Interview

... mit Christopher Dell

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Heute geht man in der Stadtforschung davon aus, dass Stadt kein neutrales Objekt ist, sondern in sozialen Prozessen hergestellt wird. Welches Wissen aber in... >>>
... mit Christopher Dell

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Heute geht man in der Stadtforschung davon aus, dass Stadt kein neutrales Objekt ist, sondern in sozialen Prozessen hergestellt wird. Welches Wissen aber in dieses Herstellen eingelagert ist und welche Wissensformen mit ihm verknüpft sind, ist noch wenig erschlossen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Ausgehend von kurz angerissenen Beispielen, die sich aus der Perspektive des Städtebaus mit der Untersuchung von Stadt befassen, eröffnet das Buch eine neue Perspektive auf epistemologische Fragestellungen, die in die Repräsentationsräume dieser Beispiele eingelassen sind.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Innerhalb der Forschung zur Stadt als Produziertem kann das Buch eine Lücke füllen, da es die Frage der Wissensform, die mit dieser Forschung verbunden ist, bearbeitet.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit allen, die sich im Moment mit dem Erforschen der Stadt auseinandersetzen.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Welches Wissen enthält die produzierte Stadt und mit welcher Form lässt es sich erschließen? <<<


Christopher Dell

Epistemologie der Stadt

Improvisatorische Praxis und gestalterische Diagrammatik im urbanen Kontext

Die verstädterte Welt zeigt sich heute als sozio-materiales Produkt eines mit Unbestimmtheit durchsetzten, raumproduzierenden Handelns. Auffassungen, die noch von einer vorgegebenen und nur noch abzubildenden Stadt ausgehen, greifen längst nicht mehr. In diesem Verlust liegt jedoch die Chance danach zu fragen, wie das neu entstandene epistemologische Feld des Urbanen zum Verhandlungsgegenstand werden kann.
Im Dialog mit wissens- und darstellungstheoretischen Fragestellungen zeigt Christopher Dell, wie das Wissen des Städtischen heute aufzuschließen ist: medial orientiert am Modus einer gestalterischen Diagrammatik und performativ gebunden an eine improvisatorische Praxis. Dabei entsteht ein Anforderungskatalog an die Artikulation von Wissensformen, die nicht feststellen, sondern ermöglichen.
Das Buch ist kritische Analyse und grundlegendes Werk zugleich – es liefert die erste umfassende Rahmung für ein wissenstheoretisch basiertes Verständnis aktueller Stadtforschung.


 

Christopher Dell (Dr. habil.) lehrte Architekturtheorie u.a. an der Universität der Künste Berlin und der Architectural Association, London. Er lehrt als Professor für Urbane Wissensformen, Organisationstheorie und relationale Praxis am Lehr- und Forschungsbereich Urban Design an der HafenCity Universität Hamburg. Dell ist Gründer und Leiter des ifit, Institut für Improvisationstechnologie, Berlin.

Homepage:
Christopher Dell: www.ifit.de
Christopher Dell: www.micc-project.org

Die zugrunde liegende Metastudie liefert eine umfangreiche Rahmung für ein wissenschaftstheoretisch beruhendes Verständnis gegenwärtiger Stadtforschung.« Elma Delkic, www.socialnet.de, 16.03.2017
Besprochen in:
domus, 5 (2016)
Stadt + Grün, 10 (2016) Besprochen in:
www.kommunalweb.de, 3 (2017)

Städtebau, Architektur, Kulturwissenschaften, Stadtsoziologie, Urban Studies

Print 29,99 €

09/2016, 330 Seiten, kart., zahlr. Abb.
ISBN 978-3-8376-3275-0

Artikel-Nr.: 3275

-3275-0: Dell, Epistemologie der Stadt

Improvisatorische Praxis und gestalterische Diagrammatik im urbanen Kontext

 

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E-Book 26,99 €

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08/2016, 330 Seiten
ISBN 978-3-8394-3275-4

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