Sozialtheorie, Wissenschaftsgeschichte, Ökologie und Feminismus. Die wegweisenden historischen und ethnografischen Texte der US-amerikanischen Technik- und Wissenschaftssoziologin liegen mit diesem Band erstmals gesammelt auf Deutsch vor. Ihre Arbeiten zu Grenzobjekten, Marginalität, Arbeit, Infrastrukturen und Praxisgemeinschaften werden interdisziplinär kommentiert und auf ihre medienwissenschaftliche Produktivität hin befragt.

Mit Kommentaren von Geoffrey C. Bowker, Cora Bender, Ulrike Bergermann, Monika Dommann, Christine Hanke, Bernhard Nett, Jörg Potthast, Gabriele Schabacher, Cornelius Schubert, Erhard Schüttpelz und Jörg Strübing.

Auszeichnung

Zukunftspreis 2017 des Forschungskollegs der Universität Siegen

29,99 € *

2017-10-10, 536 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3126-5

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... mit Sebastian Gießmann und Nadine Taha

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Unser Übersetzungsband ist die Entdeckung einer bekannten Unbekannten: Susan Leigh Star ist eine Technik- und Wissenschaftsforscherin für die digitale Gesellschaft, deren disziplinär verteilte Schriften nun erstmals auf Deutsch vorliegen. Unser Buch würdigt Stars grundlegendes Konzept der ›Grenzobjekte‹. Star markierte mit damit das Vermittlungspotenzial von Objekten im Kontext transdisziplinärer Kooperationen. Gleichermaßen versammelt der Band ihre ethischen Schriften zu ›Marginalität und Arbeit‹ und Pionierstudien zu ›Infrastrukturen und Praxisgemeinschaften‹.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Stars Arbeiten erscheinen aus heutiger Perspektive als genuine und wegweisende Medienforschungen, die bei vermittelnden Praktiken und Objekten ansetzten. So lassen sich ausgehend von Stars Grenzobjekt-Publikationen die Konturen einer Medientheorie auffinden – einer Medientheorie, die soziomateriellen Vermittlungsprozessen ethnografisch und historisch auf die Spur kommt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Für das Verständnis einer durch digitale und soziale Medien geprägten Gegenwart gewinnen Stars kritische Diagnosen an Brisanz. Denn Star hat die Bedeutung infrastruktureller Medien erkannt, auf denen nicht nur, aber insbesondere in der digitalen Welt alle öffentlichen, populären und ästhetischen Medien beruhen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen Disziplinen und untersuchten Personen, die in unseren Band vertreten sind: Allergikern, Artificial Intelligence-Forschern, Büroangestellten, Feministen, Klassifikationsproduzenten, Marginalisierten, Medienwissenschaftlerinnen, Pflegepersonal, Sozioinformatikerinnen und Soziologen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Alle Medien sind Grenzobjekte.

weitere Beitragende
Herausgegeben von Sebastian Gießmann und Nadine Taha.
Buchtitel
Grenzobjekte und Medienforschung (hg. von Sebastian Gießmann und Nadine Taha)
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
536
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3126-5
DOI
10.14361/9783839431269
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD
BISAC-Code
SOC052000
THEMA-Code
JBCT
Erscheinungsdatum
2017-10-10
Auflage
1
Themen
Medien, Technik, Wissenschaft
Adressaten
Medienwissenschaft, Soziologie, Informatik, Ethnologie, Kulturwissenschaft, Technik- und Wissenschaftsgeschichte, Science and Technology Studies, Gender Studies
Schlagworte
Susan Leigh Star, Science and Technology Studies, Grenzobjekte, Infrastruktur, Standards, Technologie, Medien, Medientheorie, Mediensoziologie, Medienwissenschaft

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