Interview

... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Wer hat sich noch nie im Kino gefürchtet, geweint oder gelacht? Unsere emotionalen Reaktionen auf Filme hängen vor allem mit dem Phänomen der... >>>
... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Wer hat sich noch nie im Kino gefürchtet, geweint oder gelacht? Unsere emotionalen Reaktionen auf Filme hängen vor allem mit dem Phänomen der Empathie zusammen. Wir wollen mit diesem Buch zum einen eine begriffliche Klärung des Konzepts Empathie herbeiführen und das Phänomen von verwandten Begriffen abgrenzen. Zum anderen wollen wir das Thema aus dem Blickwinkel von drei unterschiedlichen Denktraditionen behandeln. Die Beiträge des Buches bringen Strömungen, die sich mit dem Thema Empathie befasst haben, in Dialog: Phänomenologie, analytische Philosophie und ästhetische Theorie.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Das Buch zeigt, wie vielfältig und fruchtbar die Auseinandersetzung mit dem Thema sein kann. Anstatt die drei Perspektiven als separat zu behandeln, versucht der Band, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln. Darüber hinaus zeigen die Beiträge die unerlässliche Funktion der Empathie für das Wahrnehmen, Verstehen und Wertschätzen von Filmen, seien sie Spiel- oder Dokumentarfilme. Dies wird nicht nur durch abstrakte Argumente gezeigt, sondern gerade auch mithilfe anschaulicher Beispiele.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Die recht junge Diskussion über Empathie im Film wurde bislang sehr stark von der analytischen Philosophie geführt, mit wenig Bezug zu anderen Forschungslinien. Dabei zeigt sich, dass sowohl in der Phänomenologie als auch in der ästhetischen Theorie schon viele Fragen behandelt werden, welche die heutige Diskussion bewegen. Die Integration dieser verschiedenen Perspektiven schien uns von Vorteil, um dieses Phänomen besser zu verstehen und die verschiedenen Facetten zu berücksichtigen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit allen, die sich für die Mechanismen unserer emotionalen Reaktionen auf Filme interessieren. Dies betrifft sowohl diejenigen, die im Bereich sozialer Kognition, Philosophie des Geistes, Erkenntnistheorie oder Ästhetik arbeiten, wie auch diejenigen, die an Film und Medien interessiert sind.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Das Buch behandelt das Phänomen der Empathie im Film aus einer pluralistischen Perspektive. <<<


Malte Hagener / Ingrid Vendrell Ferran (Hg.)

Empathie im Film

Perspektiven der Ästhetischen Theorie, Phänomenologie und Analytischen Philosophie

Die andauernde Faszination des Films liegt nicht zuletzt in seinem Vermögen, Zuschauer_innen zu einer empathischen Reaktion zu bewegen – Filme rufen Gefühle hervor.
Der Band betrachtet verschiedene Aspekte dieser Affekte und Emotionen. Neben dem Spielfilm wird dabei auch das bisher in der Diskussion wenig beachtete Genre der Dokumentarfilme analysiert. Die Beiträge aus Philosophie und Filmwissenschaft berufen sich sowohl auf die Tradition der analytischen Philosophie, die bislang eher kognitivistisch orientiert war, als auch auf aktuelle Entwicklungen in der ästhetischen Theorie, die in der phänomenologischen Tradition steht.


 

Malte Hagener, geb. 1971, ist Professor für Medienwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg.
Ingrid Vendrell Ferran (Dr. phil.), geb. 1976, ist Akademische Rätin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

»Alle Texte haben hohes theoretisches Niveau, die Filmbeispiele sind gut gewählt.«
Hans Helmut Prinzler, www.hhprinzler.de, 23.05.2017
Besprochen in:
GMK-Newsletter, 2 (2017)
literaturkritik.de, 8 (2017), Felix T. Gregor

Filmwissenschaft, Medienwissenschaft, Philosophie, Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Psychologie

Print 34,99 €

02/2017, 280 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-3258-3

Artikel-Nr.: 3258

-3258-3: Hagener/Vendrell Ferran (Hg.), Empathie im Film

Perspektiven der Ästhetischen Theorie, Phänomenologie und Analytischen Philosophie

 

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E-Book 34,99 €

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02/2017, 280 Seiten
ISBN 978-3-8394-3258-7

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